Aktuelles Recklinghausen

„Ehrenamt ist keine Selbstverständlichkeit. Die Menschen, die wir heute auszeichnen, investieren ihre Zeit, ihre Erfahrung und viel Herzblut, um andere zu unterstützen. Sie leisten einen wertvollen Beitrag für das Miteinander in Recklinghausen und zeigen, wie wichtig persönlicher Einsatz für eine lebendige Stadtgesellschaft ist. Dafür verdienen sie großen Respekt und unsere besondere Wertschätzung“, sagt Bürgermeister Axel Tschersich.
Die Vorschläge für die Auszeichnungen mit der Samariternadel kommen zumeist von den Wohlfahrtsverbänden, aber ebenso aus der Bürgerschaft. Seit 2015 werden neben Einzelpersonen auch Gruppen ausgezeichnet. Die ausgezeichneten Gruppen und Personen sind:
Gruppe der Stromsparhelfer*innen des Caritasverbandes, vorgeschlagen vom Caritasverband: Franz-Josef Keunecke, Hermann Josef Becker, Bernhard Haßlinghaus, Edgar Schulenberg, Thomas Lange, Robert Friedhoff, Alfred Hofmann, Ulrich Heinbokel, Peter Goldhagen, Sergej Burlutskyi und Daniela Wegge
Für ihr ehrenamtliches Engagement im Projekt Stromspar-Check des Fachdienstes Integration und Migration des Caritasverbands für die Stadt Recklinghausen werden die elf Stromsparhelfer*innen mit der Samariternadel geehrt. Seit 2022 beraten sie einkommensschwächere Haushalte dabei, Energie einzusparen und dadurch finanzielle Belastungen sowie Ressourcenverbrauch zu reduzieren. Durch ihre Hausbesuche und Gespräche erkennen sie auch soziale Problemlagen wie Armut oder Isolation und können Betroffene an passende Unterstützungsangebote heranführen. Die Verbindung von Energieeinsparung, Klimaschutz und sozialer Teilhabe macht das Projekt zu einem wichtigen Baustein lokaler Armutsprävention. Besonders hervorzuheben ist, dass eine vergleichbare ehrenamtliche Beratungsstruktur deutschlandweit nur an drei von über 150 Projektstandorten besteht. Die Stromsparhelfer*innen bringen ihre vielfältigen Fachkenntnisse und Lebenserfahrungen mit großem Verantwortungsbewusstsein ein und leisten damit einen wichtigen Beitrag für Energieeinsparung, Klimaschutz und soziale Gerechtigkeit.
Hannelore Klippel, vorgeschlagen vom Diakonischen Werk in Recklinghausen e. V.
Mit ihrem jahrzehntelangen Einsatz in der evangelischen Kirche und der Diakonie hat Hannelore Klippel das kirchliche und soziale Leben in Recklinghausen nachhaltig mitgeprägt. Seit vielen Jahren bringt sie sich in der evangelischen Kirchengemeinde Recklinghausen-Süd ein und war von 1984 bis 2020 Mitglied des Presbyteriums. Von 1996 bis 2024 engagierte sie sich zudem im Kreissynodalvorstand des Kirchenkreises Recklinghausen zum Wohl der Stadtgesellschaft. Ein besonderer Schwerpunkt ihrer Arbeit lag auf den Kindertagesstätten: Als Gründungsmitglied des KiTa-Trägerverbundes des Kirchenkreises Recklinghausen setzte sie sich für die Bedeutung der KiTas in der Gemeindearbeit und im Quartier ein. Darüber hinaus engagiert sie sich seit vielen Jahrzehnten in der Frauen- und Altenhilfe sowie in verschiedenen Gremien des Diakonischen Werkes in Recklinghausen. Auch heute unterstützt sie die Arbeit der Diakonie als ehrenamtliche Vertrauensperson in der Tagespflege Am Paulusanger.
Marlies Pieper, vorgeschlagen vom Deutschen Roten Kreuz (DRK)-Kreisverband Recklinghausen
Mit ihrer zuverlässigen und vielfältigen ehrenamtlichen Hilfe ist Marlies Pieper eine wertvolle Unterstützung für das soziale Engagement in Recklinghausen. Seit ihrem Ruhestand im Jahr 2018 engagiert sie sich regelmäßig in der Blutspende und leistet darüber hinaus wertvolle Arbeit in einem Recklinghäuser Hospiz. Seit 2022 unterstützt sie zudem wöchentlich den DRK-Kleidershop „Sitzt und Passt“. Besonders zeichnet sie ihr hohes Verantwortungsbewusstsein aus. Neben der Organisation der Blutspendetermine kümmert sie sich unter anderem um den Einkauf, die Verpflegung der Spender*innen, die Vorbereitung der Räumlichkeiten sowie die Anmeldung. Mit ihrer Zuverlässigkeit, Kompetenz und wertschätzenden Art ist Marlies Pieper eine wichtige Stütze innerhalb der Teams.
Cafeteria-Team „Seniorenstift“ im Anbau des Seniorenzentrums Grullbad, vorgeschlagen vom Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverband (DPWV): Edith Mielek, Luzia Heuver, Anne Ulhaas, Elke Sowa, Reinhilde Arentz, Brigitte Schneider und Ulla Waletzko
Für das langjährige ehrenamtliche Engagement in der Cafeteria des Seniorenzentrums Grullbad wird das Team mit der Samariternadel geehrt. Der Kaffee- und Kuchenverkauf war zunächst ausschließlich für die Bewohner*innen des Hauses gedacht. Ulla Leidig hatte damals die Idee, durch nette und gesellige Nachmittage den Alltag der Senior*innen zu verschönern. Sieben ehrenamtliche Helferinnen übernahmen abwechselnd den Verkauf und die Bewirtung. Nachdem Ulla Leidig die Leitung im Jahr 2016 aus gesundheitlichen Gründen abgab, übernahm Edith Mielek die Organisation der Cafeteria und führte die Arbeit mit großem Engagement weiter. Heute ist die Cafeteria viermal wöchentlich geöffnet und bietet neben Kuchen auch Eis, Süßigkeiten und Getränke an. Im Foyer werden zudem regelmäßig frische Waffeln gebacken, die auch von Anwohner*innen aus der Umgebung gerne angenommen werden. Das Team übernimmt viele organisatorische Aufgaben eigenständig und sorgt gemeinsam mit dem Sozialen Dienst dafür, dass die Cafeteria ein Ort der Begegnung und Gemeinschaft für die Bewohner*innen bleibt.
Mittagsgruppe aus der Kirchengemeinde St. Peter, vorgeschlagen vom Sozialdienst katholischer Frauen (SkF): Annette Haßlinghaus, Uschi Kergel, Petra Höfer-Stortz, Kornelia Haarmann, Lisa Lochthowe, Mechthild Hoff, Ulrike Wallbraun, Ulrike Lensmann, Karin Röhl, Rosa-Maria Klasen, Sima Farid und Ursula Rodeck
Seit 2018 bereitet das Kochteam des Petrushauses jeden Dienstag ein gemeinsames Mittagessen für Menschen aus der Gemeinde und darüber hinaus zu. Entstanden ist das Angebot mit dem Ziel, alleinlebenden Menschen eine Möglichkeit zu geben, in Gemeinschaft zu essen, miteinander ins Gespräch zu kommen und nicht alleine zu Hause zu bleiben. Inzwischen wird das gemeinsame Essen von vielen Menschen genutzt, die die Begegnung und Gemeinschaft schätzen. Das Team übernimmt dabei alle Aufgaben von der Auswahl der Rezepte über den Einkauf und die Zubereitung bis hin zum Decken und Spülen. Rund 25 Gäste werden jede Woche versorgt. Bezahlen soll am Ende jede*r, was er kann. Den Restbetrag für die Ausgaben übernimmt die Kirchengemeinde St. Peter. Durch ihren zuverlässigen und herzlichen Einsatz schaffen die Ehrenamtlichen einen Ort der Begegnung und des Miteinanders, der für viele Menschen zu einem festen Bestandteil der Woche geworden ist.
Anhang:
Pressefoto: Bürgermeister Axel Tschersich(r.) und die stellvertretende Bürgermeisterin Claudia Schweppe (l.) überreichten die Samariternadel an verdiente Bürger*innen. Foto: Stadt RE



















