Aktuelles Recklinghausen

In seiner Begrüßung machte Bürgermeister Axel Tschersich deutlich, dass sich die Stadtverwaltung noch stärker als Partner der Wirtschaft verstehen wolle. „Wir wollen nicht nach Problemen suchen, sondern sie aktiv lösen. Unternehmen, die investieren und Risiken eingehen, verdienen Unterstützung – nicht zusätzliche Hürden. Sicher können wir an verschiedenen Stellen noch schneller werden. Die Stadtverwaltung ist ein Tanker, aber wir haben zum Glück immer mehr Schnellboote“, sagte Tschersich.
Als gelungenes Beispiel für diese Zusammenarbeit nannte er die Premiere der „Recklinghäuser Weinstraße“. „Organisator Pascal Hermeler hatte eine gute Idee, die wir als Stadt nach Kräften unterstützt haben. Die Atmosphäre in der Krim war großartig, die gesamte Altstadt hat davon profitiert.“
Zugleich unterstrich der Bürgermeister die Bedeutung der heimischen Wirtschaft für die Stadtgesellschaft. „Sie schaffen Arbeitsplätze, zahlen Steuern und ermöglichen damit vieles, was Recklinghausen auszeichnet – von kulturellen Highlights wie den Ruhrfestspielen bis hin zur Neuen Philharmonie Westfalen. Mit Ihrem Engagement stehen Sie zugleich für unsere freiheitlich-demokratische Grundordnung.“
Im Anschluss diskutierte Moderator Stefan Prott mit Vertreterinnen und Vertretern dreier erfolgreicher Unternehmen über ihre Strategien und Zukunftsperspektiven.
Deniz Beese, Geschäftsführerin der EMZ Elektromaschinenzentrale GmbH, berichtete, wie sie das Unternehmen trotz Krisen konsequent weiterentwickelt hat. Heute setzt die EMZ auf ganzheitliche Lösungen statt auf den reinen Verkauf von Elektromotoren. Erst kürzlich wurden die Lagerkapazitäten am Standort Richardstraße verdoppelt und die Logistik modernisiert.
Alexander Kinzel, Mitgründer der GfK Ingenieure GmbH, schilderte den rasanten Aufstieg des Unternehmens. Aus einem Drei-Personen-Start-up mit drei Notebooks und drei Mobiltelefonen ist innerhalb von viereinhalb Jahren ein Unternehmen mit acht Standorten und rund 200 Beschäftigten geworden. Zum Start haben wir unsere Leitplanken definiert. Dies sind ein familiärer Umgang, Solidarität sowie Qualität und Innovation. Daran orientieren wir uns und wollen solange wachsen, wie wir unsere Werte auch authentisch leben können“, verriet der GfK-Geschäftsführer. Bei der Personalauswahl werde vor allem auch auf die menschliche Komponente geachtet.
Alexandra und Andrea Werning gaben Einblicke in ihr Familienunternehmen für Theatertechnik. In rund 800 der etwa 1.000 Theater in Deutschland kommt Lichttechnik aus Recklinghausen zum Einsatz. Zu den jüngsten Entwicklungen zählt ein besonders geräuscharmes LED-System, das unter anderem in der Elbphilharmonie in Hamburg installiert wurde und künftig zum Standard in Konzerthäusern werden könnte. „Die Theaterszene ist schon besonders. Ein Schlüssel zum Erfolg ist sicher, dass wir zu unseren Kunden sehr enge persönliche Kontakte pflegen. Wir sind nicht an Einmalgeschäften interessiert, sondern setzen auf langfristige Zusammenarbeit“, betonte Andrea Werning.
Für den musikalischen Rahmen sorgte ein Bläserquartett der Neuen Philharmonie Westfalen. Kabarettist Martin Kaysh setzte mit seinem humorvollen Blick auf die Ruhrgebietssprache den Schlusspunkt des Bühnenprogramms.
Beim anschließenden Austausch im Saal Kassiopeia nutzten die Unternehmerinnen und Unternehmer die Gelegenheit zum Netzwerken. Auch die Wirtschaftsförderung der Stadt stand als Ansprechpartner zur Verfügung.
Zum Abschluss kündigte Bürgermeister Axel Tschersich an, den Wirtschaftsempfang weiter auszubauen: „Im nächsten Jahr treffen wir uns im großen Theatersaal des Ruhrfestspielhauses und werden den Kreis der Gäste noch einmal erweitern.“
Pressefoto:
Vor dem Start des Wirtschaftsempfangs begrüßte Bürgermeister Axel Tschersich gemeinsam mit Fachbereichsleiter Hendrik Eßers, dem Vorsitzenden des Wirtschaftsausschusses Christian Gehling, Christian Wißing (Abteilungsleiter Wirtschaftsförderung) und Moderator Stefan Prott die Talkgäste Deniz Beese, Alexandra und Andrea Werning sowie Alexander Kinzel. Foto: Stadt RE



















