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Titel
Bürgermeister Tesche zeichnet besondere integrationsfördernde Leistungen aus
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Einleitung
Bürgerschaftliches Engagement ist das Fundament einer Stadt – auch in Recklinghausen. Aus diesem Grund hat Bürgermeister Christoph Tesche am Dienstag, 5. Dezember, auch Bürger*innen und Vereine geehrt, die sich für die Belange von behinderten Menschen in Recklinghausen ehrenamtlich einsetzen – passend zum Internationalen Tag des Ehrenamts.
Haupttext


„Oftmals sehen Menschen, Institutionen oder auch Firmen, die sich für Menschen mit einem Handicap einsetzen, ihre ehrenamtliche Arbeit nicht als besonderes Werk an. Mir ist es ein persönliches Anliegen, ihnen dafür die Wertschätzung der Stadt entgegenzubringen, die sie einmal mehr verdienen“, sagte Tesche bei der Verleihung im Ratssaal des schönsten Rathauses in Nordrhein-Westfalen.

Recklinghäuser*innen selbst haben die nun Geehrten vorgeschlagen. Eine Jury bestehend aus Vertreter*innen der Ratskommission und der Arbeitsgemeinschaft für Menschen mit Behinderung unter dem Vorsitz von Bürgermeister Tesche hatte schließlich das letzte Wort und entschieden, wer die Auszeichnung erhält. „Wir haben hier heute Personen geehrt, die den Behinderten in erster Linie ein Gefühl des Angenommenseins, der menschlichen Nähe und Wertschätzung geben. Ich freue mich, dass das Engagement in Recklinghausen so groß ist“, fügte Tesche hinzu.

Ohne die zum Teil stille Mithilfe wäre das Engagement der Stadt nur ein Stückwerk. Für diese ehrenamtliche Arbeit wurden Sabina Lukowski, Karl Thomaschewski (posthum) und der Sportverein Eisenbahner Turngemeinde Recklinghausen (ETG) 12/32 e.V. vertreten unter anderem durch den Vorsitzenden Christoph Drozda geehrt.

Zu den Geehrten
Sabina Lukowski arbeitet bei der Lebenshilfe Mitte Vest e.V. und hat bereits im Jahr 2013 die Fußballgruppe Leusberg gegründet, die sie bis heute ehrenamtlich leitet. Jeden Mittwoch trifft sich die Hobbymannschaft des FC Leusberg 62 zum Training. Willkommen ist ausdrücklich jede*r: Aktuell sind es 16 Spieler*innen, Kinder und Jugendliche mit und ohne Behinderung, egal welcher Nationalität und Identität. Dieses offene Konzept führte dazu, dass immer mehr Mädchen und Jungen an den Sport Fußball herangeführt wurden. Lukowski schafft es dabei immer wieder, ihr Team zu begeistern. Dank ihres Engagements und ihrer einfühlsamen Art unterstützt sich die Gruppe untereinander. Mit Teamwork und Rücksicht gelingt es ihr, jede*n einzubeziehen. Ihr vorbildlicher Umgang im Rahmen von Inklusion hat dazu geführt, dass viele weitere Personen zu Unterstützer*innen der Hobbymannschaft geworden sind.

Das ehemalige Mitglied der Ratskommission für Menschen mit Behinderung, Karl Thomaschewski, wird posthum geehrt. Seit Februar 2018 hatte er sich in der Kommission engagiert und war zusätzlich in den Arbeitsgruppen Bauen und Planen sowie Öffentlichkeitsarbeit tätig. Thomaschewski setzte sich stets für die Angelegenheit Barrierefreiheit als Profi in der eigenen Sache ein und war nie ideologisch unterwegs. Die praktische Umsetzung von Inklusion war ihm ein permanentes Anliegen. Er war ein engagierter Botschafter für die Sache und hatte stets im Blick, uneingeschränkte gesellschaftliche Teilhabe allen Menschen mit Behinderung möglich zu machen. Karl Thomaschewski ist im Oktober 2022 verstorben.

Als anerkannter Stützpunktverein für „Integration durch Sport“ ist es für die Eisenbahner Turngemeinde Recklinghausen 12/32 e.V. ein Selbstverständnis, dass auch Sportangebote für Menschen mit Handicap realisiert werden. Die „Glücksliga“ bietet daher Kindern, die unter Entwicklungsstörungen leiden, wie beispielsweise dem Down-Syndrom, die Möglichkeit, sich sportlich im Team der „Zauberbande“ mitzumachen. Trainiert werden Handball-Fertigkeiten, die weit über das Handball-Feld hinausgehen. Auch andere Spiel- und Bewegungsarten werden erfolgreich und spielerisch bei der Glücksliga eingebracht. Das Credo lautet dort: „Kinder mit Entwicklungsstörungen sollen nicht versteckt werden. Diese Kinder sind etwas Besonderes und wir haben keine Angst, es zu zeigen. Positive Sichtbarkeit wird auch zu einer besseren Integration in die Gesellschaft führen.“ Die „Zauberbande“ der ETG ist ein Teil dieser Initiative, an der bis heute sechs Mannschaften teilnehmen. Eine Gruppe umfasst maximal 15 Kinder und Jugendliche, die idealerweise älter als sechs Jahre alt sind.

Hintergrund
Die Stadt Recklinghausen hat es sich zur ständigen Aufgabe gemacht, die Integration Behinderter zu fördern und dem Integrationsprozess Kontinuität zu verleihen. So wurde bereits vor über 20 Jahren beschlossen, diese besonderen integrationsfördernden Leistungen auszuzeichnen. Die Veranstaltung findet in der Regel alle zwei Jahre statt.

 

Weitere Informationen gibt es auch online unter www.recklinghausen.de/behinderung.

 

Pressefoto: Bürgermeister Christoph Tesche (r.) ehrte gemeinsam mit Sozialdezernent Dr. Sebastian Sanders (hinten mittig), Katharina Minkhofer (Ratskommission für Menschen mit Behinderung) und Anja Metz (Arbeitsgruppe für Menschen mit Behinderung) die Auszuzeichnenden: Sabina Lukowski (3.v.r.), die ETG in Person von Trainer Ralf Glinka (4.v.r.) und Vorsitzendem Christoph Drozda (3.v.l.) und posthum Karl Thomaschewski, dessen Ehrung von seiner Frau Christel Meuter (4.v.l.) entgegen genommen wurde.Foto: Stadt RE

 

Datum
05.12.2023


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