Aktuelles Recklinghausen

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Staatskanzlei verkündet Olympia-Aus für RE: Bürgermeister Tschersich bedauert die Entscheidung
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Einleitung
In einer offiziellen Pressemitteilung hat die für die Olympia-Bewerbung der Region KölnRheinRuhr zuständige Staatskanzlei des Landes Nordrhein-Westfalen heute, 5. Juni 2026, erklärt, dass die Stadt Recklinghausen zukünftig nicht mehr Teil der Bewerbung sein wird.
Haupttext


Die Staatskanzlei begründet diese Entscheidung mit der leider erforderlichen Kopplung des Recklinghäuser Entscheids mit dem Hertener Entscheid.

Die Mountainbikewettbewerbe sollen nun auf dem Brammen.Trail in Essen stattfinden. Dieser führt auf rund sechs Kilometern über die Schurenbachhalde mit ihrer Landmarke „Bramme für das Ruhrgebiet" und über die benachbarte Halde Eickwinkel. 2021 hatte der Regionalverband Ruhr (RVR) den naturnahen Mountainbike-Rundkurs in der Haldenlandschaft Schurenbach eingeweiht.

Zum Hintergrund: Recklinghausen hatte beim Ratsbürgerentscheid am 19. April mit klarer Mehrheit „Ja“ gesagt zu Olympia. 72,85 Prozent hatten für Olympische und Paralympische Spiele 2036, 2040 oder 2044 in der Region KölnRheinRuhr gestimmt. 

Die erforderliche Mehrheit an Ja-Stimmen von mindestens zehn Prozent der 88.913 Abstimmungsberechtigten war damit in Recklinghausen deutlich erreicht worden. Die Abstimmungsbeteiligung lag bei über 31 Prozent. 

Beim Olympia-Ratsbürgerentscheid in Herten wurde das erforderliche Quorum am 19. April allerdings nicht erreicht. In der Nachbarstadt hatten zu wenige Menschen abgestimmt. Die Stadt Herten hatte als einzige Stadt ein anderes Verfahren gewählt, Bürger*innen mussten die Abstimmungsunterlagen anfordern.

Doch auch ohne die Nachbarstadt wollte sich Recklinghausen die Chance erhalten, Austragungsort olympischer Mountainbike-Wettbewerbe auf der Halde Hoheward zu werden. „Das Recklinghäuser Ergebnis war für uns der klare Auftrag, die gemeinsame Olympiabewerbung der Region weiter zu unterstützen“, so Axel Tschersich.

Somit wurden in den vergangenen Wochen Gespräche mit der zuständigen Staatssekretärin sowie mit Verantwortlichen des Regionalverbandes Ruhr, dem Eigentümer der Halde Hoheward, geführt und es wurde geprüft, wie das weitere Verfahren gestaltet werden könnte. 

„Leider waren unsere Bemühungen am Ende erfolglos. Mir tut es vor allem für die vielen Bürgerinnen und Bürger insbesondere aus dem Sportbereich leid, die sich aufgrund ihres Abstimmungsverhaltens für die Bewerbung ausgesprochen hatten. Ich bedaure die Entscheidung, muss sie aber letztlich akzeptieren, da es sich nun einmal um eine gemeinsame Bewerbung zweier Städte gehandelt hat. Es ist im Rückblick einfach schade, dass es in Herten nicht gelungen ist, mit einer solchen Einigkeit im Rat wie in Recklinghausen in die Abstimmung zu gehen. Es hat sich bei uns gelohnt, den Prozess von Anfang an offen zu gestalten, ihn vor allem als Bürgermeister zwischen den Fraktionen zu moderieren und die Hinweise zum Abstimmungsverfahren umzusetzen“, erklärte Axel Tschersich und ergänzte: „Dennoch hoffe ich, dass unsere Region nun den Zuschlag bekommt und KölnRheinRuhr zeigen kann, was wir können. Davon wird Recklinghausen auch profitieren, sei es evtl. als Trainingsstätte in Vorbereitung auf die Wettbewerbe, durch Touristen in unsere Hotels oder z. B. Jugendcamps am Rande der Spiele.“

Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) wird nun auf seiner Mitgliederversammlung am 26. September 2026 entscheiden, ob KölnRheinRuhr als deutscher Kandidat ins Rennen geht. Die finale Entscheidung trifft das Internationale Olympische Komitee (IOC). Wann die Spiele 2036, 2040 und 2044 vergeben werden, steht derzeit noch nicht fest.

Datum
05.06.2026


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