
Die Aktionsgemeinschaft „Hitzeschutz Recklinghausen“, bestehend aus Vertreter*innen des Seniorenbeirats Recklinghausen, des Instituts Arbeit und Technik der Westfälischen Hochschule Gelsenkirchen, Bochholt und Recklinghausen (IAT), des Recklinghäuser Kreisverbandes des Deutschen Roten Kreuzes (DRK), der Stadtverwaltung Recklinghausen sowie des Marie-Curie-Gymnasiums, lädt alle Interessierten zu einem Infostand auf den Helene-Kuhlmann-Platz neben dem Rathaus ein. Der Marktstand wird um 8.30 Uhr eröffnet. Bürger*innen können sich rund um das Thema Hitzeschutz sowie in Recklinghausen geplante und bereits umgesetzte Maßnahmen informieren und mit Vertreter*innen der Aktionsgemeinschaft ins Gespräch kommen. Schüler*innen des Marie-Curie-Gymnasiums führen Temperaturmessungen durch. Das IAT befragt Passant*innen zu ihrer Meinung zum Thema Gefährdung durch Hitze. Bis 13 Uhr sind Interessierte herzlich willkommen am Infostand.
Um 12 Uhr lädt das Aktionsbündnis am Hitzeaktionstag auf Initiative des Seniorenbeirats zu einem Pressegespräch im Infocenter der Diakonie, Kaiserwall 17, ein. Vorgestellt wird der Abschlussbericht des 2023 gestarteten Pilotprojekts zum Hitzeschutz von alleinstehenden Senior*innen in Recklinghausen. Das Marie-Curie-Gymnasium berichtet über Zweck und Nutzen seiner Wetterstation. Der Klimaanpassungsmanager der Stadt Recklinghausen, Felix Sprenger, wird über bereits ergriffene sowie geplante Maßnahmen der Stadt berichten.
Der fortschreitende Klimawandel zeigt sich unter anderem in Hitzeperioden, unter denen vor allem geschwächte und ältere Menschen leiden. Hitzeperioden bedingen vermehrt Einsätze der Rettungsdienste und sind eine zusätzliche Herausforderung für das Gesundheitssystem.
Hitzeprävention in Recklinghausen soll vor allem ältere Menschen über Gefahren informieren und ihnen Verhaltensratschläge an die Hand geben. Zugleich geht es um den Aufbau einer Infrastruktur, die Betroffene wirkungsvoll unterstützt.
Auf dem Gebiet der Klimaanpassung sind in Recklinghausen bereits mehrere Maßnahmen umgesetzt worden. Dazu zählt die Installation, Inbetriebnahme und regelmäßige Wartung von bislang fünf öffentlichen Trinkwasserbrunnen in der Stadt. Auch zahlreiche Entsiegelungs- und Pflanzmaßnahmen im Stadtgebiet sind Beiträge zum Klima- und Hitzeschutz. Stadtgrün anstelle von versiegelten Flächen wirkt Hitzestauungen entgegen und verbessert das Mikroklima an den entsprechenden Orten.
Foto: „Warming Stripes“ für Recklinghausen: Die Darstellung zeigt die mittleren Jahrestemperaturen. Die einzelnen Jahre werden als farbcodierte Streifen dargestellt, das kälteste Jahr erscheint dunkelblau, das wärmste dunkelrot. Es ist leicht zu erkennen, dass in den vergangenen Jahrzehnten die roten Streifen zugenommen haben. Das bislang wärmste Jahr war 2024 mit 12,0 Grad Celsius.