Erfahrungsberichte Verwaltungswirt

Hier berichten Auszubildende - Volkswirte (Stadtsekretäranwärter) - in unterschiedlichen Ausbildungsjahren - von ihren Erfahrungen bei der Stadtverwaltung Recklinghausen.


Erfahrungsbericht von Lisa P. (Stadtsekretäranwärterin, 2. Ausbildungsjahr)
Erfahrungsbericht von Christian S. (Stadtsekretäranwärter im 2. Ausbildungsjahr)

 

Erfahrungsbericht von Lisa P. (Stadtsekretäranwärterin, 2. Ausbildungsjahr)

Seit dem 1. August 2009 mache ich eine Ausbildung zur Stadtsekretäranwärterin bei der Stadt Recklinghausen. In dieser Zeit habe ich viele neue Erfahrungen gesammelt.


Fünf Fachbereiche
Während der Ausbildung durchläuft man insgesamt fünf verschiedene Fachbereiche. In jedem Fachbereich ist man für etwa fünf Monate eingesetzt. Ich bin nun in meinem dritten Fachbereich angekommen. Begonnen habe ich im Fachbereich "Soziales und Wohnen". Dort arbeitete ich direkt vom ersten Tag an mit "Publikum", sodass sich die Arbeit als sehr abwechslungsreich gestaltete, denn sie teilte sich für mich auf in die Aktenbearbeitung, Publikumsverkehr und das Erlernen und Anwenden der entsprechenden Gesetze.

Meinen zweiten Ausbildungsabschnitt verbrachte ich bei einer Tochtergesellschaft der Stadt Recklinghausen. Dabei ging es in erster Linie um den Verkauf von neu erschlossenen Baugrundstücken. Meine Aufgaben waren es unter anderem Interessenten zu kontaktieren, Besprechungen vorzubereiten oder auch Informationsmaterial zu versenden. Diese Arbeiten waren gegensätzlich zu denen aus meinem ersten Ausbildungsabschnitt, da die mir dort übertragenen Aufgaben nichts mit Gesetzen, mit Antragstellungen oder Aktenbearbeitung zu tun hatten. Es handelte sich hier um ein neues Projekt der Stadt.

Nun verbringe ich schon einige Monate im Fachbereich "Schule und Sport". Genauer gesagt, in der Rechnungsstelle. Der Unterschied zu den anderen Fachbereichen liegt überwiegend beim Publikumsverkehr, diesen gibt es dort gar nicht. Die meiste Zeit verbringe ich damit, eingehende Rechnungen zu bearbeiten.


Fazit
Abschließend ist zu sagen, dass ich in allen Fachbereichen sehr nett aufgenommen wurde und von Anfang an als Teil des Teams akzeptiert wurde. Alle Kolleginnen und Kollegen waren sehr hilfsbereit und es herrschte meistens eine lockere Arbeitsatmosphäre. Auch der Kontakt zu den anderen Azubis wird z.B. durch die JAV (Jugend- und Auszubildendenvertretung) gepflegt. Die JAV organisiert zwischendurch Seminare, bei denen wir uns wiedersehen und austauschen können und auch Grillabende finden statt.

Die Auszubildenden, die die gleiche Ausbildung machen wie ich, sehe ich außerdem zwei bis drei mal in der Woche in der Schule. Diese findet parallel zu den praktischen Abschnitten statt. Insgesamt kann ich sagen, dass sich die Arbeit bei der Stadt Recklinghausen sehr abwechslungsreich gestaltet, ich schon viel gelernt habe und viele nette Menschen kennen gelernt habe.

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Erfahrungsbericht von Christian S. (Stadtsekretäranwärter im 2. Ausbildungsjahr)
Seit dem 1. August 2009 bin ich Stadtsekretäranwärter bei der Stadt Recklinghausen.

Nach dem Abitur war mir klar, dass ich früher oder später gerne einem „Bürojob“ nachgehen möchte. Und dieser bietet sich im öffentlichen Dienst hervorragend an, denn heutzutage ist die Jobsicherheit für mich eines der wichtigsten Kriterien bei der Berufswahl. Außerdem absolvierte ich bereits meine beiden Schulpraktika bei der Stadt Recklinghausen und erhielt dort schon einen Einblick in das Leben einer Kommunalverwaltung.

Stadtsekretäre sind Beamte des mittleren nichttechnischen Dienst. Der mittlere nichttechnische Dienst erledigt ähnliche Aufgaben wie Verwaltungsfachangestellte. Dazu zählt unter anderem die Fallbearbeitung, Bescheiderteilung und der Umgang mit dem Bürger. Die Ausbildung dauert zwei Jahre. In diesen zwei Jahren durchläuft man insgesamt fünf Fachbereiche. Es wird darauf geachtet, dass man in möglichst unterschiedlichen Fachbereichen eingesetzt wird. Dies soll einen transparenten Überblick ermöglichen, aber auch  persönliche Präferenzen erkennen lassen.

Manchen gefällt es in publikumsintensiven Fachbereichen besser (zum Beispiel Ausländeramt, Jugendamt), anderen eher in weniger publikumsintensiven Fachbereichen (zum Beispiel Gebäudewirtschaft, Stadtkasse). Zudem besitzt jeder Fachbereich einen Ausbilder, der für die Auszubildenden zuständig und bei Fragen der erste Ansprechpartner ist. Aber nicht nur der Ausbilder unterstützt die Auszubildenden wo er kann. Die anderen Kollegen sind ebenso hilfsbereit. Auch die Ausbildungsleiterinnen, Frau Besand und Frau Strauss, haben immer ein offenes Ohr für ihre Schützlinge.


Einführungswoche und neue Freundschaften
Zu Beginn der Ausbildung wird eine Einführungswoche veranstaltet. Alle neuen Auszubildenden lernen sich währenddessen besser kennen. Auf Anhieb habe ich mich mit den anderen zwei Stadtsekretäranwärtern verstanden. Aber ich konnte auch Kontakte zu Auszubildenden knüpfen, die eine andere Ausbildung als ich absolvieren. Somit ist es möglich, Erfahrungen untereinander auszutauschen und andere Berufsbilder näher kennen zu lernen. Auch privat haben wir uns schon zu dem ein oder anderen Grillabend getroffen. Ich habe also die Erfahrung machen können, dass das Klima zwischen den Auszubildenden wirklich klasse ist, was ich sehr begrüße. Außerdem erhält man während der Einführungswoche Informationen und mehr rund um die Ausbildung und die Stadtverwaltung. Diese Einführungsveranstaltung halte ich für sehr gelungen und hat mir einen guten Start in die Berufswelt ermöglicht.

Unterricht
Blockunterricht ist in dieser Ausbildung nicht vorgesehen. Stattdessen besuche ich zwei bis drei mal in der Woche das Studieninstitut Emscher-Lippe in Dorsten. Die übrigen Tage verbringe ich in meinem Fachbereich. Somit lässt sich Theorie mit Praxis bestens verbinden. Der Wechsel zwischen zwei und drei Tagen Unterricht lässt sich dadurch erklären, dass in der doch recht kurzen Zeit viele komplexe Rechtsfächer unterrichtet werden. Mittlerweile habe ich zwei Fachbereiche durchlaufen und bin momentan im Fachbereich 18, Gebäudewirtschaft, eingesetzt.


Stadtentwicklungsgesellschaft Recklinghausen
Mein erster Fachbereich zu Beginn war die Stadtentwicklungsgesellschaft Recklinghausen (SER), eine Tochtergesellschaft der Stadt Recklinghausen. Sie entwickelt die ehemaligen Preston Barracks zu einem Wohn-, Freizeit-, und Sportgebiet: die „Maybacher Heide.“ Da die SER die erschlossene Fläche auch selbst an Bauherren vermarktet, gehört sie eher zu den publikumsintensiveren Bereichen. Folglich hatte ich auch viel mit Kundschaft zu tun. Telefonate mit Interessenten oder Firmen gehörten für mich zum täglich Brot. Ebenso das Verschicken von Informationsmaterialen und das Anlegen von Interessentenakten. Ich wurde komplett in das Team integriert und hatte nie das Gefühl, „nur“ Auszubildender zu sein.


Fachbereich Jugend
Der Fachbereich Jugend war danach für ebenfalls fünf Monate mein neuer Arbeitsplatz. Um genau zu sein war ich dort der Unterhaltsvorschusskasse zugeteilt. Die Unterhaltsvorschusskasse unterstützt alleinerziehende Elternteile, sollte der Unterhaltspflichtige seinen Zahlungen nicht nachkommen. Wie ihr also sehen könnt, behandelt dieser Fachbereich ein ganz anderes Gebiet.


Fachbereich Gebäudewirtschaft
Zur Zeit bin ich, wie oben bereits erwähnt, dem Fachbereich Gebäudewirtschaft zugeteilt. Dieser Fachbereich arbeitet weniger mit Publikum zusammen. Allerdings trifft man hier neben dem Aspekt der Gebäudeunterhaltung, Um- sowie Neubautenplanung und neben dem Kontakt mit Architekten und Bauleitern, auf Zahlen, Konten und verschiedene Kostenarten. Ich bin überrascht, wie viele unterrichtete Fächer hier Anwendung finden. Auszubildende, die gerne mit Zahlen „hantieren“, kommen definitiv auf ihre Kosten.

All diese unterschiedlichen (Fach-)Bereiche spiegeln die facettenreichen Aufgaben dieser Ausbildung wider.


Fazit
Zusammenfassend bleibt zu sagen, dass die Ausbildung zum Stadtsekretäranwärter sehr abwechslungsreich ist. Man lernt sehr viele Bereiche und Aufgaben der Kommunalverwaltung kennen und das Arbeitsklima ist durchweg positiv.

Man sagt ja so schön, dass Lehrjahre keine Herrenjahre sind. Doch muss diese Redewendung auf jede Ausbildung zutreffen? Ich bin mir nicht sicher.

 

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