
Die roten Sessel im Großen Saal sind unter weißen Schutzhüllen staubsicher verpackt. Die Vorfreude steigt beim Team des Vestischen Cultur- und Congress Zentrums (VCC) und der Ruhrfestspiele-Crew, denn die moderne Bühnentechnik schafft neue Möglichkeiten für künftige Theater-Produktionen.
Seit vergangenem Sommer läuft die Komplettsanierung der Obermaschinerie, dem Herzstück der Bühnentechnik. Ebenfalls erneuert werden die Sanitäranlagen im Hinterhaus. Beides war überfällig. 1965 war das Ruhrfestspielhaus eingeweiht worden. In den 90er-Jahren erfolgten aufwändige Umbauten zu einer Kongress- und Tagungsstätte. Aber die alternde Bühnentechnik wurde zum Problem, das bald behoben ist. Wo früher Bühnenelemente mit viel Muskelkraft bewegt werden mussten, kommen künftig leistungsstarke Motoren zum Einsatz. 18 Millionen Euro werden investiert, inklusive 7,7 Millionen Euro Fördergeld. Geld, das gut angelegt ist, denn es sichert die Zukunft der Heimstätte der Ruhrfestspiele.
Während der diesjährigen Ruhrfestspiele (1. Mai bis 13. Juni) wird der Große Saal noch nicht zur Verfügung stehen. Große Spiele gibt es trotzdem – unter anderem im Kleinen Haus im Ruhrfestspielhaus, in einem neuen, großen Festspielzelt im Stadtgarten, im Theater Marl, in der Halle König Ludwig 1/2 und in der Christuskirche. „Die Ruhrfestspiele 2026 werden hier und da anders aussehen, aber sie bleiben stark und vielfältig. Wir laden unser Publikum ein, Neues zu entdecken und die Vielfalt der Kunst zu feiern“, sagt Intendant Olaf Kröck. Das Ruhrfestspielprogramm wird am 3. März veröffentlicht, Vorverkaufsstart ist am 7. März.
Foto: So sieht es aktuell auf der Bühne des Ruhrfestspielhauses aus. Foto: VCC