
Rund 50 Teilnehmer*innen, darunter Blinde und Sehbehinderte, Gehörlose, Rollstuhlfahrer*innen sowie Menschen mit geistigen Behinderungen, nutzen die Gelegenheit, sich zu informieren.
Eingeladen hatte Barbara Ehnert, Referentin für Behindertenangelegenheiten der Stadtverwaltung. Im Mittelpunkt stand der Vortrag von Polizeihauptkommissar Frank Böttcher vom Polizeipräsidium Recklinghausen, der den Teilnehmer*innen praxisnahe Hinweise und Strategien zum Schutz vor Betrug und unseriösen Angeboten gab. Dabei wurden insbesondere die besonderen Herausforderungen für Menschen mit Behinderung im öffentlichen und privaten Raum thematisiert, um individuelle Schutzstrategien zu entwickeln.
Beleuchtet wurden typische Fälle von Kontaktaufnahme durch Betrüger*innen, sei es durch das Klingeln an der Haustür, Anrufe oder betrügerische WhatsApp-Nachrichten. Meist geht es den Betrüger*innen darum, in die Wohnung ihrer potentiellen Opfer zu gelangen, oder sie dazu zu bringen, ihnen Geld auszuhändigen oder Überweisungen zu tätigen. Der Polizeihauptkommissar erläuterte, dass Betrüger*innen bei der Wahl ihrer Betrugsmaschen einfallsreich sind, ihre Opfer gezielt verunsichern und Hilfsbereitschaft ausnutzen.
Die Teilnehmer*innen stellten viele Fragen und erhielten wertvolle Tipps zum richtigen Verhalten bei Betrugsversuchen. Nämlich: Fremde nicht in die Wohnung zu lassen, Fremden kein Geld und Wertgegenstände auszuhändigen und auf Forderungen per Telefon oder Textnachricht nicht einzugehen, nicht zu antworten, sondern einfach aufzulegen.
Das Feedback war durchweg positiv: Einhellig wurde die Veranstaltung als eine gelungene Sensibilisierung wahrgenommen, die konkrete Handlungsanweisungen für den Alltag vermittelte. „Die Teilnehmer*innen sind nun besser darauf vorbereitet, Betrugsversuchen und unseriösen Angeboten zu begegnen und ihre Rechte selbstbewusster wahrzunehmen“, sagte Barbara Ehnert. „Es ist wichtig, Menschen mit Behinderungen Handlungskompetenzen für ein sicheres und selbstbestimmtes Leben zu vermitteln.“
Pressefoto: Teilnehmer*innen, Organisator*innen und Mitwirkende der Informationsveranstaltung zum Schutz vor Betrug. Foto: Stadt RE