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Titel
Neue Stolpersteine erinnern an Familie Aron und Frater Johannes Goebels
Bild
Mit Angehörigen der Familie Aron, Mitgliedern der Jüdischen Kultusgemeinde und Vertretern aus Politik, Verwaltung und Bürgerschaft wurden am Sonntag die Stolpersteine vor dem Haus Paulusstraße 6 eingeweiht.
Einleitung
Mit der vielfältigen Gedenkkultur, die durch das Aktionsbündnis für Toleranz und Zivilcourage getragen werden, setzte die Stadt ein Zeichen gegen Antisemitismus, Rassismus und Ausgrenzung.
Haupttext


Mit Blick auf die aktuellen Tendenzen in der Gesellschaft forderte der Bürgermeister die Bürger*innen auf, Flagge zu zeigen. „Natürlich haben wir das Recht auf Meinungsfreiheit, doch wenn Auseinandersetzungen unsachlich, beleidigend und diffamierend werden, sind wir aufgerufen, dagegen aufzustehen. Auch die Verfolgung der Juden durch die Nationalsozialisten hat einmal damit angefangen, dass nicht allen Menschen der gleiche Respekt und die gleiche Wertschätzung entgegengebracht wurde“, sagte Tesche.

Bewegend war die Rede von Diana Aron, der 80-jährigen Witwe des nach Riga verschleppten Rolf Aron. Der überlebte wie durch ein Wunder, kehrte zunächst nach Deutschland zurück, ging dann nach Palästina und wanderte schließlich 1955 nach England aus. Seine Tante Minna gehörte ebenfalls zu den Überlebenden und leitete nach ihrer Rückkehr nach Recklinghausen 20 Jahre lang die neu gegründete Jüdische Kultusgemeinde.

„Meinem Mann war es stets ein besonderes Anliegen, seine Geschichte zu erzählen, damit die Verbrechen am jüdischen Volk nie vergessen werden. Vergessen hat er das, was ihm die Nazis angetan haben, nie. Es hat ihn bis zu seinem Tod begleitet“, berichtete Diana Aron. Für die Verlegung der Stolpersteine an der Paulusstraße 6, die an die Verstorbenen ihrer Familie erinnern, gibt es aus ihrer Sicht keinen angemesseneren Ort. „Möge das Erinnern an unsere Familie an dieser Stelle stets ein Segen sein“, schloss Diana Aron ihre Rede.

Mit dem Schicksal der Familie Aron haben sich auch Schüler*innen des Hittorf-Gymnasiums beschäftigt. Das Projekt stellte Geschichtslehrer Nils Körner vor. Mit künstlerisch gestalteten Stelen erinnern die Hittorf-Schüler*innen nicht nur an die Familie Aron, sondern auch andere jüdische Familien, die im Holocaust den Tod gefunden haben. Für die Teilnehmer der Feierstunde war es ein ergreifender Moment, als Körner an Diana Aron die Stele überreichte, die an die Familie ihres Mannes erinnern soll. „Der Stein ist bei ihnen besser aufgehoben, als bei uns in der Schule.“

Die Ergebnisse des Projektes der Hittorf-Schüler finden auch Niederschlag im Online-Gedenkbuch der Stadt, das von Georg Möllers vorgestellt wurde. Auf der Homepage www.recklinghausen.de finden sich die Biografien vieler Menschen, die während der Nazi-Diktatur den Tod gefunden haben. „In den Berichten wird deutlich, dass die Ghettoisierung der Menschen jüdischen Glaubens bereits früh auch in unserer Stadt begonnen hatte“, führte der Erste Beigeordnete aus. Möllers, der auch Vorsitzender des Vereins für Orts- und Heimatkunde ist, hat mit Jürgen Pohl mehrere Bücher zum Thema verfasst und ist einer der Aktivposten, wenn es darum geht, die Gedenkkultur in Recklinghausen weiterzuentwickeln.

Am Montag, 16. Dezember, wurde dann ein weiterer Stolperstein an der Hertener Straße 60, direkt vor dem Eingang der Maristen-Realschule, verlegt. Dieser erinnert an den Maristen-Frater Johannes Xaver Goebels. Der Pädagoge hatte sich den Nationalsozialisten mit viel Mut und Zivilcourage widersetzt und sich geweigert, seine Schüler*innen in deren Sinne zu erziehen. Er wurde schließlich verhaftet, gedemütigt, gefoltert und starb am 17. März 1944 in der Krankenstation des KZ Dachau.

„Frater Johannes musste es mit dem Leben bezahlen, dass er es wagte, das Nazi-Regime im Unterricht zu kritisieren. Für uns ist das heute unvorstellbar und wir müssen alles daransetzen, dass das nie wieder passiert“, sagte Bürgermeister Tesche in der Feierstunde an der Maristen-Realschule, die von Schüler*innen aktiv mitgestaltet wurde. „Es gibt in unserem Land leider wieder Politiker einer Partei, die ganz gezielt wieder versuchen, Menschen auszugrenzen und zu diffamieren. Gesund, sicher und friedlich leben, das geht aber nur miteinander. Es macht mich stolz, dass es uns in Recklinghausen bisher gelungen ist, eine Spaltung der Gesellschaft nicht zuzulassen. So etwas darf nie wieder passieren“, erklärte Tesche.

Den Stolperstein, der an Frater Johannes Goebels erinnert, enthüllte er nach der Feierstunde gemeinsam mit Frater Robert Thunus, dem Provinzial der Maristenbrüder, der eigens aus Belgien angereist war. Die Maristen-Schule trägt übrigens seit Jahren den Titel „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“.

Info:
Zum Online-Gedenkbuch der Stadt geht es hier: www.recklinghausen.de/Gedenkbuch

 

Datum
17.12.2019


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