Aktuelles Recklinghausen

„Lebensmittelverschwendung ist ein großes Problem, das nicht nur ethische, sondern auch ökologische Folgen hat“, erklärt Roland Wrobel, Betriebsleiter der Kommunalen Servicebetriebe Recklinghausen (KSR). „Jeder von uns kann im Alltag etwas gegen die Verschwendung tun, indem wir uns vor dem Einkauf bewusst machen, was wir wirklich brauchen und wie wir es rechtzeitig verbrauchen können. Schließlich erfordert die Herstellung von Lebensmitteln einen enormen Energie- und Ressourcenaufwand – und trotzdem landen viele davon unnötigerweise im Müll.“
Im Rahmen der Europäischen Woche der Abfallvermeidung gibt es in Recklinghausen zahlreiche Initiativen, die auf den bewussten Umgang mit Lebensmitteln aufmerksam machen. Eine besonders hervorzuhebende Möglichkeit ist der „Fairteiler – Schrank für Lebensmittel“, der an der Altstadtschmiede (Kellerstraße 10) steht. Hier können Lebensmittel, die zu Hause übrig geblieben sind oder nach einer Veranstaltung nicht verbraucht wurden, abgegeben und von anderen kostenlos mitgenommen werden.
Der Fairteiler ist ein wichtiger Schritt in Richtung einer solidarischen und ressourcenschonenden Gemeinschaft. „Es ist einfach und effektiv: Wer Lebensmittel hat, die er nicht mehr braucht, kann sie dort abgeben, und wer Bedarf hat, kann sie sich kostenlos nehmen“, so Roland Wrobel weiter. Einzige Einschränkung: Alkohol und Energy-Drinks sind aufgrund der möglichen Zugänglichkeit für Minderjährige nicht erlaubt.
Neben dem Fairteiler bietet auch die Recklinghäuser Tafel eine Möglichkeit, überschüssige Lebensmittel sinnvoll zu nutzen. Die Tafel nimmt Produkte wie Obst, Gemüse, Backwaren, Konserven und Säfte – auch solche, die kurz vor dem Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums stehen – entgegen. Diese werden dann an bedürftige Menschen weitergegeben. Für die Tafel ist die Unterstützung aus der Bürgerschaft ein entscheidender Beitrag, um Lebensmittelverschwendung zu vermeiden und Menschen zu helfen, die auf Unterstützung angewiesen sind.
Die Europäische Woche der Abfallvermeidung ist ein Anlass, den eigenen Umgang mit Lebensmitteln zu reflektieren und sich bewusst zu machen, wie schnell etwas weggeschmissen wird, was noch gut zu gebrauchen ist. Mit einfachen Schritten, wie einer besseren Planung des Einkaufs, der Vermeidung von Übermengen und der Nutzung von Initiativen wie dem Fairteiler oder der Recklinghäuser Tafel, können alle einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz und zur Reduzierung von Lebensmittelabfällen leisten.



















