Aktuelles Recklinghausen

Das Projekt „InnovationCity Recklinghausen-Hillerheide“ wurde unlängst beendet, hinterlässt aber nicht nur im Stadtteil nachhaltige Spuren rund um das Thema „Energetische Quartierssanierung“. „Die Energetische Quartierssanierung trug als eines von fünf Leitprojekten des Integrierten Stadtteilentwicklungskonzeptes maßgeblich zur Weiterentwicklung des Stadtteils bei“, so Bürgermeister Christoph Tesche. „Besonders schön ist, dass die Bürgerinnen und Bürger im Rahmen der Energieberatung konkret mit eingebunden wurden und sich der Erfolg des Projekts dann auch beim Blick auf die Zahlen bei den Einsparungen im Bereich Energie und CO₂ widerspiegelt.“
Diese Zahlen können sich sehen lassen: 604.478 Kilowattstunden (kWh) Endenergie/Jahr wurden durch die umgesetzten Maßnahmen eingespart. Daraus resultierte eine CO₂-Einsparung von 171,4 Tonnen jährlich. Der Anteil erneuerbarer Energien wurde im Quartier deutlich gesteigert.
Die größten Effekte hatten dabei:
· Dämmmaßnahmen: über 250.000 kWh Einsparung
· Heizungsumstellungen (z. B. Gas → Wärmepumpe): über 200.000 kWh
· PV-Anlagen und Speicher: Senkung der Netzstrombezüge
Das insgesamt fünfjährige Projekt, das zuletzt von Jessica Kaschube (Projektmanagerin Stadtentwicklungsgesellschaft (SER) Recklinghausen mbH, Steffen Wüller, Projektleiter Innovation City Management (ICM) GmbH und von Jana Temiz, Klimaschutzmanagerin aus dem Referat für Klima, Umweltschutz und Nachhaltigkeit der Stadt, begleitet wurde, umfasste eine Vielzahl von Aktivitäten zur Information und Aktivierung der Quartiersbewohner*innen sowie zur konkreten Umsetzung energetischer Maßnahmen:
· 30 Fachveranstaltungen (Abende zu Themen der energetischen Modernisierung, Thermographiespaziergänge etc.) mit insgesamt rund 450 Teilnehmenden;
· mehr als 175 individuelle Energieerstberatungen (Beratung zu Fördermitteln und Sanierungsoptionen; Schwerpunkte: Heizungserneuerung, Gebäudedämmung, Photovoltaik). Die Mehrheit der Beratungen mündete in eine weiterführende Energieberatung oder Antragstellung;
· regelmäßige Infostände auf Feierabendmärkten, Stadtteilfesten und dem Klima-Markt;
· Haus-zu-Haus-Beratungen und thematische Anschreiben an Eigentümer*innen;
· niederschwellige Aktionen wie Thermographie-Tombolas, Eisblockwette, Gewinnspiel Balkonkraftwerk;
· Marketingmaßnahmen: Flyer, Plakate, Projekt-Website, Pressearbeit.
Ein besonderes Augenmerk lag jederzeit auf der gezielten Ansprache von Eigentümer*innen und der Motivation zur Umsetzung von Sanierungsmaßnahmen.
Insgesamt wurde die Umsetzung von 201 Maßnahmen im Rahmen der Förderrichtlinie beantragt. Das entspricht einem beantragten Gesamtvolumen von 176.409 Euro. Der Großteil der beantragten Fördersumme beanspruchten die Bereiche Photovoltaik und Speicher für Photovoltaik mit insgesamt 90.000 Euro. Von allen beantragten Maßnahmen wurden 102.817 Euro an Fördergeldern für 131 Maßnahmen (inkl. Energieberatungen) bereits ausgezahlt.
Zahlreiche Vorhaben wurden so umgesetzt:
· Dämmung von Fassaden, Dächern und Kellerdecken
· Austausch von Fenstern und Türen
· Installation von Photovoltaikanlagen (PV)
· Einbau von Wärmepumpen
Ein kurzer Rückblick: Im April 2020 wurde die ICM mit der Umsetzung des Konzeptes mittels eines KfW-geförderten Sanierungsmanagements beauftragt. Seitdem beriet die Innovation City Management GmbH im Auftrag der Stadt zahlreiche Bürger*innen im Quartier und ermöglichte Gebäudeeigentümer*innen im Projektgebiet als Teil des Integrierten Stadtteilentwicklungskonzepts (ISEK) Hillerheide ein kostenfreies Beratungsangebot zur energetischen Gebäudesanierung, zum Energiesparen und zu Fördermitteln. Dadurch konnten die Bürger*innen in Hillerheide Energiekosten und damit Treibhausgasemissionen sparen.
Mit unterschiedlichen Akteur*innen gestaltete die Stadt Recklinghausen somit in einem mehrjährigen Prozess die Zukunft des Stadtteils Hillerheide. Im Fokus stand und steht auch noch heute eine klima- und zukunftsgerechte Stadtentwicklung. Die Maßnahmen wurden in enger Abstimmung mit der Innovation City Management GmbH (ICM) entwickelt und bauten auf dem bereits vorliegenden Integrierten Stadtteilentwicklungskonzept auf.
Recklinghausen-Hillerheide war eines von 20 Quartieren bundesweit, in denen im Rahmen des Projektes „InnovationCity roll out“ ein Konzept zur Steigerung der Energieeffizienz und zur ganzeinheitlichen Quartiersentwicklung erstellt wurde. Das Konzept wurde aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) gefördert.
Mehr Infos gibt es auch online unter: www.isek-hillerheide.de/energetische-sanierung



















