Aktuelles Recklinghausen

Der Große Theatersaal wird daher entgegen der ursprünglichen Planung Ende September dieses Jahres noch nicht wieder zur Verfügung stehen.
Nach Prüfung durch den beauftragten Sachverständigen in den kommenden Wochen soll eine belastbare Zeitschiene für die Fertigstellung und Wiederinbetriebnahme kommuniziert werden.
„Wir können und wollen aktuell kein konkretes Datum nennen, das wir dann möglicherweise nicht halten können. Ich hoffe aber, dass wir mit den Konzerten in der Weihnachtszeit den Theatersaal wieder in Betrieb nehmen werden. Letzten Endes müssen das aber die Fachleute entscheiden“, erklärt Bürgermeister Axel Tschersich.
Ursächlich für die Verzögerung sind unter anderem zusätzliche und zunächst nicht absehbare Arbeiten an den Kranschienen, Instandsetzungsmaßnahmen am Eisernen Vorhang, zwischenzeitliche Lieferschwierigkeiten bei entscheidenden Bauteilen sowie weitere technische Anpassungen. Hinzu kommen besondere Herausforderungen, die bei der Modernisierung der komplexen Bühnen- und Gebäudetechnik aus den 1960er-Jahren aufgetreten sind. Auch die baulichen Besonderheiten des Bestandsgebäudes – darunter eine Gebäudeschieflage von rund 50 Zentimetern – stellen zusätzliche Anforderungen an die Umsetzung.
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf den sicherheitsrelevanten Einrichtungen. Dazu zählen der Eiserne Vorhang, Rauchabzugsanlagen sowie Feuerlösch- und Sprinkleranlagen. Diese Systeme müssen vor einer Wiederinbetriebnahme vollständig funktionsfähig sein und die erforderlichen Abnahmen erhalten.
Gemeinsam mit der Bauaufsicht, der Feuerwehr, der Gebäudewirtschaft und dem Vestischen Cultur- und Congresszentrum (VCC) wurden sämtliche Möglichkeiten geprüft, die Arbeiten weiter zu beschleunigen oder die Bauzeit zu verkürzen. Die Beteiligten kamen einvernehmlich zu dem Ergebnis, dass die noch ausstehenden Arbeiten aus Gründen der Sicherheit und Qualität nicht weiter beschleunigt werden können. Darüber hinaus sind die verfügbaren Kapazitäten der beauftragten Fachfirmen bereits ausgeschöpft. Die Arbeiten erfolgen bereits im Zweischichtbetrieb sowie unter Einbeziehung von Wochenend- und Feiertagsarbeit, um den Baufortschritt bestmöglich zu unterstützen.
Unmittelbar nachdem Bürgermeister Tschersich über die zusätzlichen Anforderungen informiert wurde, hat er alle beteiligten Bereiche an einen Tisch geholt. Dabei wurde deutlich, dass alle Beteiligten mit hohem Engagement daran arbeiten, die Maßnahme voranzubringen. Gleichzeitig müssen die technischen Rahmenbedingungen sowie die Anforderungen an Sicherheit und Qualität berücksichtigt werden.
„Die Verlängerung der Bauzeit ist bedauerlich, aber angesichts der zusätzlichen Anforderungen und der sicherheitsrelevanten Aspekte konsequent und richtig. Unser Ziel bleibt ein technisch modernes und vor allem sicheres Ruhrfestspielhaus, das den Ansprüchen von Künstlerinnen und Künstlern sowie des Publikums gerecht wird. Ich danke allen Beteiligten für ihren Einsatz unter anspruchsvollen Bedingungen und bitte zugleich um Verständnis für die Verzögerung“, so Bürgermeister Axel Tschersich.
Wie bereits in einer vorherigen Pressemitteilung angekündigt, wird der Comedypreis „Hurz“ am 21. September dennoch im Ruhrfestspielhaus stattfinden. Die Stadt hatte sich bereits im Vorfeld mit Blick auf die fortlaufenden Arbeiten mit dem Veranstalter, der Arena Recklinghausen GmbH, darauf verständigt, in den Saal Kassiopeia auszuweichen und diesen durch zusätzliche Sitzflächen auf der Empore zu erweitern.
Foto: Marcel Blank/Stadt RE



















