Geboren in Köln studierte Hamm in Marburg, Leipzig und Straßburg Rechts- und Staatswissenschaften. Im Januar 1901 bestand er das 1. Staatsexamen; von Oktober 1901 bis Oktober 1902 diente er als Einjährig-Freiwilliger beim Bergischen Feld-Artillerie-Regiment Nr. 59 in Köln-Riehl. Die anschließenden vier Jahre war Hamm als Gerichtsassessor beim Amtsgericht Köln tätig und absolvierte im November 1906 die 2. Juristische Staatsprüfung. Von Mai 1907 bis Mai 1909 folgte eine Anstellung bei der Verwaltung des Rheinischen Provinziallandtages in Düsseldorf im Bereich Armenwesen sowie Kranken- und Wohltätigkeitanstalten.
Von Mai 1909 bis März 1910 wechselte Hamm als „Hilfsrichter“ an das Amts- bzw. Landgericht Düsseldorf. Am 8. März 1910 wurde Hamm für eine zwölfjährige Amtsperiode zum besoldeten Beigeordneten der Stadt Recklinghausen gewählt. Zu seinem Dezernat zählten Steuerverwaltung und Polizeiangelegenheiten. In kriegsbedingter Abwesenheit wurde Hamm, dem das Eiserne Kreuz verliehen wurde, für den im Dezember 1914 verstorbenen Theodor Dirichs im Januar 1915 zum Zweiten Bürgermeister gewählt (Amtseinführung im September 1915). Demobilisierung und Rückkehr nach Recklinghausen geschahen Anfang Dezember 1918.
Am 27. Juni 1919 wurde Hamm für zwölf Jahre zum Ersten Bürgermeister der kreisfreien Stadt Recklinghausen gewählt (Amtseinführung im September 1919; Verleihung des Titels Oberbürgermeister am 8. September 1920). In seine Amtszeit fallen die Unruhen nach Kriegsende 1918, der Ruhrkampf, die Inflation, die französisch-belgische Ruhrbesetzung und die Weltwirtschaftskrise. Hamm war von 1903 bis 1931 Mitglied der Zentrumspartei, nach seiner Pensionierung im Herbst 1931 wechselte er zur DNVP. Ferner war er von 1919 bis 1931 Mitglied des Westfälischen Provinziallandtages (von März 1921 bis September 1931 Vorsitzender), Mitglied des Preußischen und Westfälischen Städtetages und der Versammlung des Ruhrkohlensiedlungsverbandes.
Die beiden letzten Amtsjahre Hamms sahen erhebliche wirtschaftliche, soziale und finanzielle Verschlechterungen der städtischen Verhältnisse. Im kommunalpolitischen Streit um die Reduzierung von Gehältern leitender Kommunalbeamten per Not- und Sparverordnung des Reichspräsidenten bzw. des Preußischen Staatsministeriums sah sich Hamm ab Dezember 1930 mit lautstark erhobenen Vorwürfen wegen überhöhter Besoldungsbezüge und unzulässiger Inanspruchnahme von Aufwandsentschädigungen, Ortszuschlägen, Vergütungen und geldwerten Leistungen konfrontiert. Im September 1931 tat er seine Absicht kund, wegen gravierender gesundheitlicher Beeinträchtigungen (Dienstunfähigkeit) auf die Wiederwahl zur zweiten Amtsperiode zu verzichten. Nach Versetzung in den Ruhestand im Oktober 1931 verzog Hamm noch im November des Jahres nach Köln und praktizierte dort ab Januar 1932 als Rechtsanwalt. Hamm starb am 12. Dezember 1944 in Beiert.