Aktuelles Recklinghausen

Darüber informierte Richard Abendroth, Vorsitzender des Schaustellervereins Vest Recklinghausen, Bürgermeister Axel Tschersich bei einem gemeinsamen Austausch im Rathaus. Trotz der bedauerlichen Absage richtet sich der Blick bereits nach vorn: Stadtverwaltung und Schaustellerverein wollen gemeinsam an neuen Veranstaltungsformaten arbeiten, um den Stadtteil auch künftig mit attraktiven Angeboten zu beleben.
Im Mittelpunkt des Gesprächs standen die zunehmenden Herausforderungen für kleinere Kirmesveranstaltungen. Wie Richard Abendroth erläuterte, sind die Umsätze der Schausteller in den vergangenen Jahren kontinuierlich zurückgegangen. Dadurch sei es immer schwieriger geworden, ausreichend Beschicker für die Allerheiligenkirmes zu gewinnen.
„Im vergangenen Jahr waren einige Akteure mir zuliebe noch dabei. Doch wenn der Umsatz die Kosten nicht mehr einspielt, dann ist es nachvollziehbar, dass die Schausteller nicht mehr kommen“, erklärte Abendroth. Zuletzt habe sogar der Betreiber des Toilettenwagens seine Teilnahme abgesagt. Unter diesen Rahmenbedingungen sei eine Durchführung der Veranstaltung nicht mehr möglich.
Bürgermeister Axel Tschersich zeigte Verständnis für die Entscheidung, machte zugleich aber deutlich, dass die Stadt diese Entwicklung nicht einfach hinnehmen werde. „Ich kann die Beweggründe für die Absage nachvollziehen. Gleichzeitig sind wir uns einig, dass Veranstaltungen wie die Allerheiligenkirmes einen wichtigen Beitrag zur Lebensqualität und zum gesellschaftlichen Miteinander in unseren Stadtteilen leisten. Deshalb haben wir vereinbart, gemeinsam mit unserer Abteilung Stadtmarketing nach einer tragfähigen Alternative für die kommenden Jahre zu suchen. Erste Ideen gibt es bereits. Diese wollen wir nun gemeinsam weiterentwickeln, bevor wir sie der Öffentlichkeit vorstellen“, sagte Tschersich.
Der Bürgermeister verwies darauf, dass die Organisation von Veranstaltungen auch andernorts zunehmend schwieriger werde. Als Beispiel nannte er die Absage des Hafenfestes, nachdem die beauftragte Veranstaltungsagentur in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten war. „Die Rahmenbedingungen für Veranstalter und Schausteller haben sich in den vergangenen Jahren deutlich verändert. Umso wichtiger ist es, gemeinsam mit allen Beteiligten neue Wege zu gehen. Unser Ziel ist es, attraktive Angebote für die Menschen im Stadtteil zu erhalten oder neue Formate zu entwickeln, die Begegnung ermöglichen und das Leben vor Ort bereichern. Daran werden wir gemeinsam intensiv arbeiten“, betonte Tschersich.
Die Gespräche zwischen der Stadtverwaltung, dem Schaustellerverein und weiteren Beteiligten sollen in den kommenden Monaten fortgesetzt werden. Ziel ist es, ein zukunftsfähiges Veranstaltungskonzept zu entwickeln, das den veränderten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen Rechnung trägt und zugleich den Stadtteil Süd als lebendigen Treffpunkt stärkt.
Pressefoto:
Zu einem offenen Austausch traf Bürgermeister Axel Tschersich in seinem Büro den Vorsitzenden des Schaustellervereins Vest Recklinghausen, Richard Abendroth. Foto: Stadt RE



















