Erfahrungsberichte Bachelor of Laws oder of Arts

Hier berichten Auszubildende - Bachelor of Laws oder of Arts (Stadtinspektoranwärter) in unterschiedlichen Ausbildungsjahren - von ihren Erfahrungen bei der Stadtverwaltung Recklinghausen.

 

Erfahrungsbericht von Maike G. (Stadtinspektoranwärterin im 2. Ausbildungsjahr)
Erfahrungsbericht von Melanie H. (Stadtinspektoranwärterin 2. Ausbildungsjahr)
Erfahrungsbericht von Kathrin P. (Stadtinspektoranwärterin im 3. Ausbildungsjahr)
Erfahrungsbericht von Sina D. (Auszubildende Inspektoranwärterin, 3. Ausbildungsjahr)

 

Erfahrungsbericht von Maike G. (Stadtinspektoranwärterin im 2. Ausbildungsjahr)
In den letzten Monaten wurde ich häufig gefragt, was ich eigentlich nach dem Abitur nun beruflich mache. „Ich habe bei der Stadtverwaltung Recklinghausen angefangen und mache eine Ausbildung zur Diplom-Verwaltungswirtin.“ - Ahnungslose Gesichter. Wenn ich dann noch erwähne, dass ich während dieser Ausbildung Stadtinspektoranwärterin bin, versteht fast niemand mehr etwas. Also fange ich an zu erklären:


Duales Studium

Das Ganze ist wie ein duales Studium aufgebaut. Die Ausbildung zum/r Diplom-Verwaltungswirt/in findet an der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung NRW (FHöV) und an der einstellenden Behörde statt. Das heißt, dass es fachtheoretische Studienabschnitte an der FHöV gibt, die sich mit praxisorientierten Ausbildungsblöcken in der Behörde, in meinem Fall der Stadt Recklinghausen, abwechseln.


Verschiedene Studieninhalte

In den Studienabschnitten an der FHöV gibt es viele verschiedene Studieninhalte. Es seien zum Beispiel Fächer wie Allgemeines Verwaltungsrecht, Staatsrecht, Öffentliches Dienstrecht, Bürgerliches Recht, Sozialrecht, Kommunales Finanzmanagement und Externes Rechnungswesen genannt. Aber auch Fächer wie Psychologie, Ethik und Soziologie sind Bestandteil des Studiums. Das Studium ist also sehr breit gefächert, sodass man bestens für die Arbeit in der Verwaltung vorbereitet wird. Dieser Vorbereitung dienen auch die Praxisblöcke in der Behörde, in denen man Gelerntes praktisch anwenden kann. Das theoretische Wissen wird dadurch „zum Leben erweckt“ und Zusammenhänge werden verdeutlicht.


Dienstbezeichnung

Während der Ausbildung, welche auch Vorbereitungsdienst genannt wird, befindet man sich im Beamtenverhältnis auf Widerruf des gehobenen, nichttechnischen Dienstes. Man führt dementsprechend eine Amts- bzw. Dienstbezeichnung: Stadtinspektoranwärter/in.
Nach Bestehen der Laufbahnprüfung erfolgt die Ernennung zum/r Stadtinspektor/in. Die Ernennung ins Beamtenverhältnis sowie die Verleihung eines Amtes erfolgen immer durch Aushändigung einer Urkunde.


Bisherige Erfahrungen

Ich habe nun das erste Jahr hinter mir und bereue es nicht, die Ausbildung zur Diplom-Verwaltungswirtin begonnen zu haben. Ich finde es gut, dass sich Theorie- und Praxisblöcke abwechseln, weil ich somit das Gelernte auch anwenden kann, und es macht mir Spaß, verschiedene Fachbereiche zu „durchlaufen“, da ich dadurch einen Einblick in die Vielfältigkeit sowie die verschiedenen Tätigkeitsbereiche einer Stadtverwaltung bekomme und verschiedene Kollegen kennen lernen kann.


Besonderheiten der Stadt und Stadtverwaltung Recklinghausen

Bleibt nur noch die Frage: Was macht eine Ausbildung bei der Stadt Recklinghausen so besonders?
Ganz einfach: Recklinghausen, ein zentraler Ort im nördlichen Ruhrgebiet und Stadt der Ruhrfestspiele, bietet einem eine angenehme Arbeitsatmosphäre und für die Verwaltung eine Vielzahl an verschiedenen und interessanten Aufgabenbereichen, die einem eine gute Perspektive nach der Ausbildung versprechen. Es ist außerdem eine freundliche, nicht zu große Stadt, die es möglich macht, die einzelnen Dienststellen auch zu Fuß oder mit dem Fahrrad zu erreichen, sodass man nicht unbedingt auf ein Auto angewiesen ist. Egal ob jemand in Recklinghausen wohnt oder von auswärts kommt, es ist in jedem Fall eine Bereicherung, bei der Stadtverwaltung Recklinghausen arbeiten zu können.

 

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Erfahrungsbericht von Melanie H. (Stadtinspektoranwärterin 2. Ausbildungsjahr)
Die erste Woche der Ausbildung verbrachte ich im Sachgebiet Verkehrsangelegenheiten, welches dem Fachbereich Bürger- und Ordnungsangelegenheiten, Feuerwehr und dort der Abteilung Ordnungsangelegenheiten zugeordnet ist. Alle Kolleginnen und Kollegen waren freundlich, hilfsbereit und offen für alle Fragen, die sich zu Beginn natürlich ergeben haben. Dies nahm schnell die anfängliche Anspannung vor dem, was wohl kommen würde.


"Knöllchen" und "blitzen"

Unter anderem war ich zeitweise mit einer Politesse in der Stadt unterwegs und bin mit dem Radarwagen mitgefahren. Sicherlich wird dies nicht zu meinen späteren Aufgabenbereichen gehören, aber für den Anfang und um schon einen Einblick zu erhalten, war dies sehr hilfreich und spannend, schließlich war man sonst beim „Knöllchen bekommen“ oder beim „geblitzt werden“ höchstens auf der anderen Seite. 


Verwarnungen und Bußgelder

Natürlich habe ich auch Erfahrungen in dem Verwaltungsalltag und den Aufgaben des Sachgebietes gesammelt. Zu diesen gehören mitunter Verwarnungen und Bußgelder im ruhenden und fließenden Verkehr verhängen sowie das Ausstellen von Parkausweisen. Leider konnten meine Einblicke aufgrund der kurzen Zeit nicht tiefer gehen, aber einen guten Überblick habe ich erhalten. Generell kann ich sagen, dass ich in der kurzen Zeit viel Neues gelernt habe, was ich nicht nur im Verwaltungsdienst anwenden kann, sondern auch für mich persönlich.


Erster Studienabschnitt an der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung (FHöV) in Gelsenkirchen

Im Anschluss an diese Woche in der Verwaltung ging es dann zum ersten Mal zur FHöV. Nach einer Begrüßung durch Herrn Prof. Dr. Gourmelon und Herrn Belavic, der Verwaltungsleiter der FHöV Gelsenkirchen, ging es in die Kursräume, da noch einige organisatorische Dinge zu klären waren und uns danach bereits die erste Vorlesung erwartete.

Seitdem waren wir mittendrin im Studienalltag. Anfangs war natürlich alles neu und es war nicht leicht, einen Überblick zu bekommen. Die positive Atmosphäre innerhalb des Kurses und der angenehme Umgang mit den Dozenten half jedoch, sich schnell zurecht zu finden, und langsam, aber sicher Spaß am Studieren und Lernen zu finden. Die Dozenten und die Mitarbeiter der Verwaltung der Fachhochschule waren offen für alle Fragen und Probleme. Die FHöV in Gelsenkirchen ist übersichtlich, hat eine eigene Bibliothek, eine Cafeteria und einen Parkplatz.

Zum Abschluss des ersten Abschnittes stand uns noch die erste Klausur in ÖBwlG (Grundlagen der öffentlichen Betriebswirtschaftslehre) bevor. Sicher, die Angst war groß, aber mit Hilfe der Vorbereitung durch den Dozenten, das Selbststudium und der selbst gebildeten Lerngruppen haben wir alle bestanden und konnten in den wohlverdienten Weihnachts- und Winterurlaub gehen.


Erster praktischer Abschnitt in der Verwaltung

Für mich ging es zuerst in den Fachbereich Personal und Organisation, genauer gesagt in die Abteilung Organisation. Da es sich bei dieser Abteilung um ein Querschnittsamt handelt, hat man hier wenig bis gar keinen Kontakt zu Bürgern, sondern viel mehr zu den Kollegen aus allen anderen Fachbereichen. Man hat einen guten Eindruck von der Verwaltung als Zusammenspiel der einzelnen Fachbereiche bekommen.

Hinzukommend hat man grundlegende Begriffe, deren Bedeutung und Sinn gelernt, die einem im Verwaltungsleben immer wieder begegnen. Beispielsweise was eine Verfügung oder ein Vermerk ist, und was für einen Zweck sie haben.

Weiter durfte ich bei der Organisation (bzw. Raumplanung) des Umzugs der Mitarbeiter anlässlich der Sanierung des Stadthauses A von diesem in die Stadthäuser E, F und den Kubus mitwirken. Außerdem erhielt ich Einblicke in das „Betriebliche Vorschlagwesen“, bei dem jeder Mitarbeiter Verbesserungsvorschläge, die eine Erleichterung oder Einsparung für die Verwaltung bringt, einreichen kann. Im Rahmen des „Betrieblichen Vorschlagwesens“ durfte ich dann unter anderem an einer Sitzung des gleichnamigen Ausschusses teilnehmen.

Ich habe einige Gutachten und Stellungnahmen zu verschiedenen Themen verfasst, Arbeiten für die Kollegen erledigt, mit denen diese dann weiter arbeiten konnten und bei interkommunalen Umfragen mitgewirkt. Durch das Schreiben von Gutachten hat man bereits gemerkt, dass es wichtig ist, auch unbekannte Rechtstexte selbstständig anwenden zu können.

Natürlich blieben dies nicht die einzigen Aufgaben, die Aufgaben waren sehr vielfältig und unterschiedlich. Das Gefühl, nach anfänglicher kurzer Erklärung viele Sachen selbstständig erledigen zu können und zu dürfen, war sehr positiv. Und falls sich mal bei der Bearbeitung Fragen oder Hindernisse ergeben haben, war es kein Problem einfach noch mal nachzufragen.

Der praktische Abschnitt beinhaltete noch vier Tage Verhaltenstraining an der FHöV. Dieses fand in einer kleinen Gruppe innerhalb des bestehenden  Kurses mit zwei Trainern statt. Das erste Verhaltenstraining stand unter dem Motto „Kommunikation und Stress“. Durch viele interessante, einfallsreiche und teilweise auch unterhaltsame Aufgaben und Übungen lernten wir schnell einiges, was uns in unserem zukünftigen Berufsleben begleiten und helfen soll.


Zweiter Studienabschnitt an der FHöV in Gelsenkirchen

Ende März begann dann der zweite Abschnitt an der FHöV. Die Wiedersehensfreude war groß, doch gleichzeitig hatte jeder im Hinterkopf, dass uns am Ende des S 2, Mitte Juni, im Rahmen der Zwischenprüfung die letzten Klausuren in BGB (Bürgerliches Recht), WiFi (Wirtschafts- und Finanzwissenschaft), AVR (Allgemeines Verwaltungsrecht) und Psychologie sowie zwei Fachgespräche in Ethik und Soziologie bevorstanden.

Doch wie schon im S 1 waren alle Sorgen umsonst, der gesamte Kurs hat mal mehr, mal weniger sicher und zufrieden bestanden. In diesem Abschnitt war besonders, dass eine Evaluation der Dozenten stattfand. Dies bedeutet, dass die Studierenden die Dozenten anonym bewerten konnten. So bekommen auch die Dozenten ein Feedback und können sich möglicherweise noch ins Positive verändern.


Zweiter praktischer Abschnitt in der Verwaltung

Direkt nach dem S 2 durfte ich in den Fachbereich Bürger- und Ordnungsangelegenheiten, Feuerwehr. Wie der Name schon sagt ist dieser unterteilt in die drei Abteilungen Bürgerangelegenheiten, Ordnungsangelegenheiten und Feuerwehr, die wiederum in einzelne Sachgebiete aufgeteilt sind. Allerdings fehlt bei dieser Aufzählung noch die Abteilung Statistik.

Zu der Abteilung Ordnungsangelegenheiten gehören die Sachgebiete Gewerbeangelegenheiten, Verkehrsangelegenheiten und allgemeine Sicherheit und Ordnung. Im zuletzt genannten Sachgebiet verbringe ich momentan meinen zweiten praktischen Abschnitt. Hier war es zunächst wichtig einen Überblick zu bekommen, wer für was zuständig ist und wofür wir nicht zuständig sind. Hier muss das allgemeine Ordnungsbehördengesetz, für welches wir zuständig sind, von den Spezialgesetzen und dem Privatrecht abgrenzt werden. Da das Sachgebiet zwar auf die allgemeine Sicherheit und Ordnung beschränkt ist, dies jedoch viel Spielraum lässt, sind die Aufgabengebiete sehr vielfältig.

Grob gesagt besteht die Hauptaufgabe in der Gefahrenvorbeugung und -abwehr. Genauer gehören zu den Aufgaben beispielsweise Müll auf öffentlichen Flächen, Feuerwerke, wilde Plakatierung, Sondernutzungen, Lärmbeschwerden, zugewachsene Gehwege durch Hecken und Sträucher, Einweisungen, Schädlingsbekämpfung, Kampfmittelbeseitigung, Stilllegungen, Aufgaben nach dem Landeshundegesetz, allgemeine Ordnungswidrigkeiten und viele mehr. So ist es sehr interessant, die Beschwerden und Anfragen der Bürger zunächst anzunehmen und dann entweder schon direkt weiter zu helfen, diese erst intern zu klären oder weiterzuleiten.

Nach kurzer Zeit durfte ich selbstständig beispielsweise Anhörungen oder Bescheide im Rahmen von Ordnungswidrigkeitenverfahren, Erlaubnisse für Sondernutzungen und verschiedene Aufforderungen und Mitteilungen an Bürger schreiben. Durch den regen Bürgerkontakt brachte bislang jeder Tag immer wieder neue Aufgaben mit sich. Zeitweise war ich mit dem Außendienst draußen. Es war sehr aufschlussreich, wie sich die Arbeit des Außendienstes gestaltet. Denn dieser muss nicht nur den bereits gemeldeten Beschwerden auf den Grund gehen, sondern auch spontan und aufmerksam auf andere auftretende Dinge, die noch nicht beobachtet oder gemeldet wurden, reagieren. Zum Beispiel auf unangeleinte Hunde, Plakate auf öffentlichen Flächen oder Werbeanhänger.

Auch in diesem Abschnitt fand wieder ein viertägiges Verhaltenstraining statt, in dem wir diesmal die Themen „Konflikte und Teamarbeit“ behandelt haben. Wie schon im ersten Verhaltenstraining hatten wir viel Spaß, haben aber gleichzeitig oder gerade deswegen wieder viel für unsere Arbeit in der Verwaltung gelernt.


Fazit

Durch den dualen Aufbau und die vielen verschiedenen Fachbereiche mit den unterschiedlichsten Aufgabengebieten ist die Ausbildung zur Stadtinspektoranwärterin bei der Stadtverwaltung Recklinghausen sehr vielfältig und abwechslungsreich. So kann die Ausbildung nicht nur Grundlage dafür sein, langfristig gesehen immer wieder neue Tätigkeiten kennen zu lernen und sich weiter zu bilden, sondern auch seine Stärken optimal einsetzen zu können. Man sollte auf jeden Fall Interesse am Umgang mit Gesetzen mitbringen und Spaß bei Computer- und Teamarbeit haben. Eine Ausbildung bei der Stadt Recklinghausen verspricht außerdem eine gesicherte Zukunft.

 

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Erfahrungsbericht von Kathrin P. (Stadtinspektoranwärterin im 3. Ausbildungsjahr)
Als ich das erste Mal auf einer typischen Berufsinformationsveranstaltung auf die Ausbildung zum „Stadtinspektor“ aufmerksam geworden bin, fragte ich mich zunächst, was sich hinter diesem Begriff verbirgt. Es handelt sich um einen Verwaltungsberuf im öffentlichen Dienst, soweit - so gut. Doch welche Vorteile habe ich als Beamtin und was bietet die Ausbildung?

Entgegen meiner anfänglichen Vorstellungen von einem eintönigen Arbeitsalltag gestaltet sich die Ausbildung bei der Stadt Recklinghausen sehr abwechslungsreich und interessant. Bereits vor Beginn der Ausbildung im Jahr 2008 fand eine Einführungswoche statt, in der ich unter anderem alle Auszubildenden aus den verschiedenen Ausbildungsgängen kennen lernte, Wissenswertes über die Stadt erfuhr und mich mit angehenden Stadtinspektoren über offene Fragen austauschen konnte.


Theorieblöcke

Positiv hervorzuheben ist die Einteilung von Praxis- und Theorieblöcken, mit der das Studium nicht, wie in einigen anderen Ausbildungsgängen, abends bzw. am Wochenende erfolgt. Begonnen hat die Ausbildung mit einem theoretischen Abschnitt an der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung (FHöV) in Gelsenkirchen.

Dort sorgt die Zusammenstellung der Fächer aus den Bereichen Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften für einen vielseitigen Unterricht. Der Lernaufwand an der FHöV ist höher als auf einer weiterführenden Schule, jedoch habe ich mich schnell daran gewöhnt. 

Selbstständigkeit und Teamfähigkeit werden im Rahmen von Seminar- und Projektarbeiten gefördert. Während die Seminararbeit (zweites Ausbildungsjahr) neben dem Unterricht und der Klausurvorbereitung verfasst wird, erarbeitet man die Projektarbeit (drittes Ausbildungsjahr) mit anderen Studierenden in einer Gruppe innerhalb von zehn Wochen in vorlesungsfreier Zeit. Mit erfolgreichem Bestehen der Staatsprüfung wird ein anerkannter Bachelor-Abschluss erreicht. Somit könnte ein fortführender Master-Studiengang im Anschluss an die Ausbildungszeit als haupt- oder nebenberufliche Weiterbildung belegt werden. 


Verhaltenstraining

Zur Verbesserung der eigenen Sozialkompetenz finden drei jeweils viertägige „Verhaltenstrainings“ statt. Diese Trainings bieten mit Rollenspielen und Teamaufgaben eine unterhaltsame Abwechslung vom Arbeitsalltag. Außerdem sind Tipps für den Umgang mit Bürgern und Feedbacks über die eigene Person sehr hilfreich.


Aufgabenfelder in der Verwaltung
Der Aspekt der Vielseitigkeit findet sich auf Grund der facettenreichen Fachbereiche der Stadtverwaltung auch in den praktischen Abschnitten wieder. Die Aufgabenfelder erstrecken sich von täglichem Bürgerkontakt bis hin zu internen Arbeiten, die eine intensivere Beschäftigung mit Gesetzen oder Zahlen erfordern.

Im bisherigen Ausbildungsverlauf war ich in den Fachbereichen Personal und Organisation sowie Bürger- und Ordnungsangelegenheiten tätig und bin zur Zeit im Fachbereich Finanzen eingesetzt. Durch das „Hineinschnuppern“ in verschiedene Abteilungen habe ich nun eine Vorstellung davon erhalten, welche Tätigkeitsfelder mich ansprechen. Ein Beruf in der Verwaltung ist also keinesfalls langweilig, sondern bietet dauerhaft die Möglichkeit, sich neu zu orientieren und weitere Bereiche kennen zu lernen.


Finanzielle Vorteile

Neben Abläufen und Inhalten gibt es andere Fakten, die vor Beginn der Ausbildung von Interesse sind. Die Netto-Vergütung während der Ausbildung ist vergleichsweise hoch, da Beamte keine Sozialversicherungsabgaben leisten müssen. Zudem fallen für das Studium an der FHöV keine Studiengebühren an.


Sicherer Arbeitsplatz

Von besonderer Bedeutung ist in der heutigen Zeit ein sicherer Arbeitsplatz. Nach bestandener Probezeit (drei Jahre) trägt man die Bezeichnung „Beamter auf Lebenszeit“. Da Kommunen im Gegensatz zu privaten Unternehmen nicht insolvenzfähig sind, ist in der Regel eine hohe Sicherheit gegeben. Im Hinblick auf die Familienplanung ist auch eine längere Beurlaubung zur Betreuung der Kinder sowie der Wiedereinstieg in den Beruf unproblematisch. 

Von Vorteil ist die flexible Arbeitszeitregelung der Stadt Recklinghausen. In der Rahmenarbeitszeit von 7 bis 19 Uhr kann die persönliche Arbeitszeit weitgehend selbst gestaltet werden. Voraussetzung ist, dass die Soll-Arbeitszeit von 41 Stunden pro Woche erfüllt und die Leistungsfähigkeit des Fachbereichs durch Abstimmung mit den Kollegen weiterhin gewährleistet wird. Überstunden werden auf dem Gleitzeitkonto gesammelt und sind durch Zeitausgleich abzugelten.

Ich hoffe, ihr habt einen Einblick in die Ausbildung zum Stadtinspektor bei der Stadt Recklinghausen erhalten und vielleicht sieht man sich schon bald!

 

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Erfahrungsbericht von Sina D. (Auszubildende Inspektoranwärterin, 3. Ausbildungsjahr)
Nach erfolgreichem Bestehen des Auswahlverfahrens wurde ich am 1. September 2007 zur Stadtinspektoranwärterin ernannt.


Theorie

Während der Ausbildungszeit besuchen wir für den theoretischen Teil der Ausbildung die Fachhochschule für öffentliche Verwaltung in Gelsenkirchen.

Der Unterricht findet dort ausschließlich im Block statt, d.h., dass wir in zwei Blöcken je Ausbildungsjahr die Fachhochschule besuchen und dort in den theoretischen Grundlagen ausgebildet werden. Der Unterricht selbst ist auf Grund der verschiedenen Fachgebiete sehr abwechslungsreich und anstelle von überfüllten Hörsälen studieren wir in einem Kursverband mit ca. 20 bis 30 Anwärtern bzw. Aufsteigern. Eine gute Basis für ein intensives Lernen.


Praxis

Zwischen den theoretischen Ausbildungsblöcken sind wir in den unterschiedlichsten Fachbereichen der Stadtverwaltung eingesetzt.

Im Fachbereich „Personal und Organisation“ konnte ich im Bereich „Beamtenangelegenheiten“ einen Eindruck gewinnen, welche Personalangelegenheiten rund um die Beamten/innen im Hintergrund anfallen und zu erledigen sind.

Auch in meinen darauffolgenden Abschnitten (Gewerbesteuerveranlagung und Wirtschaftliche Jugendhilfe) konnte ich das an der Fachhochschule erworbene Wissen anwenden, stark vertiefen und Unklarheiten beseitigen.

Mittlerweile befinde ich mich in meinem letzten praktischen Abschnitt vor dem schriftlichem Staatsexamen und konnte nun noch einen Einblick in den Fachbereich „Soziales und Wohnen“ bekommen. Bei der Wohnungsversorgung konnte ich Kenntnisse erlangen, die über das bisher Gelernte hinausgehen.

Zur Zeit bin ich im Controlling des Fachbereiches eingesetzt und beschäftige mich dort mit der Gebührenkalkulation  für die städtischen Übergangsheime für Wohnungslose und Asylbewerber bezogen auf das Jahr 2011.


Vielfältige Aufgaben

Im Allgemeinen waren die gesamten Aufgaben bisher sehr unterschiedlich und vielfältig. Die Ausbilder in den verschiedenen Bereichen haben einem in den besten Fällen das Gefühl vermittelt ein Mitglied des Sachgebietes bzw. Fachbereiches zu sein und nicht der „Azubi zum kopieren und Kaffee kochen“.

Man hat oft die Chance verantwortungsvolle Aufgaben eigenständig zu bearbeiten. Dabei stehen einem die meisten Kollegen mit Rat und Tat zur Seite. Der alltägliche Umgang mit der medialen Ausstattung unterstützt dabei den „Azubialltag“.


Fazit
Die Ausbildung bei der Stadt Recklinghausen zu beginnen war also eine gute Wahl. Die Stadt bietet uns eine fundierte, abwechslungsreiche und auch unterhaltsame Ausbildung.

 

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