
Die Lesung war eine gemeinsame politische Bildungsveranstaltung der Volkshochschule und der Stadtbibliothek.
Am 20. Juli 1944 setzte Claus Graf von Stauffenberg ein Zeichen, das die Welt veränderte. An diesem Tag versuchte er, Hitler zu töten. Hunderte mutige Menschen aus dem Militär, Zivilleben, der Politik und Kirche gaben ihr Leben für diesen einen Tag. Hitler nahm damals blutige Rache. Zweihundert Widerstandskämpfer ließ er grausam ermorden. Ihre Kinder wurden den Eltern entrissen: Sie sind die letzten Stimmen des Widerstands. Der Spiegel-Bestsellerautor Tim Pröse hat diese Töchter und Söhne besucht, begleitet und in seinem Buch „Wir Kinder des 20. Juli“ eindringlich porträtiert.
Auf Einladung der Volkshochschule und der Stadtbibliothek Recklinghausen war Tim Pröse zu einer Schullesung zu Gast in Recklinghausen. 330 Schüler*innen der Jahrgänge neun und zehn von weiterführenden Schulen der Stadt verfolgten gemeinsam mit ihren Fachlehrer*innen und Schuldezernent Dr. Sebastian Sanders im Bürgerhaus Süd aufmerksam und tief beeindruckt die Geschichten über die Töchter und Söhne des Widerstands gegen Hitler.
Anschließend kamen die Schüler*innen mit dem Autor ins Gespräch und stellten berührende Fragen. „Ihre Väter gaben ihr Leben für ein menschliches und freies Deutschland. Die Nachfahren der Mutigen rufen zum Schutz unserer Demokratie auf: Wir müssen ihren Feinden in unserem Land und europaweit die Stirn bieten. Wir sollten uns alle dafür verantwortlich fühlen“, appellierte Pröse an die Schülerschaft, sich für demokratische Werte einzusetzen.