Willkommen in Ihrer Stadt

Bürgermeister Christoph Tesche

Recklinghausens Bürgermeister Christoph Tesche heißt Sie herzlich willkommen. Zu seiner Kolumne
Zu seiner Bildergalerie

Breitbandausbau, A43-Ausbau und Blitzer

Vorsicht

Informationen zum Breitbandausbau in Recklinghausen finden Sie hier.

Informationen zum Ausbau der A 43 finden Sie hier.

Aktuelle Geschwindigkeitsmessungen Zur Übersicht

Aktuelles Recklinghausen

Titel
4. Riga-Symposium thematisiert neue Herausforderungen der Gedenkkultur
Bild
Zwei Tage lang stand beim 4. Riga-Symposium im Großen Sitzungssaal des Rathauses das Gedenken an die Opfer der Nazi-Diktatur im Mittelpunkt
Einleitung
Das im Jahr 2000 gegründete Riga-Komitee hat am 26. und 27. September sein 4. Symposium durchgeführt. Die Stadt Recklinghausen war dem 2000 gegründeten im Jahr 2009 nach einem einstimmigen Beschluss des Rates beigetreten.
Haupttext


Der Zusammenschluss zahlreicher Städte hat sich zum Ziel gesetzt, die Erinnerung an die 25.000 jüdischen Bürger*innen wachzuhalten, die zwischen 1941 und 1942 nach Riga deportiert und ermordet wurden. Die Gedenkstätte in Riga-Bikernieki mit den Namenstafeln ihrer Heimatorte ist ein bewegendes Zeichen der Solidarität.

„Unter den Opfer waren auch viele Menschen aus Recklinghausen. Die Mitarbeit im Riga-Komitee ist für uns ein wichtiger Baustein der Gedenkkultur in unserer Stadt. Es gibt keine Zukunft ohne Gedenken. Es ist Bürgerpflicht, nicht zu vergessen, zu erinnern und zu mahnen“, sagte Bürgermeister Christoph Tesche in seinem Grußwort an die Teilnehmer des Symposiums. Das Stadtoberhaupt schlug auch den Bogen zum Kernthema des Symposiums, dass versuchte, die Frage zu beantworten, wie sich die Gedenkkultur gestalten lässt, wenn keine Zeitzeugen mehr zur Verfügung stehen, die den nachfolgenden Generationen von der Shoah erzählen können.

„Darin liegt in der Tat eine große Herausforderung. Ich habe selbst an Veranstaltungen mit Zeitzeugen teilgenommen und erlebt, wie durch ihre Augenzeugenberichte in Schulen eine unglaubliche empathische Nähe entsteht“, sagte Tesche. Er wies außerdem darauf hin, dass junge Menschen heutzutage nicht zuletzt auch durch die Digitalisierung anders geprägt seien. „Auch darauf müssen wir mit unseren Angeboten im Rahmen der Gedenkkultur reagieren“, so Tesche.

Wolfgang Wieland, stellv. Bundesvorsitzender des Volksbundes dt. Kriegsgräberfürsorge, der das Riga-Komitee und die Gedenkstätte Bikernieki trägt, bedankte sich für die kontinuierliche Mitarbeit der Stadt und die Ausrichtung des 4. Symposiums.

Tesche verwies auf eine Reihe von Veranstaltungen, mit denen auch auf Basis mehrere Ratsbeschlüsse zur Gedenkkultur den Opfern des Naziterrors in der Stadt gedacht wird. „Wir sind es den Opfern schuldig, die Erinnerung an sie wachzuhalten und junge Menschen davon zu überzeugen, dass man sie nicht vergessen darf und aus der Geschichte lernen muss“, sagte Tesche.

Die Teilnehmer absolvierten zwei Tage lang ein umfangreiches Programm, das der Erste Beigeordnete Georg Möllers und VHS-Leiter Jürgen Pohl entwickelt und koordiniert hatten. Georg Möllers: „Alle Städte dieses Bündnisses fühlen sich gegenüber den Opfern verantwortlich, die Erinnerung wachzuhalten. Und wir sind davon überzeugt, dass diese schrecklichen Erfahrungen eines brutalen Unrechtsregimes gerade jungen Menschen vermitteln können, wie wichtig das persönliche Engagement für die Menschenrechte, für Demokratie, Toleranz und Zivilcourage ist.“

Im Lauf der Tagung wurden die Besucher mitgenommen auf einen virtuellen Rundgang zu den Stätten der Nazi-Herrschaft, der Verfolgung und des Widerstandes, die der Verein für Orts- und Heimatkunde bereits 2009 in einem gesonderten Stadtplan dokumentiert hatte.

Großem Eindruck machten die vorgestellten Schulprojekte der Käthe-Kollwitz-Gesamt-schule, des Gymnasium Petrinum, der Otto-Burrmeister-Realschule und des Hittorf-Gymnasium. Jürgen Pohl: „Sie standen stellvertretend für die Vielfalt und große Engagement aller Recklinghäuser Schulen.“ Ergänzt wurde dies durch die Präsentation der Arbeiten der Schulen, die den Selig-Auerbach-Preis der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit erhalten hatten. Gerda Koch, die Vorsitzende der Gesellschaft konnte über gelungene Kooperationsbeispiele berichten. Diese setzen darauf, durch eine intensive Aufarbeitung von Biografien das Schicksal der jüdischen Opfer in der Stadt zu verorten und möglichst authentisch begreifbar zu machen. Vorgestellt wurde auch die von Georg Möllers und Jürgen Pohl 2013 verfasste Publikation „Abgemeldet nach ,unbekannt‘ 1942“, die Deportation und Schicksale der vestischen Juden in Riga darstellt und tatsächlich jedes Einzelschicksal der aus Recklinghausen stammenden Opfer dokumentiert.

Eine hochkarätig besetzte Podiumsdiskussion zum Thema „Die Bedeutung der Erinnerungskultur für die Demokratie heute“ mit Prof. Stefan Goch (Haus der Geschichte NRW), Prof. Bernd Faulenbach (Gegen das Vergessen – Für Demokratie e.V.) und Klaus Kaiser (Parlamentarischer Staatssekretär des Ministeriums für Kultur und Wissenschaft NRW) rundeten den ersten Tag des Symposiums ab.

Am zweiten Tag stand dann zunächst die wichtige Rolle der Kommunen im Kontext der Gedenkkultur im Mittelpunkt. Besondere Aufmerksamkeit der 60 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus verschiedenen Städten von Lübeck bis Brünn (Tschechien) und von Leipzig bis Krefeld fand das Online-Gedenkbuch der Stadt Recklinghausen als gutes Beispiel der Kooperation von ehrenamtlichen Engagement und städtischer Unterstützung.

Die jüdischen Familien aus Recklinghausen waren 1942 zunächst nach Gelsenkirchen transportiert worden, ehe die Deportation über Dortmund nach Riga erfolgte. So kam es in Gelsenkirchen zu einer Begegnung mit Judith Neuwald-Tasbach, Tochter des Riga-Überlebenden Kurt Neuwald. 24 ihrer Familienmitglieder waren ermordet worden. Die heutige Vorsitzende der Synagogengemeinde konnte nicht nur über ihre Familiengeschichte berichten, sondern auch über jüdisches Leben heute und konkrete Erfahrungen von Antisemitismus.

Den Abschluss der Begegnung bildete der Besuch des Jüdischen Friedhofs in Recklinghausen und das Gedenken an die Opfer am 1948 errichteten Mahnmal. Dabei beeindruckte die Besucher eine einzigartige Tradition. Nur in Recklinghausen gedenkt die Jüdische Kultusgemeinde alljährlich Anfang November der brutalen Räumung des Ghettos Rigas mit den anschließenden Deportationen in das Vernichtungslager Auschwitz 1943.

Sehr angetan zeigten sich Marika Barone und Guntis Gailitis, die eigens aus Riga angereist waren, um an dem Symposium teilzunehmen. „Ich habe wirklich sehr viele gute Anregungen für unsere Arbeit vor mitgenommen. Vor allem haben mich die Darstellungen der Schülerinnen und Schüler beeindruckt“, sagte Museumsleiter Guntis Galitis, Direktor der Gedenkmonumente der Stadt. Mit der Einladung von Frau Dr. Ute Herdmann zum 5. Symposium in Berlin konnte gleich ein Signal für die Fortsetzung der Arbeit des Komitees gesetzt werden.

Info: https://www.volksbund.de/partner/deutsches-riga-komitee.html

 

 

 

Datum
30.09.2019


Veranstaltungskalender

Zur Veranstaltungssuche

Umfrage
Viele Künstler werden bei den Ruhrfestspielen 2014 wieder auf den Bühnen Recklinghausens stehen. Welche Angebote mögen Sie am Liebsten?






Auswertung anzeigen
Insgesamt: 162 abgegebene Stimmen.
Heiraten in Recklinghausen

 Strauss Rosen

In Recklinghausen gibt es wunderschöne Trauorte. Ob historisch vor dem Rathaus, ob romantisch mit Bergbau-Atmosphäre oder modern-architektonisch im Ruhrfestspielhaus - all das und mehr ist möglich. Das Standesamt hilft bei allen Fragen von der Anmeldung bis zum Hochzeitstermin. Mehr

Broschüre in Leichter Sprache

broschuere

Die neue Broschüre in Leichter Sprache gibt Auskunft über verschiedene Hilfsangebote, wie Wohngeld, Pflege oder der Suche nach einer Sozialwohnung. Mehr

Broschüren und Pläne

Broschurenbox
Ob Sie Recklinghausen zu Fuß entdecken wollen, eine Übernachtungsmöglichkeit suchen oder einen Überblick zu unseren Museen bekommen möchten: Mit unseren Broschüren und Plänen können Sie sich informieren und Ihren Besuch planen. Einige Broschüren gibt es auch in verschiedenen Sprachen.

Ausflugsziele


Vom Stadthafen über Parks und Halden bis zur Sternwarte - Recklinghausen bietet eine Vielfalt an Ausflugszielen. Mehr

Museen

Ikonen-Museum
In Recklinghausen gibt es verschiedene Museen zu entdecken, darunter das Ikonen-Museum und die Kunsthalle. Mehr

Kinderrechte-Aktionsjahr 2019

logo
Das 30-jährige Jubiläum der UN-Kinderrechtskonvention in diesem Jahr ist Anlass, in Recklinghausen die gesamte Themenvielfalt der Kinderrechte im Rahmen eines „Kinderrechte-Aktionsjahres 2019“ besonders in den Mittelpunkt zu stellen.

VHS online

Doppellogo VHS
Informationen und alles Wissenswerte über die Veranstaltungen der Volkshochschule gibt es hier.

Patientenverfügung und Vorsorgevollmachten

FB 51 Betreuungsstelle
Hier finden Sie Informationen und Muster zu Vorsorgevollmachten und Patientenverfügungen zum Ausdrucken. Mehr

Kultur Kommt

Logo Kultur Kommt

Das Institut für Kulturarbeit der Stadt Recklinghausen bietet ganzjährig ein umfangreiches, vielfältiges Theater- und Konzertprogramm. Mehr

Abonnieren Sie unsere Seite

RSS-Symbol
Sie als Nutzer können unsere Seite kostenfrei abonnieren. Wenn neue Meldungen auf der Startseite oder den weiteren sechs Hauptseiten erscheinen, erhalten Sie die Meldungen auch sofort. Mehr