
Mit der neuen Elektronischen Wohnsitzanmeldung (eWA) kann der persönliche Besuch im Bürgerbüro entfallen – Wartezeit ebenfalls. Der Service ist rund um die Uhr verfügbar und kostenlos.
Die eWA ist ein länderübergreifendes Digitalisierungsprojekt der Senatskanzlei Hamburg, das im Rahmen des Onlinezugangsgesetzes (OZG) gemeinsam mit dem Bundesministerium des Innern und für Heimat (BMI) nach dem „Einer-für-Alle-Prinzip“ umgesetzt wird. Recklinghausen gehört nun zu den Städten, die diesen modernen Service anbieten.
Über den datenschutzsicheren Online-Dienst können Anmeldungen in eine neue Haupt- oder alleinige Wohnung vorgenommen werden. Anmeldungen aus dem Ausland sowie Anmeldungen in eine Nebenwohnung sind aktuell nicht möglich.
Ein besonderer Vorteil: Die Adressdaten werden direkt auf dem Chip des Ausweisdokuments aktualisiert. Zusätzlich kann eine elektronische Meldebestätigung heruntergeladen werden. Notwendige Adressaufkleber für Ausweisdokumente versendet im Anschluss die Bundesdruckerei.
Auch Familien profitieren vom neuen Angebot: Wenn Familienmitglieder bereits im Melderegister miteinander verknüpft sind und gemeinsam umziehen – etwa Ehepaare, eingetragene Lebenspartnerschaften und ihre minderjährigen Kinder – können sie sich gemeinsam digital ummelden.
Für die elektronische Wohnsitzanmeldung benötigen Bürger*innen:
Für Inhaber*innen eines elektronischen Aufenthaltstitels mit Online-Ausweisfunktion steht die eWA derzeit noch nicht zur Verfügung. Eine Umsetzung für diesen Personenkreis ist jedoch in Arbeit.
Wichtig bleibt weiterhin die gesetzliche Zwei-Wochen-Frist zur An- beziehungsweise Ummeldung. Sie beginnt mit dem tatsächlichen Einzug – nicht mit dem Datum des Mietvertrags.
Die elektronische Wohnsitzanmeldung ist ausschließlich über https://wohnsitzanmeldung.gov.de/ erreichbar. Dort finden sich zudem ein Infovideo, eine Schritt-für-Schritt-Anleitung sowie ein FAQ-Bereich.
Mit der Einführung der eWA geht Recklinghausen einen weiteren Schritt in Richtung digitale Verwaltung und entlastet gleichzeitig Bürger*innen wie auch das Bürgerbüro.