Aktuelles Recklinghausen

Ausgewählte Preisträger*innen der Jahre 1948 bis 2025 sind vom heutigen Freitag, 27. Februar, bis Freitag, 25. September, in der ersten Etage zu sehen.
Der Kunstpreis „junger westen“ war der erste Förderpreis für Bildende Kunst, den eine deutsche Kommune nach 1945 auslobte. Initiiert 1948, erinnert er an die ein Jahr zuvor in Recklinghausen gegründete Künstlergruppe „junger westen“ um die Maler Gustav Deppe, Thomas Grochowiak, Emil Schumacher, Heinrich Siepmann, Hans Werdehausen und den Bildhauer Ernst Hermanns. Der Preis wurde zunächst für ausgezeichnete Leistungen innerhalb der Künstlergruppe verliehen und ist seit 1956 öffentlich ausgeschrieben.
Heute wird er als Förderpreis für junge Künstler*innen alle zwei Jahre abwechselnd in den Kategorien „Malerei“, „Skulptur, Plastik, Installation“ sowie „Grafik, Zeichnung, Fotografie“ vergeben und ist mit 20.000 Euro dotiert. Träger ist die Stadt Recklinghausen, unterstützt durch die Kulturstiftung der Stadtsparkasse. Seit 2023 gehören auch der Rotary Club Recklinghausen und die Ulrike & Bernd Tönjes Stiftung zu den Fördergebern.
Die Namensliste der Preisträger*innen liest sich wie eine kleine Geschichte der deutschen Kunst von 1945 bis heute. Die angekauften Werke bilden einen wichtigen Schwerpunkt in der Sammlung der Kunsthalle Recklinghausen.
Die Ausstellung in der Kommunalen Galerie im Rathaus wirft ein Schlaglicht auf ausgewählte Preisträger*innen:
Karl Otto Götz (1948),
Heinrich Siepmann (1948 und 1954),
Hubert Berke (1950),
Horst Antes (1961 für Malerei),
Hartmut Neumann (1983 für Druckgrafik),
Andreas Ludwig (1997 für Druckgrafik und Handzeichnung),
Heike Gallmeier (1999 für Malerei),
Susanne Britz (2009 für Grafik, Zeichnung, Fotografie),
Jan Paul Evers (2015 für Grafik, Zeichnung, Fotografie),
Max Leiß (2017 für Skulptur, Plastik, Installation),
Jeewi Lee (2021 für Grafik, Zeichnung, Fotografie),
Jeehye Song (2025 für Malerei).
Zum Hintergrund: Die Kunsthalle Recklinghausen bespielt seit 2018 die Kommunale Galerie im Rathaus. Die Ausstellungen widmen sich regionalen Künstler*innen und der rund 5.000 Werke umfassenden Sammlung der Kunsthalle.
Die Besichtigung der Ausstellung ist kostenfrei und zu den Rathaus-Öffnungszeiten jederzeit möglich.
Pressefotos: Stadt RE



















