Aktuelles Recklinghausen

„Wir sind sehr glücklich, einen der wichtigsten lebenden Künstler zu uns nach Recklinghausen holen zu können, dessen Werk thematisch kaum besser passen könnte in Zusammenarbeit mit den Ruhrfestspielen, denn die performativen Aspekte seiner Arbeit sind in beiden Welten präsent“, sagt Dr. Nico Anklam, Direktor der städtischen Museen und Leiter der Kunsthalle.
Im Zentrum der Ausstellung stehen Themen wie Zeit, Emotionen oder das Scheitern, die Kjartansson in seinen oft humorvollen und zugleich melancholischen Arbeiten verhandelt. Seine künstlerische Laufbahn begann Anfang der 2000er-Jahre zunächst in der Musikszene, insbesondere als Frontmann der Band „Trabant“. Diese Herkunft prägt seine Arbeit bis heute maßgeblich: Kjartansson verbindet in seinen Werken auf charakteristische Weise Performance, Musik und bildende Kunst. Internationale Bekanntheit erlangte er spätestens mit seinem Beitrag zur Biennale von Venedig 2009. Seine Werke wurden unter anderem im Metropolitan Museum of Art in New York, im Palais de Tokyo in Paris, im Barbican Centre in London sowie im Louisiana Museum bei Kopenhagen gezeigt.
Die Ausstellung ist zugleich die erste institutionelle Kooperation zwischen der Kunsthalle, den Ruhrfestspielen und dem Kumu Art Museum in Tallinn. Bürgermeister Axel Tschersich betonte in seinem Grußwort: „Es ist bemerkenswert, dass wir in dieser Kooperation von internationalen Museen und unserem Theaterfestival einmal mehr zeigen können: Recklinghausen ist besonders in Sachen Kultur Weltklasse.“ Neben ihm begrüßten auch Ina Brandes, MdL, Ministerin für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen, sowie Olaf Kröck, Intendant der Ruhrfestspiele, die Besucher*innen.
Eine Einführung in die Ausstellung gab der Kurator Dr. Anders Härm vom Kumu Art Museum und lobte die internationale Dimension der Ausstellung: „Die Kulturszene im Baltikum nimmt definitiv wahr, dass Recklinghausen gerade in Bildender Kunst und Theater ein wichtiger Standort ist, und umso größer ist die Freude bei uns, dass wir diese Ausstellung in neuer Form von Estland ins Ruhrgebiet haben bringen können.“
Zu sehen sind die Videoinstallationen „Sunday Without Love“ (2025), „No Tomorrow“ (2022), „Figures in Landscape“ (2018) und „S.S. Hangover“ (2013), die erstmals in Deutschland gezeigt werden. Ergänzt wird die Präsentation durch die neue Gemäldeserie „Weekdays in Arcadia“ (2025).
Die Kunstausstellungen der Ruhrfestspiele blicken auf eine über 70-jährige Geschichte zurück und sind fest mit der Entwicklung der Kunsthalle verbunden. Olaf Kröck verwies auf die lange gemeinsame Geschichte von Kunsthalle und Festival: „Kunsthalle und Ruhrfestspiele haben gemeinsame historische Wurzeln und stehen seit 1950 für viele wegweisende Projekte, die weit über Recklinghausen hinaus wirken.“
Die Ausstellung „Sunday Without Love“ ist von Sonntag, 3. Mai, bis Sonntag, 16. August, in der Kunsthalle zu sehen.
Weitere Informationen rund um die Ausstellung gibt es auch online unter www.kunsthalle-recklinghausen.de.
Öffnungszeiten der Kunsthalle Recklinghausen
Dienstags bis sonntags sowie feiertags: 11 bis 18 Uhr
Öffentliche Führungen: jeden Sonntag um 12 Uhr



















