Aktuelles Recklinghausen

Im Rahmen der Veranstaltung möchte die Stadt das Lebenswerk des am 8. Juli 2026 im Alter von 86 Jahren verstorbenen Trägers der Großen Stadtplakette würdigen und gemeinsam Abschied nehmen. Die Trauerfeier, zu der die Familie des Verstorben, Freund*innen und Weggefährt*innen eingeladen sind, findet am Freitag, 2. Oktober 2026, statt.
„Peter Borggraefe hat sich große Verdienste um Recklinghausen erworben. Er hat es verdient, dass wir sein Leben und Wirken mit einer solchen Veranstaltung besonders würdigen“, sagt Bürgermeister Axel Tschersich. Natürlich wird er selbst das Wort ergreifen, aber auch einige Wegbegleiter*innen des Verstorbenen werden im Rahmen einer Talkrunde zu Wort kommen und ihre ganz persönlichen Erinnerungen mit den Gästen der Trauerfeier teilen.
„Mit Peter Borggraefe verliert Recklinghausen eine außergewöhnliche Persönlichkeit, die unsere Stadt über Jahrzehnte hinweg mit Weitsicht, großer Erfahrung und unermüdlichem Engagement geprägt hat. Er war nicht nur ein herausragender Stadtdirektor und Bürgermeister, sondern ein Gestalter im besten Sinne des Wortes. Mit klarem Kompass, Beharrlichkeit und einem feinen Gespür für das Machbare hat er Entwicklungen angestoßen, die bis heute nachwirken“, sagt Bürgermeister Axel Tschersich.
Peter Borggraefe prägte die Entwicklung Recklinghausens über mehr als zwei Jahrzehnte hinweg entscheidend. Nach seinem Wechsel zur Stadt Recklinghausen im Jahr 1978 als Beigeordneter für Jugend, Schule und Sport wurde er 1984 Stadtdirektor und leitete bis zur kommunalen Neuordnung die Stadtverwaltung. Ende 1998 wählte ihn der Rat der Stadt zum hauptamtlichen Bürgermeister. Bis zu seinem Eintritt in den Ruhestand am 30. September 1999 führte er die Geschicke der Stadt.
Zu seinen größten Verdiensten zählt die Ansiedlung des Hochschulstandortes in Recklinghausen im Jahr 1995, aus dem die heutige Westfälische Hochschule hervorgegangen ist. Ebenso setzte er sich maßgeblich für die Ansiedlung der Justizakademie des Landes Nordrhein-Westfalen ein und stärkte damit den Bildungs- und Verwaltungsstandort nachhaltig. Auch die Städtepartnerschaft mit Schmalkalden, die Reform der Ruhrfestspiele Anfang der 1990er Jahre sowie sein großes Engagement für die Erforschung und Bewahrung der Stadtgeschichte sind eng mit seinem Namen verbunden.
Über sein Wirken in öffentlichen Ämtern hinaus sei Peter Borggraefe ein Mensch gewesen, der Verantwortung übernommen und andere gefördert habe, betont Axel Tschersich: „Er hat vielen Menschen Vertrauen geschenkt, Talente erkannt und Wege eröffnet. Auch ich selbst durfte davon profitieren. Schon früh hat er mir Aufgaben zugetraut und mich gefördert. Sein Vertrauen und seine Unterstützung haben meinen beruflichen und persönlichen Weg entscheidend geprägt. Dafür werde ich ihm stets dankbar sein.“
Der Bürgermeister erinnert zudem an die Leidenschaft seines Vorgängers für die Geschichte der Stadt: „Mit viel Elan setzte er sich dafür ein, dass Recklinghausen seine Wurzeln kennt und seine Identität bewahrt. Dieses historische Bewusstsein verstand er als Fundament für eine gute Zukunft. Mit Peter Borggraefe verliert Recklinghausen einen klugen Ratgeber, einen leidenschaftlichen Kommunalpolitiker und einen Menschen, der sich in einzigartiger Weise um unsere Stadt verdient gemacht hat. Sein Wirken wird unvergessen bleiben.“
Pressefoto:
Die Stadt Recklinghausen trauert um ihren ehemaligen Stadtdirektor und Bürgermeister Peter Borggraefe. Foto: Stadt Recklinghausen.



















