Aktuelles Recklinghausen

Im Rahmen einer Auftaktveranstaltung in der Stadtbibliothek hat Bürgermeister Axel Tschersich an Stiftungspräsident Basil Kerski ein gerahmtes Original-Plakat aus dem Jahr 1954 überreicht, mit dem damals die Stadt für den Kunstpreis „junger westen“ geworben hat.
Auf der Suche nach NRW-Geschichten kommt das Haus der Geschichte Nordrhein-Westfalen mit dem „MuseumMobil“ seit Herbst 2022 direkt zu den Menschen im Land. Fünf Jahre lang reist die Stiftung Haus der Geschichte Nordrhein-Westfalen mit dem mobilen Museum durch das Land und besucht in Vorbereitung des neuen zeithistorischen Museums in Düsseldorf und seiner Dauerausstellung alle 53 Kreise und kreisfreien Städte im Land. Das „MuseumMobil“ kann täglich von 10 bis 18 Uhr begangen werden.
„Kerstin Weber und Dr. Nico Anklam haben ganz bewusst ein Exponat ausgesucht, das für die Kulturstadt Recklinghausen steht. Der Kunstpreis ,junger westen‘ ist der erste Förderpreis für Bildende Kunst, den eine deutsche Kommune nach 1945 auslobte und gehört bis heute zu den bedeutenden kulturellen Auszeichnungen in Deutschland. Wir freuen uns, wenn das Plakat künftig in der Dauerausstellung in Düsseldorf einen attraktiven Platz findet“, sagte Bürgermeister Axel Tschersich.
Initiiert 1948, erinnert der Preis an die ein Jahr zuvor in Recklinghausen gegründete Künstlergruppe „junger westen“ um die Maler Gustav Deppe, Thomas Grochowiak, Emil Schumacher, Heinrich Siepmann, Hans Werdehausen und den Bildhauer Ernst Hermanns. Er ist mit 10.000 Euro dotiert und wird alle zwei Jahre als Förderpreis der Stadt Recklinghausen mit Unterstützung der Kulturstiftung der Sparkasse Vest Recklinghausen vergeben.
Im Rahmen der Eröffnung fand auch eine Podiumsdiskussion in der Stadtbibliothek statt. Unter der Moderation von Kerstin Weber, wissenschaftliche Mitarbeiterin der Kunsthalle, diskutierten der Recklinghäuser Museumsleiter Dr. Nico Anklam, Stadtarchivar Dr. Matthias Kordes und Projektleiterin Dr. Stefanie Johnen über die Rolle der Kunst nach dem 2. Weltkrieg.
Pressefoto: Ein Originalplakat aus dem Jahr 1954 überreichten Bürgermeister Axel Tschersich (3. v. l.), Museumsleiter Dr. Nico Anklam, Kerstin Weber (wissenschaftliche Mitarbeiterin Kunsthalle) an Stiftungspräsident Basil Kerski und Projektleiterin Dr. Stefanie Johnen (v. l.). An der Eröffnungsveranstaltung nahm auch Landrat Bodo Klimpel teil. Foto: Stadt RE



















