Recklinghausen stimmt für Olympia in der Region KölnRheinRuhr und steht Gewehr bei Fuß


Recklinghausen hat mit klarer Mehrheit „Ja“ gesagt zu Olympia. 72,85 Prozent haben beim Ratsbürgerentscheid für Olympische und Paralympische Spiele 2036, 2040 oder 2044 in der Region KölnRheinRuhr gestimmt. Das weitere Vorgehen hängt nun ab von den Abstimmungsergebnissen in den übrigen beteiligten NRW-Kommunen. Zu entscheiden haben letztlich der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) sowie das Internationale Olympische Komitee (IOC).

Die erforderliche Mehrheit an Ja-Stimmen von mindestens zehn Prozent der 88.913 Abstimmungsberechtigten ist beim Ratsbürgerentscheid in Recklinghausen deutlich erreicht worden. Die Abstimmungsbeteiligung lag bei über 31 Prozent.

„Über dieses klare Abstimmungsergebnis und die gute Beteiligung freue ich mich sehr“, sagte Bürgermeister Axel Tschersich. „Bei einer Entscheidung von so großer Tragweite war es wichtig, die Bürgerinnen und Bürger selbst ein Votum abgeben zu lassen. Das ist gelebte Basisdemokratie. Die deutliche Mehrheit der Befürworterinnen und Befürworter zeigt, dass die Menschen in Recklinghausen mit großer Vorfreude auf begeisternde Spiele blicken und Olympia als großartige Chance für eine nachhaltige Entwicklung sehen.“ Gemeinsam mit weiteren Vertreter*innen der Stadtverwaltung nahm der Recklinghäuser Bürgermeister am Sonntagabend in Köln an der zentralen Veranstaltung zum Abschluss der Ratsbürgerentscheide mit NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst teil.

27.761 Abstimmungsbriefe waren bis zum 19. April, 16 Uhr, bei der Recklinghäuser Stadtverwaltung eingegangen. 20.200 Ja-Stimmen standen 7.529 Nein-Stimmen gegenüber. 32 Abstimmungsbriefe waren ungültig.

Beim Olympia-Ratsbürgerentscheid in Herten wurde das erforderliche Quorum nicht erreicht. In der Nachbarstadt hatten zu wenige abgestimmt. Doch auch ohne die Nachbarstadt will sich Recklinghausen die Chance erhalten, Austragungsort olympischer Mountainbike-Wettbewerbe auf der Halde Hoheward zu werden, betonte Bürgermeister Axel Tschersich. „Die geringe Abstimmungsbeteiligung in Herten ist bedauerlich. Schade, dass es in Herten nicht gelungen ist, mit einer solchen Einigkeit im Rat wie in Recklinghausen in die Abstimmung zu gehen. Es hat sich bei uns gelohnt, den Prozess von Anfang an offen zu gestalten, ihn vor allem als Bürgermeister zwischen den Fraktionen zu moderieren und die Hinweise zum Abstimmungsverfahren umzusetzen. Nun haben wir ein Dilemma: Die Zahl der Befürworterinnen und Befürworter in Recklinghausen ist eindeutig: Die Menschen unserer Stadt wollen Olympia. Allerdings war die Frage an die Kooperation mit Herten geknüpft, die nun nicht mehr funktioniert. Für die Verwaltung ist das Recklinghäuser Ergebnis dennoch der klare Auftrag, die gemeinsame Olympiabewerbung der Region weiter zu unterstützen“, sagte Axel Tschersich. „Wir stehen Gewehr bei Fuß.“

Erste Gespräche mit der zuständigen Staatssekretärin Andrea Milz sowie mit Verantwortlichen des Regionalverbandes Ruhr, dem Eigentümer der Halde Hoheward, hat der Bürgermeister dazu bereits geführt. Es gilt nun zu prüfen, wie das weitere Verfahren gestaltet werden kann. „Noch nicht abschätzen kann ich unter dem Eindruck der aktuellen Enttäuschung, was dies für die Zusammenarbeit mit der Stadt Herten in anderen Themen bedeutet. Wir brauchen verlässliche Partner.“

Axel Tschersich bedankte sich am Abend des Bürgerentscheids insbesondere auch bei zwei erfolgreichen Sportlern aus Recklinghausen für deren Unterstützung. Ex-Fußballprofi und „Eurofighter“ Ingo Anderbrügge und Bernd Gröne, Silbermedaillengewinner des Straßenradrennens der Olympischen Spiele in Seoul 1988, hatten sich aktiv in die Kampagne der Stadt eingebracht. „Rückenwind haben wir außerdem auch aus dem Stadtsportverband und seinen Vereinen erfahren. Sie haben uns ebenfalls sehr gut begleitet“, lobte der Bürgermeister.

Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) wird auf seiner Mitgliederversammlung am 26. September 2026 entscheiden, ob KölnRheinRuhr als deutscher Kandidat ins Rennen geht. Die finale Entscheidung trifft das Internationale Olympische Komitee (IOC). Wann die Spiele 2036, 2040 und 2044 vergeben werden, steht derzeit noch nicht fest.

Die Bewerbung um Olympische und Paralympische Spiele der Region KölnRheinRuhr setzt auf eine breite demokratische Legitimation durch die Bevölkerung. Als einzige Bewerberregion führt KölnRheinRuhr daher Ratsbürgerentscheide in allen 17 am Konzept beteiligten Kommunen durch. Mehr als 4 Millionen Bürgerinnen und Bürger waren aufgefordert bis zum 19. April ihre Stimme für Olympische und Paralympische Spiele abzugeben.

Hier gibt es die vorläufigen amtlichen Endergebnisse: https://wahlen.gkd-re.net/20260419/05562032/praesentation/index.html 

Informationen zu den Ergebnissen der anderen Städte sind unter www.olympiabewerbung.nrw abrufbar. Die Verkündung des vorläufigen Ergebnisses der Bewerbung KölnRheinRuhr wird dort voraussichtlich ab ca. 21 Uhr als Livestream zu verfolgen sein.

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