Israel-Blog: Jugendliche besuchen Akko

Altstadt Akko

Die Leiterin des Fachbereichs Kinder, Jugend und Familie, Carmen Greine, besucht aktuell mit Jugendlichen die israelische Stadt Akko, eine Partnerstadt von Recklinghausen. Hier berichtet sie von den Erlebnissen der Gruppe. 

Tag 1:
Gegen 4 Uhr am Morgen ging es für uns los. Wir haben uns am Recklinghausen Hauptbahnhof getroffen, bei -6 Grad, und dann die gemeinsame Fahrt zum Frankfurter Flughafen angetreten. Um circa 7.30 Uhr kamen wir am Flughafen an und haben uns auf den Weg zu den Ticketschaltern gemacht. Nachdem wir die Koffer abgegeben hatten und den Security-Check passierten, fing das Boarding an. Mit etwas Verspätung sind wir um ca. 15.45 Uhr in Tel-Aviv gelandet. Der Flug war sehr entspannt mit kurzzeitigen Turbulenzen. Erstaunlicherweise kam die Co-Pilotin ebenfalls aus Recklinghausen und hat uns einen speziellen Gruß in der Bord-Durchsage gewidmet. Nach der Landung ging es nur noch durch die Pass-Kontrollen und direkt zum Reisebus. 

Abgeholt wurden wir von unserem "Israel-Guide" namens Shlomit. Auf der Fahrt von Tel-Aviv nach Akko hat sie uns schon viele verschiedene Sachen erzählt. Zum Beispiel haben wir erfahren, dass Israel knapp 9 ½ Millionen Einwohner*innen hat, 50.000 davon aus unserer Partnerstadt Akko. Sie hat uns erzählt, dass die Mehrheit der in Israel lebenden Menschen Jüd*innen sind und die Minderheit aus zwei Millionen Araber*innen besteht. Diese sind in der Mehrheit Muslim*innen und eine Minderheit sind Christ*innen.

Wir haben erfahren, dass Israel als Staat 1948 gegründet worden ist. Davor lebten die Jüd*innen überall auf der Welt verteilt. So bildet sich die Kultur der Israelis aus den Ursprüngen in z. B. Polen, Schweiz und Deutschland, aber auch aus den USA und den osteuropäischen Ländern. Die in Israel gesprochene Sprache ist hauptsächlich Hebräisch, weil es die gemeinsame Sprache der Jüd*innen ist. Die Grundlage geht auf die Bibel zurück, da diese in hebräischer Sprache verfasst wurde.

Auf der Fahrt sind uns viele gelbe und braune Sträucher aufgefallen und da kam die Frage auf, wie das Wetter denn in Israel ist. Wir haben erfahren, dass es in Israel so gut wie nie regnet und wenn es mal regnet, dann auch nur im Winter. Uns wurde erklärt, dass es den ganzen Sommer nicht geregnet hat und man jetzt darauf wartet, dass der Winterregen endlich kommt. Da wurden wir direkt hellhörig und haben gefragt, wie das in Sachen Trinkwasser und Pflanzen-Bewässerung so ist. Wir haben erfahren, dass man in Israel einen Weg gefunden hat, wie man das Wasser aus dem Mittelmeer entsalzen kann. Dies wird bis heute so erfolgreich in "Entsalzungsanlagen" gemacht, dass die Israelis ihr Trinkwasser sogar an Jordanien verkaufen können. Zur Pflanzenbewässerung hat man uns erklärt, dass man dies durch die sogenannte "Tröpfchenbewässerung" macht. Dieses Prinzip hat sich überall auf der Welt durchsetzen können.

Nach einiger Zeit kam die Frage über die Rechte von Homosexuellen auf. Shlomit erzählte, dass die Homosexuellen in Israel die gleichen Rechte wie die Homosexuellen in Deutschland haben. Sprich, auch hier dürfen lesbische und schwule Menschen heiraten und Kinder bekommen.

Im weiteren Verlauf der Fahrt fiel uns ein langer Zaun auf. Dieser stellt die Grenze zwischen Israel und dem Westjordanland dar. Wenn Menschen aus dem Westjordanland nach Israel möchten, brauchen sie eine Erlaubnis. Im Jahre 2002 wurde die Entscheidung getroffen, eine Mauer zu errichten, die die damals sehr häufigen Terroranschläge der West-Palästiner aufhalten sollten. Seitdem diese Mauer (bzw. Zaun) da ist, gibt es weniger Terroranschläge.

Langsam aber sicher erreichten wir den Norden Israels. Dort befindet sich Akko, unsere Partnerstadt. Mit dem Erreichen der Stadt wurden uns viele weiteren Dinge erzählt. Zum Beispiel, dass Akko sowohl eine Altstadt als auch eine "neue" Stadt hat. Dabei ist der neue Teil etwas von der Altstadt entfernt und sieht auf den ersten Blick moderner aus. Die Altstadt ist von einer Mauer umgeben, wieso werden wir allerdings erst in den nächsten Tagen erfahren.

Als wir endlich im HI Akko Knights Hostel angekommen sind, haben wir gegessen und hatten etwas Freizeit im Hostel.

Verfasst von: Jacqueline Karmann, Tim Iser, Jerome Weppner und Emily Böker

Jugendgruppe besucht Akko
Jugendgruppe besucht Akko
Jugendgruppe besucht Akko
Jugendgruppe besucht Akko
Jugendgruppe besucht Akko
Jugendgruppe besucht Akko
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Tag 2:

Heute morgen haben wir als erstes gemeinsam ausgiebig gefrühstückt. Anschließend haben wir im Hostel die Schüler:innen der Terra Santa Schule begrüßt. Nach einem ersten kurzen Kennenlernen, wurden wir in geschmischte Teams eingeteilt und sind in den Wettbewerb "Stadtrally Akko" gestartet, wo wir verschiedene Aufgaben lösen mussten. Während wir die Aufgaben erledigten, haben wir gemeinsam mit den Schüler:innen der Terra Santa Schule die Altstadt von Akko besichtigt. Dabei haben wir auch die Schule der Israelis kennengelernt. Nach der zweistündigen Stadtrally gab es eine Siegerehrung für das Team mit den meisten Punkten. Im Anschluss haben wir gemeinsam im Restaurant Doniana gegessen. Nach dem Mittagessen haben wir uns von den Austauschschülern vorerst verabschiedet. Weiter ging es zum "Hospitaller Fortress", wo uns Shlomit alles zu den alten Rittersälen erzählt hat. Das heutige Museum wurde im Mittelalter von einem christlichen Orden geführt. Pilger aus ganz Europa, erhielten dort im 12. und 13. Jahrhundert Unterschlupf auf ihrem Weg ins heilige Land. Heute gehört dieser Ort zum UNESCO Weltkulturerbe. Es ist bemerkenswert, dass dieser Ort vor hunderten von Jahren untergetaucht war, bis man vor ca. 60 Jahren die damals mit Sand zugeschütteten Gräber und alten Mauern wieder entdeckte und für das Museum aufbereitete. Nach dem Museum durften wir in kleinen Gruppen auf den örtlichen Bazar gehen. Eine Gruppe war jedoch mit Carmen einkaufen, da wir uns für den Abend mit den Israelis verabredet hatten. Dani, ein Begleiter, hat für uns einen Polizeiwagen organisiert, mit dem wir dann in den Supermarkt gefahren sind, um ein paar Snacks und Getränke zu kaufen. Um 19 Uhr gab es dann das Abendessen und ab 20 Uhr durften wir gemeinsam mit den Israelis ein paar lustige Stunden verbringen.

Verfasst von Sümeyra Sagir, Asya Calt und Esra Abou-Soueid

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Jugendgruppe besucht Akko
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Tag 3:
Nach dem Frühstück fuhren wir heute um 8:15 Uhr mit dem Bus als Erstes zu den Golanhöhen. Während der Fahrt dorthin hat Shlomit uns viele interessante Sachen über Israel erzählt, z.B. hat sie vom Essen in Israel berichtet und auch über die Gesetze im Judentum, von denen es 613 gibt. Zudem hat sie einiges spannendes erklärt, so z.B., dass Juden nur wiederkäuende Tiere mit gespaltenen Hufen essen dürfen, also zum Beispiel kein Schwein. Eine weitere Sache, die sie uns erzählt hat, als wir an Kasernen vorbeigefahren sind, ist, dass alle Israelis ab 18 Jahren zum Militär müssen, die Mädchen zwei Jahre und die Jungen drei Jahre. Eine Ausnahme sind arabische Jugendliche, die nicht verpflichtet sind, aber auch zur Armee gehen können.
Wir fuhren auf den Mount Bental, den höchsten Punkt der Golanhöhen. Wir sahen dort, wie junge Erwachsene, die beim Militär sind, unterrichtet wurden. Shlomit zeigte uns die Sicht auf den Libanon und nach Syrien. Dann erklärte sie uns den Sechstagekrieg 1967, in dem die Israelis u. a. diesen Teil besetzten. An der Grenze zu Syrien sind als Schutz UNO-Truppen stationiert. Danach konnten wir kurz Pause machen und den ehemaligen Bunker der Syrer auf dem Berg besichtigen, daraufhin holten wir uns in einem Café namens Coffee Annan etwas zu essen. Wir trafen dort auch eine Schülergruppe, die uns erzählte, dass sie im Unterricht dieses Thema besprechen.
Wir fuhren mit dem Bus zum See Gennesaret zum Ort Kafarnaum (Capharnaum). Es ist ein besonderer Ort im Leben von Jesus. Er fand hier seine zwölf Jünger, u.a. Petrus, der dort mit seiner Frau und seiner Schwiegermutter gelebt hat. Als die Schwiegermutter erkrankte, vollbrachte Jesus ein Wunder und heilte sie. Dort stand ebenfalls eine Synagoge, die in der Römerzeit von den Juden erbaut wurde, als sie aus Jerusalem von den Römern vertrieben wurden. Von der Synagoge stehen noch die alten Fundamente.
Nach dem Besuch sind wir in ein Restaurant gegangen, in dem es ein leckeres Mittagessen gab.

Anschließend sind wir dann zur "Brotvermehrungskirche" gefahren. In dieser Kirche ist das berühmte Brot und Fisch-Mosaik. Es erinnert an die "Speisung der 5000", als Jesus fünf Brote und zwei Fische genommen hat, sie verteilen ließ und alle Menschen davon satt wurden.

Dann waren wir in der Kapelle, die an der Stelle errichtet wurde, wo Jesus nach seiner Auferstehung Petrus gesegnet und ihm laut der Bibel den Auftrag gegeben hat: "Weide meine Schafe!" Also sollte Petrus die Anhänger von Jesus in Zukunft anführen.

Dann fuhren wir zurück nach Akko, wo wir am späten Nachmittag wieder ankamen.

Verfasst von Elena Lau, Lea Leismann, Nahida Ozan, Karolina Surmann

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Tag 4:
Der Tag begann wie üblich mit einem ausgiebigen gemeinsamen Frühstück im Hotel.
Anschließend fuhren wir gemeinsam mit dem Reisebus nach Jerusalem. Nach ca. zwei Stunden und einer kleinen Pause kamen wir am heutigen Ausflugsziel an: Yad Vashem.
Yad Vashem heißt übersetzt "Gedenken an die Namen" und widmet sich dem Gedenken und der Darstellung des Holocausts. Dort partizipierten wir an einer Museumsführung mit einem deutschsprachigen Guide. Vor der Führung aßen wir gemeinsam zu Mittag. Die Ausstellung und die damit verbundenen Informationen waren sehr prägend und hinterließen bei manchem Teilnehmer*in auch ein paar Tränen. Für die Führung erhielten wir Funkgeräte, um den Guide immer hören zu können, da das Museum stark besucht war. Das Museum besteht aus mehreren thematisch unterschiedlichen Gebäuden, wobei das Hauptgebäude pyramidenförmig ist. Neben der Funktion als Museum ist Yad Vashem auch eine Forschungseinrichtung, um alle Opfer des Holocaust zu erfassen und diese mit möglichst vielen Details zu ihrem Leben darzustellen. Die zwölf Jahre der NS-Schreckensherrschaft waren unbeschreiblich grausam und dürfen sich niemals wiederholen, egal unter welchen Deckmantel jeglicher Ideologien. Selbst geschichtlich Erfahrene konnten noch vieles mitnehmen. Anschließend sind wir gegen 15:30 Uhr vom Museum losgefahren. Das Ziel war die neue Jugendherberge in Jerusalem. Auf dem Weg hat uns unser Guide die Unterschiede zwischen den verschiedenen Kleidungstypen der orthodoxen Juden erklärt und nach dem Abendessen durften wir unsere Zeit frei verbringen und sind dabei mit anderen Jugendlichen aus Israel in Kontakt gekommen.

Verfasst von Edgar Pluschanski und Danial Nadeem


YouTube-Video "The Amazing Race Akko Recklinghausen":

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Tag 5:

Nach dem Frühstück sind wir um 8.15 Uhr in Richtung Totes Meer aufgebrochen. Auf der knapp zweistündigen Fahrt haben wir von unserem Guide Shlomit wieder viele Informationen bekommen.
In Jerusalem leben mehr als 900.000 Menschen. Davon sind 30 % Palästinenser, die anderen sind fast alle Juden. Von denen sind 30 % orthodoxe, die anderen säkulare Juden.
Vor mehr als 20 Jahren gab es zahlreiche Terroranschläge in Israel. Deshalb ist eine Mauer zwischen Jerusalem und dem angrenzenden Westjordanland gebaut worden.
Auf der Fahrt durch die Wüste haben wir Beduinen gesehen, die in Wellblechhütten wohnen und Ziegen hüten. Das Tote Meer liegt 430 Meter unter dem Meeresspiegel. Der Wasserstand sinkt jedes Jahr weiter ab.
Unser erster Stopp war Masada, ein großes Felsmassiv. Wir sind mit einer Seilbahn auf den Berg. Dort erklärte uns Shlomit, dass Herodes Masada zu einer großen Festung ausgebaut hat, wer seine Feinde waren und wie die Festung aussah. Als Herodes gestorben war (4 vor Chr.), übernahmen die Römer die Festung.
Des Weiteren haben wir erfahren, dass die Juden 66 n. Chr. einen Aufstand gemacht haben, als die Römer ihren Tempel zerstört hatten. Der Aufstand wurde niedergeschlagen, aber eine Gruppe Juden zog sich nach Masada zurück. Als die Lage aussichtslos für sie wurde, brachten sich alle um, weil sie nicht zur Sklaverei gezwungen werden wollten.
Nach dem Vortrag haben wir einen Rundgang durch den Palast gemacht. Nach nicht allzu zu langer Zeit sind wir wieder mit der Seilbahn runtergefahren. Als Nächstes gab es Mittagessen.
Nachdem alle satt waren, sind wir zum Toten Meer gefahren. Einige Schüler ritten auf einem Kamel und viele nutzten die einmalige Chance, im Meer auf dem Rücken liegend zu baden. Dann fuhren wir eine knappe Stunde zurück nach Jerusalem. Dort ging es schnell zum Abendessen.
Gestärkt und gesättigt ging es zu einer phänomenalen Lichtershow im sogenannten "Tower of David". Die Geschichte von Jerusalem wurde in einer Lichter-/Audioshow im sogenannten "Tower of David" präsentiert. Unser Guide beantwortete uns abschließend einige Fragen, die wir dazu hatten.

Verfasst von Aleksan Eilhard, Colin Illner, Noah Tollkamp

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Tag 6: 
Nach dem Frühstück, um 8.30 Uhr, haben wir uns auf den Weg zum Ölberg von Jerusalem gemacht. Shlomit hat uns darüber informiert, dass es insgesamt vier verschiedene Viertel in der Altstadt gibt: das jüdische, christliche, muslimische und armenische Viertel. Der anschließend von uns besuchte Tempelberg ist für die Moslems und die Juden wichtig. Der erste König, welcher Jerusalem als Hauptstadt ernannte, war König David. Doch er durfte keine Tempel bauen, da er Kriege geführt hat und dadurch Blut an den Händen hatte. Deswegen hat sein Sohn Salomo, den ersten Tempel gebaut. Als dann im Jahre 587 v.Chr. die Babyloner Jerusalem eroberten, zerstörten sie den Tempel und die Juden mussten Jerusalem verlassen. Babylon liegt im heutigen Irak. Als die Juden wieder zurrück kommen durften, bauten sie den zweiten Tempel.
Unter der Führung von Herodes entstand der zweite Tempel. Als die Römer im Jahre 66 n.Chr. den zweiten Tempel verstörten, brach ein Aufstand der Juden gegen die Unterdrückung der Römer aus. Das was von dem Tempel bis heute übrig geblieben ist, ist die Klagemauer. In Israel wird der Begriff "Westmauer" verwendet, wir in Europa verwenden jedoch den Begriff "Klagemauer". Dies rührt daher, dass es damals für die Juden verboten war zurück nach Jerusalem zu kommen, was der Grund für ihr Klagen war.

Aber auch für die Christen ist Jerusalem von enormer Bedeutung, da u.a. sich das Grab Jesu dort befindet. Laut den Erzählungen aus der Bibel, wurde Jesus auf dem Ölberg verhaftet. Von dort aus musste er mit dem Kreuz, auf dem er später gekreuzigt wurde, bis zur Grabeskirche gehen.

Für die Moslems ist Jerusalem von großer Bedeutung, da Mohammad nach den Erzählungen des Korans, von dort aus in Himmel aufgestiegen ist und dabei wurde sein Fußabdruck auf dem Felsendom verewigt. Angekommen am Ölberg, haben wir auf der linken Seite eine graue Kuppel gesehen, dies ist die al Aqsa Moschee. Daneben befindet sich eine goldene Kuppel, das war der Felsendom. Ebenfalls zu sehen waren die zwei Kuppeln der Grabeskirche. Die Bezeichnung "Ölberg" wurde gewählt, da es dort viele Olivenbäume gab, welche auch heute, jedoch in verminderter Zahl, zu sehen sind. In den Abstufungen des Ölbergs waren außerdem viele Gräber zu sehen. Die Juden glauben daran, dass wenn man auf dem Ölberg begraben ist, man als erstes aufersteht, wenn der Messias kommt. Auf der Ost-Seite konnte man zusätzlich eine russisch-orthodoxe Kirche bestaunen. Um 9:30 Uhr waren wir am Jaffar Tor und sind durch die Altstadt und den Bazar gelaufen. Auf dem Weg zur Grabeskirche haben wir Überreste von einer Mauer gesehen, die um die Stadt Jerusalem ging. Auch sahen wir eine große goldene Menora. Die Menora symbolisiert das Licht von Gott (in jeder Synagoge muss sich eine goldene Menora befinden). Auch haben wir auf dem Weg eine Bat Mitzvah sehen können. Es ist vergleichbar mit einer Geburtstagsfeier. Wenn man als Mädchen das 12. Lebensjahr erreicht hat (bei den Jungs das 13. Lebensjahr) gilt man im Judentum als Erwachsen.
Des Weiteren haben wir auf unserem Weg eine Abbildung von Jesus gesehen, wie er das Kreuz auf seinem Rücken trug, daneben stand eine Frau die den Schweiß von Jesus abtupfte. Diese Frau hieß Veronica. Heute befindet sich dieses berühmte in Turin.
Angekommen an der Grabeskirche, hat Shlomit uns etwas mehr über die Aufteilung erzählt. Die Grabeskirche ist so aufgeteilt, dass es einen katholischen, äthiopischen, armenischen und griechischen Teil gibt. Der älteste Teil der Kirche ist jedoch das Grab von Jesus. Da es immer wieder Streitigkeiten innerhalb der verschiedenen christlichen Ausprägungen gab, wurde festgelegt, dass eine muslimische Familie die Schlüssel für die Kirche bekommt und jeden Abend und Morgen die Kirche auf- und zuschließt. Golghata ist der Ort wo Jesus gekreuzigt wurde, dort liegt auch sein Grab, das Grab jedoch ist leer, da er bekanntlich nach drei Tagen wieder auferstanden ist. Es befindet sich ebenfalls dort der Salbungsstein, auf dem Jesus nach seinem Tod gesalbt wurde. Nach den Erzählungen legte man die Leiche von Jesus auf den Salbungsstein, man reibte ihn mit Olivenöl ein und nachher hat man ihn dann in ein weißes Tuch gewickelt und anschließend begraben.
Mitten in der Kirche befindet sich auch eine Statue die aussieht wie ein Bauchnabel, dies soll darstellen, dass Jerusalem das Zentrum der Welt ist. Im armenischen Teil der Kirche befindet sich ein Mosaik auf dem Boden, um den Völkermord der Türken an den Armeniern zu gedenken. Dabei kamen geschätzt 1,5 Millionen Menschen ums Leben. Der armenische Teil der Grabeskirche war außerdem mit sehr vielen Abbildungen beschmückt. Ergänzend zu den Abbildungen waren auch verschiedene Schriften auf armenisch zu lesen. Auf der Decke sieht man eine Abbildung von Jesus, wo er die Welt auf den Händen trägt. Abgeschlossen haben wir die begleitete Tour mit der Klagemauer. Dort konnten wir selbst unsere Wünsche auf einen Zettel schreiben und diese in die Wand stecken. Nach den Erzählungen gehen diese Wünsche bald in Erfüllung. An der Klagemauer beten die Juden zu Gott, wobei die Männer auf der linken und die Frauen auf der rechten Seite aus der Thora lasen und beteten. Nachdem wir noch einige Zeit zur freien Verfügung hatten, haben wir uns auf den Weg nach Tel Aviv gemacht, wo wir gemeinsam zu Abend aßen.

Verfasst von Asya, Beyza, Nilhan und Sümeyra

Jugendgruppe besucht Akko
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Tag 7:
Am unserem letzten Tag sind wir nach dem Frühstück um 8:45 nach Jaffa aufgebrochen.
Es handelt sich hier um die Altstadt von Tel Aviv, die durch ihren Hafen bekannt geworden ist. Außerdem wurde die Stadt Jaffa in der Bibel erwähnt. Es wurden damals viele Orangen transportiert, welche den Namen Jaffa Orangen trugen, daher wurde die Hafenstadt bekannt.
Auf dem Weg zur Hafenstadt wurde uns im Bus von Shlomit erklärt, dass unser Sonntag deren Samstag ist. Sprich: Samstage sind die Ruhetage bei den Juden, auf den Straßen fahren weniger Autos und die Geschäfte bleiben geschlossen.
In Jaffa leben sowohl Juden als auch Araber gemeinsam. Wir fuhren am Fluss Hayarkol entlang, welcher der einzige Fluss in Tel Aviv ist. Auf der Fahrt haben wir die verschieden Botschaften, die es in Tel Aviv gibt, gesehen wie z.B. die schweizerische Botschaft oder die türkische. Es befinden sich alle Botschaften in Tel Aviv außer die Amerikanische, die befindet sich seit der Präsidentschaft von Trump in Jerusalem.
Angekommen in Jaffa gingen wir zum Uhrenturm, der 1903 von dem Sultan Abdel Hamid mit seinen 30 Jahren gebaut wurde. Es gibt ein Uhrenturm in jeder Stadt, die wir besucht haben wie Akko, Jerusalem und Tel Aviv. Als nächstes gingen wir zum damaligen Stadttor, das Jerusalem Tor welcher benutzt wurde Um von Tel Aviv nach Jerusalem zu kommen. In Jerusalem befindet sich ebenfalls so ein Tor um nach Tel Aviv zu gelangen, das Jaffator.
Die griechische Mythologie besagt, dass es einen König namens Kapeos gab und eine Frau Zeoper sich als schönste Frau ausgegeben hat. Als die Meerjungfrauen dies herausgefunden hatten, waren sie eifersüchtig und haben sich anschließend bei Poseidon, dem Meeresgott, beklagt.
Daraufhin hat Poseidon ein Monster geschickt, das die ganze Stadt Jaffa mit Wasser überschwemmte. Die Bevölkerung litt darunter und ist zu Poseidon gegangen, um ihm zu bitten, ihnen zu helfen und etwas zu tun. Poseidon hörte auf sie und ist zum Orakel gegangen und seine Antwort war, dass er seine Tochter Tamaida opfern muss. Da dies wie der einzige Ausweg aussah hatte er das vor, er fesselte seine Tochter an Steinen. Doch danach kam ein Prinz, hat Tamaida gesehen und hat sich in sie verliebt. Ihretwegen tötete er das Monster und Tamaida wurde freigelassen. Die Legende besagt, dass sie bis heute noch zusammen leben.
Zunächst haben wir eine Katholische Kirche der Franziskaner besucht. Die Kirche heißt St. Petrus. In der Kirche war ein Gemälde, welches die Geschichte von Petrus erzählt.
Dann sind wir über eine Brücke gegangen, auf der alle Sternzeichen symbolisch dargestellt worden sind.
Wenn man die Hand auf das eigene Sternzeichen liegt und sich dabei etwas wünscht, geht der Wunsch in Erfüllung.
Auf dem weiteren Weg durch die Altstadt sind wir an einem Orangenbaum vorbeigelaufen. Dieser Baum schwebt an drei Stahlseilen. Die Wurzel des Baumes war eine rundförmige Kugel. Der Künstler Ran Morin kritisiert mit diesem Kunstwerk aus dem Jahre 1993, dass sich die Menschheit von der Natur trennt bzw. sie zerstört mit Häusern etc.
Zum Schluss des Rundganges kamen wir am Uri Geller vorbei. Anschließend gingen wir über die Strandpromenade und gingen in ein Strand Bistro zum Mittagessen.
Dann begann unser Sport Programm:
Baden im Meer, Fußball, Volleyball, Spaziergänge, Gym Geräte , Rennband.

Verfasst von Mira Abou-Soueid und Eftelya Eysan Tas


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Tag 8:

Um 3.45 Uhr haben wir uns in der Lobby der Herberge getroffen. Auf einige mussten wir wie so oft warten, die aber bald auftauchten, so dass wir um 3.57 Uhr von der Jugendherberge aus mit dem Bus losfahren konnten. Wir alle waren noch sehr müde vom frühen Aufstehen. Nach der Fahrt sind wir zum ersten Check in gelaufen. Jeder von uns musste dieselben Fragen beantworten:
 
1. Sind Sie die Person auf dem Pass?
2. Waren sie die ganze Zeit bei der Gruppe?
3. Haben sie von irgendjemandem Geschenke bekommen?
 
Nach den Fragen konnten wir weitergehen. Beim Security Check wurden wir in 2 Gruppen aufgeteilt. Die erste Gruppe wurde sehr streng kontrolliert, die zweite hatte ein normalen Check. Viele aus der ersten Gruppe wurden am ganzen Körper kontrolliert und mussten sich ein wenig ausziehen. Als alle fertig waren, haben wir uns aufgeteilt und etwas zum Essen gekauft. Danach haben wir uns beim Gate getroffen und dort auf das Flugzeug der Lufthansa gewartet. Nach 4 Stunden und 30 Minuten sind wir in Frankfurt gelandet. Bei der der Gepäckausgabe hat es etwas gedauert, weil ein Koffer von unserer Gruppe nicht dabei war. Gegen 13.00 Uhr sind wir in den Bus eingestiegen, wo auch fast alle gleich eingeschlafen sind, erschöpft vom ganzen Reisen und Warten. Nach etwa 3 Stunden Fahrt sind wir um 16.05 Uhr bei 9 Grad und leichtem Nieselregen in Recklinghausen angekommen, wo die Eltern der Jugendlichen bereits gewartet haben. Nach einer kurzen Begrüßung und Verabschiedung ist jeder nach Hause gefahren.

Das war unsere Israel-Fahrt 2022 - vielen Dank fürs Lesen.

Verfasst von Kadir Kurubas

Veranstaltungskalender

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Für Bürger*innen gibt es Möglichkeiten, sich an Bebauungsplänen und Änderungen zum Flächennutzungsplan zu beteiligen.
Elternbroschüre

Elternbroschüre
Die Elternbroschüre zu Fragen der Kita-Eingewöhnung für unter Dreijährige finden Sie hier.

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Der Wegweiser für alle Familien mit kleinen Kindern - von der Geburt bis zum Schuleintritt. Ab sofort gibt es das Angebot online in dem neuen Portal der Bundesinitiative Frühe Hilfen. Mehr

Schul- und Ausbildungswegweiser
Wegweiser Ausschnitt
Im Schul- und Ausbildungswegweiser gibt es Informationen zum Bildungsangebot in Recklinghausen. Der Wegweiser soll die Wahl einer weiterführenden Schule erleichtern und dabei helfen, Perspektiven nach der Schulzeit zu entwickeln. Mehr
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Informationen zum aktuellen Stand der Betreuungsangebote für Kinder in Recklinghausen finden Sie im Bedarfsplan der Stadt zu Kindertageseinrichtungen. Mehr