
In dieser Woche tagte die Kommission erstmals nach der Kommunalwahl im September in neuer Besetzung im Rathaus.
„Mit unserer Arbeit versuchen wir, Aspekte von Barrierefreiheit aus unterschiedlichen Perspektiven zu betrachten – je nach Art der Behinderung“, erklärt Barbara Ehnert, Referentin für Behindertenangelegenheiten. „Die Mitglieder sind quasi Profis in eigener Sache und bringen ihr geballtes Wissen ein.“
In Recklinghausen leben mehr als 10.000 Bürger*innen mit einem anerkannten Grad der Behinderung von mindestens 50 Prozent. Für sie bildet die Ratskommission seit Jahren eine zentrale Stimme und setzt sich für konkrete Verbesserungen im Alltag ein.
Der Ursprung dieser engagierten Arbeit reicht fast dreißig Jahre zurück: 1997 gab ein Besuch einer Delegation aus der niederländischen Partnerstadt Dordrecht den entscheidenden Impuls, eine feste Behindertenvertretung in Recklinghausen zu etablieren. Am 26. Oktober 2000 nahm schließlich die Ratskommission für Menschen mit Behinderung offiziell ihre Arbeit auf.
Seither orientieren sich ihre Aktivitäten an den vom Rat der Stadt verabschiedeten Leitlinien „Behindertenfreundliche Stadt Recklinghausen“. Ihr Ziel: Bedingungen zu schaffen, die eine gleichberechtigte Teilhabe aller Menschen ermöglichen – im öffentlichen Raum ebenso wie im sozialen und kulturellen Miteinander.
Pressefoto: In neuer Besetzung setzt die Ratskommission für Menschen mit Behinderung ihre wichtige Arbeit fort und bleibt ein unverzichtbarer Motor für Inklusion und Barrierefreiheit in Recklinghausen. Foto: Stadt RE