Aktuelles Recklinghausen

Die neuen Anlagen am Börster Weg 54 und an der Nordstraße 32 bieten jeweils sechs sichere Stellplätze für Fahrräder und E-Bikes und verbessern damit insbesondere für Anwohner*innen ohne geeignete Abstellmöglichkeiten die Bedingungen für den Radverkehr. „Wer das Fahrrad im Alltag regelmäßig nutzen möchte, braucht einen sicheren und komfortablen Abstellplatz. Gerade in dicht bebauten Quartieren ist das oft eine Herausforderung. Mit den neuen Fahrradquartiersgaragen schaffen wir hier ein attraktives Angebot und setzen gleichzeitig ein Zeichen für eine nachhaltige Mobilität in unserer Stadt“, betont Bürgermeister Axel Tschersich.
Jede der beiden Garagen verfügt über sechs Stellplätze. Für E-Bikes stehen Steckdosen zum Laden der Akkus zur Verfügung. Eine Innenbeleuchtung mit Bewegungsmelder sorgt für zusätzlichen Komfort. Die Garagen sind mit leicht zu bedienenden Schiebetüren ausgestattet, die sich per Chipkarte öffnen und verschließen lassen. Für den Notfall verfügen sie außerdem über eine Entriegelungsmöglichkeit von innen.
Auch ökologische Aspekte wurden berücksichtigt: Die Dächer der Garagen sind begrünt und leisten damit einen kleinen Beitrag zur Verbesserung des Straßenklimas. Darüber hinaus wird der Kunst-Leistungskurs des Marie-Curie-Gymnasiums die Garagen im Rahmen eines Graffiti-Projekts kreativ gestalten. Die künstlerische Gestaltung soll zugleich präventiv gegen Vandalismus wirken.
Das Interesse an dem neuen Angebot ist bereits jetzt groß: Alle zwölf Stellplätze sind vergeben, zudem haben sich bereits acht weitere Interessierte auf eine Warteliste setzen lassen. Die zukünftigen Mieter*innen wurden im Vorfeld informiert und erhalten im Rahmen der Eröffnung ihre Chipkarten sowie die unterzeichneten Mietverträge.
Die beiden Fahrradquartiersgaragen sind zunächst als Pilotprojekt angelegt. Sollte sich der hohe Bedarf auch künftig bestätigen, wird sich die Stadt um Fördermöglichkeiten bemühen und eine Ausweitung des Angebots prüfen. Die beiden Garagen wurden vollständig aus städtischen Haushaltsmitteln finanziert. Der Rat der Stadt hatte hierfür bereits 2022 insgesamt 50.000 Euro bereitgestellt. Die jährliche Miete für einen Stellplatz beträgt 55 Euro.
„Die große Nachfrage zeigt, dass wir mit diesem Angebot einen echten Bedarf decken. Das bestärkt uns darin, den Ausbau solcher Angebote auch für andere Quartiere im Stadtgebiet fest in den Fokus zu nehmen. Die Förderung des Radverkehrs beschränkt sich keineswegs nur auf Bau und Optimierung von Radwegen“, sagte Axel Tschersich.
Als Standort für die ersten Quartiersgaragen wurde das Nordviertel von den Fachleuten in der Stadtverwaltung ganz bewusst ausgewählt. Die enge Bebauung bietet in vielen Häusern nur eingeschränkte Möglichkeiten, Fahrräder sicher unterzubringen. Insbesondere schwere E-Bikes müssen häufig über schmale Kellertreppen getragen werden. Gleichzeitig gilt das Quartier als besonders fahrradaffin und bot damit ideale Voraussetzungen für das Pilotprojekt.



















