Geboren in Herchen (Rhein-Siegkreis) absolvierte Heuser ein Jura-Studium. Von Juni 1892 bis August 1893 war er als Assessor am Amtsgericht Siegburg tätig, von wo aus er im Juli 1893 zum Beigeordneten der Stadt Bonn (zuständig u.a. für Armenverwaltung und Baupolizei) gewählt, im September 1899 dort auch zum Ersten Beigeordneten ernannt wurde. Mit Wahl zum Ersten Bürgermeister am 5. August 1904 wechselte Heuser von Bonn nach Recklinghausen.1907 wurde Heuser zum Oberbürgermeister ernannt mit der Berechtigung, eine Goldene Amtskette zu tragen, die zur Einweihung des neuen Rathauses am Erlbruch im Oktober 1908 erstmalig in Erscheinung trat.
Recklinghausen wies von 1904 (43.000 Einwohner) bis 1914 (knapp 60.000) – mit hohem Anteil polnischstämmiger Bergarbeiterfamilien – einen weiterhin starken Bevölkerungsanstieg auf, der sich erst kurz vor dem Ersten Weltkrieg abschwächte. Die Verdichtung der Infrastruktur zeigte sich in intensiver öffentlicher Bautätigkeit, insbesondere im Straßenbau (einschließlich Bürgersteige und Straßenbeleuchtung), der Errichtung zahlreicher Schulgebäude (Volksschulen, Erweiterungsbau für das Gymnasium Petrinum, Bau der Oberrealschule), in der Inbetriebnahme des neuen zentralen Feuerwehrdepots, ebenso in kontinuierlicher Erweiterung der Netzwerke von Straßenbahn, Gas, Elektrizität und Wasser.
Die 1905 eröffnete Eisenbahnverbindung Hamm–Osterfeld bescherte Recklinghausen eine neue West-Ost-Verbindung, neue Arbeitsplätze entstanden ebenfalls ab 1905 im großen Eisenbahnausbesserungswerk Hillerheide. 1908 nahm das historistische Rathaus am neuen Wallring seinen Betrieb auf. Im Februar 1916 trat Heuser durch einstimmige Wiederwahl in seine zweite Amtszeit ein, die von Krisen an der ‚Heimatfront‘, Kriegsende und politischen Unruhen und Umbrüchen gekennzeichnet war: Die zweite Kriegshälfte war auch in Recklinghausen durch verschärfte Versorgungs- und Ernährungsengpässe, steigende Frauenarbeit (auch auf den Zechen), Arbeitskräftemangel, soziale Spannungen, stark wachsende kommunale Ausgaben im Bereich Fürsorge und Hinterbliebenenversorgung, im Herbst 1918 schließlich durch die Spanische Grippe mit hunderten Toten geprägt. Ab dem 9. November 1918 traten ein auch mit hoheitlichen Aufgaben versehener Arbeiter- und Soldatenrat an die Seite des Oberbürgermeisters, des Magistrates und der Stadtverwaltung, der mit verschiedenen Ausschüssen in bestehende Verwaltungsstrukturen, insbesondere betr. öffentliche Sicherheit und Ordnung sowie die Versorgung der Bevölkerung eingriff.
Im Februar 1919 begründete Heuser, der nach Kriegsende der DVP angehörte, sein Gesuch um vorzeitige Dienstentlassung mit gesundheitlichen Problemen und dem Verweis auf vorherrschende innenpolitische Zustände. Mit Wirkung zum 15. Juni 1919 erfolgte die Pensionierung; Heuser verzog im November 1919 nach Wiesbaden.