Aktuelles Recklinghausen

Regierungspräsident Andreas Bothe überreichte Recklinghausens neuer Stadtkämmerin und Ersten Beigeordneten Silke Ehrbar-Wulfen als Vertreterin des Bürgermeisters einen Zuwendungsbescheid über rund 14,7 Millionen Euro für das ISEK Hillerheide (Integriertes Stadtteilentwicklungskonzept).
„Die hohe Fördersumme unterstreicht, welch große Bedeutung die Landesregierung diesem ambitionierten Projekt beimisst“, sagt Silke Ehrbar-Wulfen. Das ISEK Hillerheide gilt als das derzeit größte Städtebauförderprojekt in Nordrhein-Westfalen (NRW) mit einer Strahlkraft weit über die Stadtgrenzen hinaus. Das gesamte Fördervolumen beträgt rund 40 Millionen Euro.
„Der jetzt erteilte Bescheid ist die größte Einzelförderung und stärkt die weitere Planung und Umsetzung der größten Recklinghäuser Quartiersentwicklung mit dem neuen Heidesee sowie die weiteren Projektschritte: unter anderem die Umgestaltung des Gertrudisplatzes sowie des Schulhofes der Grundschule Hillerheide. Von diesem Leuchtturmprojekt wird die ganze Stadt profitieren“, sagt Bürgermeister Christoph Tesche.
Der erste Zuwendungsbescheid war im Herbst 2018 im Rahmen einer Baustellenbegehung auf dem ehemaligen Trabrennbahnareal durch Ministerin Ina Scharrenbach an Bürgermeister Christoph Tesche mit einem Zuschuss in Höhe von rund 2,3 Millionen Euro übergeben worden. Seitdem ist viel passiert.
Der Aushub des 5,5 Hektar großen Heidesees (das entspricht etwa der Größe von 7,5 Fußballfeldern) ist abgeschlossen. Auch die vorbereitenden Arbeiten zum Umbau des Verkehrsknotens Herner Straße/Blitzkuhlenstraße/Hohenhorster Weg kommen voran. Voraussichtlich ab Ende August startet der Umbau der Herner Straße in diesem Bereich – und soll im Spätsommer 2026 fertig sein. Daran soll sich zeitlich aufeinander abgestimmt der Umbau der Blitzkuhlenstraße sowie des Gertrudisplatzes anschließen.
In diesem Sommer beginnen die Arbeiten zur Ausgestaltung des Heidesees. Der See erhält eine urbane Uferkante sowie eine mineralische Teilabdichtung. Die in der Südhälfte angelegten Flachwasserzonen werden bepflanzt. Darüber hinaus wird am Nordkopf des Sees eine Steglandschaft mit einer Treppenanlage zum Wasser angelegt. In der den See umlaufenden künftigen Promenade werden weitere Infrastruktureinrichtungen für den See (Regen- und Schmutzwasserkanalisation) hergestellt. Gespeist wird der Heidesee künftig durch Grundwasser und Regenwasser aus dem künftigen Wohnquartier. „Wenn alles planmäßig verläuft, soll der See im Sommer 2027 fertig sein“, sagt Helge Wassermann, Projektleiter der Stadtentwicklungsgesellschaft Recklinghausen mbH. Parallel dazu beziehungsweise im Anschluss erfolgt die infrastrukturelle Erschließung des neuen Wohnquartiers.
Die ersten Häuser am Heidesee werden voraussichtlich ab 2028 gebaut. Rund 900 Wohneinheiten sieht die aktuelle Planung vor, davon rund 300 Einfamilienhäuser als Reihenhäuser, Doppelhaushälften und freistehende Einfamilienhäuser, sowie rund 60 Mehrfamilienhäuser. Erklärtes Ziel ist es nach wie vor, bezahlbaren Wohnraum zu schaffen. Gerade auch junge Familien sollen sich am Heidesee ihren Traum vom Eigenheim erfüllen können. Auch öffentlich geförderter Wohnraum ist Teil des Masterplans. Eine Grundschule, eine Kita sowie Gebäude für Einzelhandel, Praxen sowie Büros sind ebenfalls Bestandteil der Planung, die jetzt mit dem Vermarktungskonzept konkretisiert wird. Rund 3.000 Bürger*innen haben ihr Interesse am Baugebiet bekundet. Sie alle werden kontaktiert, wenn das Vermarktungskonzept konkretisiert ist.
Pressefoto: Stadtkämmerin Silke Ehrbar-Wulfen nahm aus den Händen von Regierungspräsident Andreas Bothe (li.) einen Zuwendungsbescheid über 14.736.000 Euro für das ISEK Hillerheide entgegen. Mit im Bild sind Frank Bardehle und Stephan Kemper von der Bezirksregierung. Foto: Bezirksregierung Münster



















