
Bürgermeister Christoph Tesche lädt alle Bürger*innen, Vereine und Verbände ein, gemeinsam den Opfern von Krieg und Gewalt zu gedenken.
„Die weiterhin andauernden Konflikte in der Ukraine und in Nahost lassen den Volkstrauertag auch in diesem Jahr in einem ganz anderen Licht erscheinen“, erklärt Tesche, der die Gäste vor dem Ehrenmal am Lohtor begrüßen wird. „Umso wichtiger ist es, dass wir gemeinsam ein Zeichen für den Frieden setzen.“
Die Gedenkansprache vor dem Ehrenmal hält in diesem Jahr der evangelische Pfarrer Dirk Schürmann. Für den musikalischen Rahmen sorgt nach erfolgreicher Premiere im vergangenen Jahr wieder der städtische Kinder- und Jugendchor. Mit Textbeiträgen sind außerdem Schüler*innen der Otto-Burrmeister-Realschule vertreten.
„Wir haben vor zwei Jahren begonnen, mit dem Programm neue Akzente zu setzen – mit dem Ziel, auch die junge Generation anzusprechen“, erklärt Tesche. „Der Volkstrauertag und unsere Veranstaltung am Lohtor sollen bewusstmachen, was Krieg tatsächlich bedeutet. Ich würde mich freuen, wenn viele Recklinghäuserinnen und Recklinghäuser durch ihre Teilnahme an der Gedenkfeier für Frieden und Versöhnung eintreten.“
Seinen Ursprung hat der Volkstrauertag im Jahre 1919. Damals wurde der Tag vom Volksbund Deutscher Kriegsgräberfürsorge (VDK) als Gedenktag für die gefallenen Soldaten des Ersten Weltkrieges vorgeschlagen. Bis heute erinnert der Volkstrauertag an die Kriegstoten sowie Opfer von Gewaltbereitschaft und Gewaltherrschaft aller Nationen.
Seit mehr als 100 Jahren setzt sich der VDK für den Erhalt und die Pflege von Gräbern der Opfer von Krieg und Gewalt ein. Auch in diesem Jahr wird der gemeinnützige Verein, der seine Arbeit zu fast Dreivierteln aus Mitgliedsbeiträgen und Spenden finanziert, im Nachgang zum Volkstrauertag im Palais Vest Bürger*innen mit der Sammeldose um Unterstützung bitten. Vorsitzender des Ortsverbandes ist Sozialdezernent Dr. Sebastian Sanders, der dann auch selbst am Samstag, 30. November, ab 11 Uhr sammeln wird.
Pressefoto: Wie hier im vergangenen Jahr werden Bürgermeister Christoph Tesche und Sozialdezernent Dr. Sebastian Sanders in seiner Funktion als Ortsverbandsvorsitzender des Volksbunds Deutsche Kriegsgräberfürsorge wieder einen Kranz am Ehrenmal niederlegen. Foto: Stadt RE