Aktuelles Recklinghausen

Der Standort im Westviertel war seit dem 1. November 2015 in Betrieb und diente vor allem der Unterbringung von Familien.
Hintergrund ist die seit Monaten rückläufige Zahl der Flüchtlinge. Zudem erfüllt die Stadt ihre Verteilungsquote nach dem Flüchtlingsaufnahmegesetz weiterhin deutlich über. Dadurch entfällt die Voraussetzung für die weitere Überlassung des Gebäudes durch die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA), die die Immobilie der Stadt im Zuge des Zustroms von Flüchtlingen in den Jahren 2015/2016 zur Verfügung gestellt hatte.
In Spitzenzeiten lebten bis zu 160 Menschen in der Einrichtung, derzeit sind dort noch 35 Bewohnerinnen und Bewohner untergebracht. Sie werden entweder in private Wohnungen vermittelt oder in andere städtische Unterkünfte verlegt. „Für die Stadt Recklinghausen war es ein Glücksfall, dass das ehemalige Kreiswehrersatzamt damals vergleichsweise unkompliziert als Flüchtlingsunterkunft genutzt werden konnte“, erklärt Bürgermeister Axel Tschersich.
Besonders dankte er dem Diakonischen Werk in Recklinghausen e.V., das die Betreuung der Geflüchteten über elf Jahre hinweg sichergestellt habe. „Die Mitarbeitenden haben mit großem Engagement und hoher Kompetenz einen wichtigen Beitrag zur Integration der Menschen geleistet, die in einer schwierigen Lebenssituation zu uns gekommen sind“, so Tschersich. Der Bürgermeister erinnerte zudem an die vielfältige ehrenamtliche Unterstützung aus der Kirchengemeinde und der Nachbarschaft.
Mit der Aufgabe der Unterkunft rückt nun die Frage nach einer Nachfolgenutzung des Gebäudes in den Fokus. Die Stadt hat dazu bereits Gespräche mit der BImA aufgenommen. „Wir haben natürlich ein großes Interesse daran, dass es nicht zu einem längeren Leerstand in dem attraktiven Gebäude kommt. Aus Sicht der Stadt muss es Ziel sein, eine Nutzung zu entwickeln, die dem Standort und seinem Umfeld gerecht wird“, betont Bürgermeister Axel Tschersich.
Das ehemalige Kreiswehrersatzamt war nach dem Auszug der Bundeswehr im Jahr 2014 für die Unterbringung von Flüchtlingen hergerichtet worden und hat seitdem zahlreichen Menschen Schutz und eine erste Perspektive in Recklinghausen geboten.
Pressefoto: Das ehemalige Kreiswehrersatzamt am Elper Weg wurde von der Stadt Recklinghausen elf Jahre als Unterkunft für Flüchtlinge genutzt. Nun wird der Standort im Westviertel aufgegeben. Foto: Stadt RE



















