
Zudem haben Ratsuchende dort mit Sozialarbeiter Markus Becker einen festen Ansprechpartner.
Die Zukunftswerkstatt ist Teil der Jugendberufsagentur Recklinghausen und soll junge Menschen beim Übergang in Ausbildung, Beruf und ein selbstbestimmtes Leben unterstützen. Das Projekt setzt gezielt dort an, wo individuelle Hürden den Einstieg in gesellschaftliche Teilhabe erschweren. Durch niedrigschwellige Beratung, individuelle Begleitung und praxisnahe Unterstützung werden persönliche Perspektiven entwickelt und konkrete Schritte zur Integration erarbeitet.
Mit der Zukunftswerkstatt wurde ein Ort für die Zusammenarbeit von Jugendamt (Jugendsozialarbeit), Jobcenter (U25-Team) und Agentur für Arbeit (Berufsberatung) geschaffen. „Sozialarbeiter Markus Becker berät dort junge Menschen und begleitet sie bei ihren nächsten Schritten auf dem Weg in ein eigenständiges Leben“, sagt Sozialdezernent Dr. Sebastian Sanders und betont die Schnittstellenfunktion der Einrichtung: „Ziel ist es, die bestehenden Unterstützungsangebote von Jugendamt, Jobcenter und Agentur für Arbeit besser miteinander zu verbinden. Damit wollen wir Wege verkürzen und sicherstellen, dass junge Menschen die Unterstützung bekommen, die sie benötigen.“
Die Zukunftswerkstatt wird durch das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend und durch die Europäische Union über den Europäischen Sozialfonds Plus (ESF Plus) gefördert. Die neue Anlaufstelle ist niedrigschwellig angelegt und bietet jungen Menschen Beratung und Begleitung, wenn verschiedene Unterstützungsangebote und Zuständigkeiten zusammenkommen. Dafür steht an der Jugendwerkstatt Quellberg ein eigener Raum mit separatem Zugang zur Verfügung. Die Räumlichkeit kann von den drei beteiligten Rechtskreisen – Jugendamt, Jobcenter und Agentur für Arbeit – genutzt werden. Damit wird die rechtskreisübergreifende Zusammenarbeit der Jugendberufsagentur um einen festen Ort erweitert.
Die Eröffnung der Zukunftswerkstatt ist ein weiterer konkreter Baustein in der Entwicklung der Jugendberufsagentur Recklinghausen. Die gemeinsame Zusammenarbeit begann 2021. Ein Jahr später wurde die Kooperation mit der Unterzeichnung einer gemeinsamen Vereinbarung formalisiert. Seit 2023 gibt es gemeinsame Beratungsangebote und Aktionen, darunter beispielsweise den Pop-up-Store im Palais Vest. Mit dem Start des Projekts JUST BEST und der Eröffnung der Zukunftswerkstatt wird die Zusammenarbeit 2026 erneut ausgebaut. Die unterschiedlichen Kompetenzen von Jugendamt, Jobcenter und Agentur für Arbeit sollen noch stärker gebündelt und unmittelbar für junge Menschen nutzbar gemacht werden.
„Die Zukunftswerkstatt steht damit für einen Ansatz, bei dem Unterstützung nicht an Zuständigkeitsgrenzen endet. Junge Menschen sollen einen möglichst einfachen Zugang zu den für sie passenden Angeboten erhalten“, sagt Sozialdezernent Dr. Sanders.
Kontakt zur Zukunftswerkstatt: Markus Becker, E-Mail an Jugendberufsagentur@recklinghausen.de, Tel. 02361/65-1481
Fotorechte: Stadt RE