
Gleichzeitig bittet die Stadt Recklinghausen alle Bürger*innen, den Jahreswechsel mit Rücksicht, Verantwortung und Augenmaß zu gestalten – für die Menschen um uns herum, für Tiere und für unsere Stadt.
Was rechtlich gilt:
Das Abbrennen von Silvesterfeuerwerk ist bundesrechtlich geregelt. Feuerwerkskörper der Kategorie F2 – das klassische Silvesterfeuerwerk – dürfen ausschließlich am 31. Dezember und am 1. Januar gezündet werden.
Ein generelles Feuerwerksverbot für das gesamte Stadtgebiet ist rechtlich nicht zulässig. Solche Verbote sind nur in klar abgegrenzten Bereichen möglich, wenn besondere örtliche Gefahren vorliegen. Eine solche Gefahrenlage kann für Recklinghausen derzeit nicht begründet werden.
„Ohne rechtlich zulässige Begründung können wir keine Böllerverbotszonen einrichten. Hier sind wir an die rechtlichen Vorgaben von Bund und Land gebunden“, erklärt die Erste Beigeordnete Silke Ehrbar-Wulfen.
Unabhängig davon ist das Abbrennen von Feuerwerk bereits heute in der Nähe von Kirchen, Krankenhäusern, Kinder- und Seniorenheimen sowie besonders brandempfindlichen Gebäuden untersagt.
Was der Stadt wichtig ist:
Rechtlich erlaubt heißt nicht automatisch rücksichtslos. Feuerwerk kann Freude bereiten – aber es kann auch Angst auslösen, Menschen erschrecken, Tiere in Panik versetzen und Nachbarschaften belasten.
„Zuletzt haben mich viele Menschen nach dem rücksichtslosen Böllern selbst zu Halloween auf ihre Sorgen und Ängste angesprochen. Ich bedaure sehr, dass Bund und Land, die uns ansonsten gerne mit neuen Gesetzen finanzielle Lasten aufbürden, hier alleine lassen“, erklärt Bürgermeister Axel Tschersich. „Es gilt auch hier: Wenn wir uns alle gut verhalten und Einzelne, die Regeln verletzen, darauf ansprechen, vermeiden wir spätere Verbote, unter denen dann alle leiden.“
Die Stadt Recklinghausen appelliert daher eindringlich:
Nehmen Sie Rücksicht auf Ihre Nachbar*innen– besonders auf Kinder, ältere Menschen und Menschen mit Einschränkungen.
Denken Sie an Tiere: an Haustiere, an Wildtiere und an all jene, für die der Jahreswechsel mit großem Stress verbunden ist.
Zünden Sie Feuerwerk nur dort, wo keine Gefahr für andere besteht.
Hinterlassen Sie Straßen, Plätze und Grünflächen so, wie Sie sie selbst vorfinden möchten.
Und: Passen Sie bitte auch auf sich selbst gut auf, wenn Sie Feuerwerkskörper zünden.
„Silvester ist ein gemeinsamer Moment. Wie wir ihn gestalten, sagt viel darüber aus, wie wir miteinander leben wollen. Rücksicht ist kein Verzicht – sie ist Ausdruck von Respekt und Zusammenhalt“, appelliert der Bürgermeister.
Die Stadt Recklinghausen setzt bewusst auf Verantwortung statt Verbote. Sie vertraut darauf, dass die Menschen in dieser Stadt den Jahreswechsel so begehen, dass Freude, Sicherheit und Mitmenschlichkeit miteinander vereinbar bleiben.
In diesem Sinne wünscht die Stadt Recklinghausen allen Bürger*innen einen friedlichen, sicheren und hoffnungsvollen Start in das neue Jahr.