Aktuelles Recklinghausen

In seinem Vortrag am Donnerstag, 18. Juni um 18 Uhr im Institut für Stadtgeschichte ruft er die Zeit der Vestischen Kleinbahnen in den 1920er-Jahren in Erinnerung.
Die Nordwanderung des Bergbaus und die Gründung des Siedlungsverbandes Ruhrkohlenbezirk (SVR) sowie neue Finanzierungsmöglichkeiten entfachten eine beispiellose Planungsoffensive. Getragen von großzügigen Verbandsstraßenprojekten sollte sich das Netz bis 1920 nahezu verdoppeln. Das Schließen wichtiger Streckenlücken in Marl und Bottrop, die Überquerung der Lippe in Dorsten und die Einführung der Schnellstraßenbahn nach Bork spiegelten den Modernisierungswillen der Weimarer Republik wider. Verkehrsbänder, die Schiene und Straße miteinander verbanden, eröffneten den Vestischen Kleinbahnen völlig neue Möglichkeiten.
Der Zentralbahnhof in Recklinghausen und neue Eisenbahnlinien ergänzten den Weg in eine mobile Zukunft für die Bürger. Doch mit den Folgen der Weltwirtschaftskrise ab 1930 platzten viele dieser Träume, auch wenn einige Errungenschaften bis heute überdauert haben.
Die Teilnahme ist kostenfrei. Eine vorherige Anmeldung unter stadtgeschichte[at]recklinghausen.de ist erforderlich.
Foto: Sammlung Ralph Bernatz © AWO Club Herten



















