Aktuelles Recklinghausen

In einem Vortrag mit dem Titel „Vom Amt zur Stadt“ beleuchtet er am 22. April um 18 Uhr im Institut für Stadtgeschichte die Genese und die Auswirkungen dieses fast vergessenen Vorgangs, der bis heute die Grenzen Recklinghausens und sein vielgliedriges Stadtbild bestimmt.
Nach langen, zähen und kontroversen Verhandlungen änderte sich 1926 die Landkarte des Ruhrgebiets. Durch das „Gesetz über die Neuregelung der kommunalen Grenzen im rheinisch-westfälischen Industriebezirke“ vom 26. Februar 1926 wurden Landgemeinden und Amtsbezirke, deren Gestalt und Existenz noch auf die vorindustrielle, mittlerweile veraltete Verwaltungsgliederung der preußischen Provinz Westfalen ab 1841 zugeschnitten war, aufgelöst und größeren kommunalen Gebietskörperschaften zugewiesen.
Was zunächst abstrakt klingt, war in Recklinghausen für jeden nachvollziehbar: Das „Amt Recklinghausen“ (auch „Gemeinde Recklinghausen-Land“ genannt) samt der Landgemeinde Suderwich verschwand restlos von der Verwaltungslandkarte; ein Teil der betreffenden Ortschaften fand sich in der kreisfreien Stadt Recklinghausen wieder. Diese Eingliederung schuf diverse neue Vororte und Stadtteile, nämlich Bockholt, Hochlar und Hochlarmark im Westen, dazu kamen mit Berghausen, Röllinghausen, Suderwich und Essel ausgedehnte Gebiete im Osten. Die Bauerschaften Börste und Speckhorn rundeten die neue Lage nach Norden ab.
Der Vortrag findet in Kooperation mit dem Verein für Orts- und Heimatkunde Recklinghausen e.V. statt.
Die Teilnahme ist kostenfrei. Eine vorherige Anmeldung unter stadtgeschichte[at]recklinghausen.de ist erforderlich.
Foto Dr. Matthias Kordes (©Institut für Stadtgeschichte)



















