Aktuelles Recklinghausen

Axel Tschersich hat diese Veranstaltung ins Leben gerufen, um bürgerschaftliches Engagement für Nachhaltigkeit und Klimaschutz in größerem Rahmen zu würdigen. Zugleich sollte eine Netzwerkplattform geschaffen werden. Der rege Gedankenaustausch an diesem Abend zeigte, dass diese Idee gut ankam bei den Gästen.
„Der menschengemachte Klimawandel ist eine Realität, die nicht wegdiskutiert werden darf. Phasen großer Hitze mit Gesundheitsrisiken gerade für ältere und erkrankte Menschen sowie Starkregenereignisse mit zum Teil gravierenden Folgen zeigen, dass wir bei einem klimaresilienten Stadtumbau mit mehr Grün statt versiegelter Flächen keine Zeit verlieren dürfen“, sagt Bürgermeister Axel Tschersich und lobt das Engagement für Nachhaltigkeit und Umweltschutz von Bürger*innen – ob im privaten Rahmen oder in Initiativen und Vereinen. „Diese Projekte können für weitere Bürgerinnen und Bürger Ansporn sein, im Rahmen der eigenen Möglichkeiten mehr für den Klimaschutz zu tun.“
Rund 25 Initiativen stellten an Infowänden ihre wichtigsten Projekte für eine nachhaltige Zukunft vor und die Gäste nutzen die Gelegenheit zum „Netzwerken“. Darüber freute sich der Bürgermeister ganz besonders. „Gemeinsam können wir mehr erreichen für Klima und Umwelt – und dazu brauchen wir einen persönlichen Austausch wie diesen. Nun müssen wir im Gespräch bleiben.“
Mit dabei waren unter anderem das Klimabündnis AufbruchKlima Vest, der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC), lokale Gruppen des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), die Lokale Agenda 21 mit verschiedenen Fachforen, der Naturschutzbund NABU, die „Omas for Future“ und weitere Gruppen. Auch zahlreiche Politiker*innen sowie führende Mitarbeiter*innen der Stadtverwaltung, darunter die Erste Beigeordnete Silke Ehrbar-Wulfen sowie die Dezernenten Dr. Sebastian Sanders und Axel Fritz, nahmen am Nachhaltigkeitsempfang teil.
Die Präsentationen der Initiativen sind bis einschließlich Freitag, 13. November, im Foyer im ersten Obergeschoss des Rathauses ausgestellt und können dort von jedermann während der Öffnungszeiten des Rathauses besichtigt werden. Die Projekte zeigen, wie schon mit einfachen Mitteln viel getan werden kann für die Umwelt. Ein Vorgarten mit Blühpflanzen beispielsweise ist ein wertvoller Lebensraum, dessen Boden Regenwasser aufnehmen kann und das Mikroklima verbessert – ganz anders als eine versiegelte und Hitze reflektierende Beton- oder Steinfläche. Eines der größeren Projekte bürgerschaftlichen Engagements für Umwelt- und Naturschutz ist beispielsweise das Biotop „Paschgraben“ am Quellberg. Auch die Mobilitätswende und die Förderung des Radverkehrs sind zentrale Themen.
Die Stadtverwaltung bringt den klimaresilienten Stadtumbau mit einem Bündel von Maßnahmen Schritt für Schritt voran: von kleinen Projekten wie bepflanzten Mittelinseln und Baumscheiben an Straßen bis zu Großprojekten wie der klimaangepassten Umgestaltung des Konrad-Adenauer-Platzes, die im Frühjahr 2027 startet. Alle diese Maßnahmen tragen dazu bei, der Aufheizung der Stadt an heißen Tagen entgegenzuwirken und damit die Lebensqualität zu erhöhen. Zugleich helfen entsiegelte Flächen, die Wasser aufnehmen können, die Kanalisation bei Starkregen zu entlasten.



















