Aktuelles Recklinghausen

Die Teilnehmenden kamen aus dem Kinder- und Jugendparlament (KiJuPa), der Wolfgang-Borchert-Gesamtschule und dem Theodor-Heuss-Gymnasium. Gemeinsam mit rumänischen Jugendlichen beschäftigten sie sich mit den Themen Strukturwandel, europäische Identität sowie dem Spannungsverhältnis von Tradition und Moderne.
Schulbesuche, gemeinsame Ausflüge und ein Treffen im Jugendzentrum in Baia Mare machten deutlich, wie ähnlich und zugleich unterschiedlich der Alltag junger Menschen in Rumänien und Deutschland ist. Im Mittelpunkt standen der persönliche Austausch, gemeinsame Erfahrungen und die Frage, was europäische Zusammengehörigkeit im Alltag bedeuten kann. Ziel der Begegnung war es, die eigene interkulturelle Perspektive durch neue Erfahrungen zu erweitern und Rumänien unter dem Schwerpunkt „Strukturwandel“ unmittelbar zu erleben.
Bei Exkursionen und Tagesausflügen im Kreis Maramureș lernten die Jugendlichen die kulturelle Vielfalt und traditionelle Handwerkskunst der Region kennen. Dazu gehörten der sogenannte „Lustige Friedhof“ in Săpânța mit seinen farbenfrohen, persönlich gestalteten Grabmalen sowie das Kloster Săpânța-Peri, dessen Holzkirche mit einer Höhe von 78 Metern als höchste Holzkirche der Welt gilt.
Einen besonderen Kontrast zur ländlichen Tradition bot der Aufenthalt in Cluj-Napoca in Transsilvanien. Die junge, dynamische und moderne Universitätsmetropole regte dazu an, Tradition und Moderne in Rumänien direkt miteinander zu vergleichen.
Auch der Besuch des Salzbergwerks Salina Turda wurde zum Anlass für Reflexionen über Strukturwandel: Die Jugendlichen setzten den historischen Salzabbau mit der Bergbautradition ihrer eigenen Region in Verbindung. Das Bergwerk in Turda zählt zu den ältesten und bekanntesten Salzbergwerken Siebenbürgens und ist heute ein bedeutendes Ausflugsziel.
Ein Highlight der Reise war die Fahrt mit der historischen Dampflok „Mocănița“ bei Vișeu de Sus. Die mit Holz befeuerte Waldbahn gilt als die letzte regulär betriebene ihrer Art in Europa und führte die Gruppe rund 40 Kilometer durch die Karpaten.
Die Fahrt vermittelte eindrücklich, wie Geschichte, Landschaft und regionale Identität in Maramureș zusammenwirken – und wie traditionelle Infrastruktur heute zugleich kulturelles Erbe und touristische Zukunft sein kann.
Für 2027 ist eine Rückbegegnung in Deutschland geplant. Damit sollen die entstandenen Freundschaften gestärkt und die Nachhaltigkeit des Projekts gefördert werden.Eindrücke der Reise werden auf den Social-Media-Kanälen der beteiligten Organisationen geteilt.
Das Projekt wird vom Landesjugendamt Westfalen-Lippe sowie vom Bundesministerium für Kinder, Gleichstellung, Flucht und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen unterstützt.
Foto (Stadt RE): Einer der Höhepunkte der Fahrt: Die Gruppe besuchte das Salzbergwerk Salina Turda.



















