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ISEK Hillerheide: Ministerin Ina Scharrenbach überreicht Bewilligungsbescheid an Bürgermeister Christoph Tesche
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Bürgermeister Christoph Tesche und Ministerin Ina Scharrenbach  präsentieren gemeinsam mit Vertretern aus Verwaltung und Politik das Konzept für das Projekt  - Wohnen am Wasser -
Einleitung
Fünf Leitprojekte sollen umgesetzt werden, Stadt schätzt Gesamtkosten auf 80 Millionen Euro, „Wohnen am Wasser“ auf dem Areal der Trabrennbahn, Tribünen und Stallungen werden abgerissen
Haupttext


Das Integrierte Stadtteilentwicklungskonzept (ISEK) Hillerheide ist eines der ganz wichtigen Projekte der nächsten Jahre für Recklinghausen. Fünf Leitprojekte hat die Politik nach einer umfangreichen Bürgerbeteiligung für den Ortsteil verabschiedet und mittlerweile auch auf den Weg gebracht.

Ziel ist es, eine möglichst hohe Lebensqualität im Stadtteil zu erzielen. Am Mittwoch, 31. Oktober, hat Ina Scharrenbach, Ministerin für Heimat, Kommunales, Bauen und Gleichstellung in NRW, auf dem Gelände der Trabrennbahn einen ersten Förderbescheid des Landes in Höhe von 2,39 Millionen Euro an Bürgermeister Christoph Tesche überreicht. „In den kommenden Jahren werden Zuschussanträge für weitere Förderabschnitte erarbeitet“, teilte Norbert Fröhleke, Leiter der Abteilung für das zentrale Fördermittelmanagement, mit.

Damit Bürgerinnen und Bürger am Konzept mitwirken konnten, hatte die Stadt verschiedene Beteiligungsmöglichkeiten angeboten. Nach einer Stadtteilwerkstatt fanden fünf weitere Foren statt. Die dort gemachten Vorschläge und Anregungen wurden ausgewertet und sind in die Konzepterstellung des ISEK eingeflossen. Im Sommer 2015 wurden die Leitprojekte in den Fachausschüssen thematisiert und vom Rat als Handlungsgrundlage für die nächsten Jahre beschlossen. Die Stadt steuert im ersten Schritt zusätzlich zur Förderung des Landes einen Eigenanteil von 600.000 Euro bei. Eine genaue Kostenschätzung für ein solch langfristig angelegtes Projekt ist schwierig, doch dürften die Gesamtkosten bei rund 80 Millionen Euro liegen.

„Wir verfolgen auf der Hillerheide sehr ehrgeizige Pläne. Ohne die finanzielle Förderung des Landes wären diese aber nicht zu realisieren. Deshalb sind wir froh, dass wir mit unserem Konzept die Experten im Ministerium, aber auch die Ministerin selbst, offenbar überzeugen konnten“, erklärte Bürgermeister Tesche. „Darauf sind wir durchaus ein wenig stolz. Denn was wir mit dem ISEK Hillerheide vorhaben, gehört in den nächsten Jahren zu den herausragenden städtebaulichen Förderprojekten des Landes.“

Ein wesentlicher Baustein des eingereichten Projektantrages ist die Umgestaltung des Trabrennbahn-Areals. Dort, wo einst Rennpferde aus der ganzen Welt um die Wette liefen, soll unter dem Motto „Wohnen am Wasser“ ein komplett neues Wohngebiet entwickelt werden. Geplant ist ein See in Größe des Renn-Ovals, angrenzend entstehen Wohnhäuser in unterschiedlichen Varianten sowie ein Grüngürtel inklusive Lärmschutzwall, der das neue Wohngebiet von der Autobahn 2 abschotten wird. Im nördlichen Bereich des Plangebiets ist an der Blitzkuhlenstraße eine Mischnutzung vorgesehen, in der auch Einzelhandel seinen Platz findet.

Mit den Mitteln des ersten Zuwendungsbescheids, den Ministerin Ina Scharrenbach am Mittwoch überreichte, finanziert die Stadt für vier Jahre das Stadtteilmanagement auf der Hillerheide, den Bau eines Spielplatzes an der Karlsbader Straße, Artenschutzmaßnahmen, Planungsleistungen sowie die Erarbeitung eines Konzeptes zum Abriss der Gebäude auf der Trabrennbahn. Diese waren seit der Einstellung des Rennbetriebs immer wieder Zielscheibe von Vandalen und Brandstiftern geworden.

Auf der westlichen Seite müssen unter anderem die riesigen Tribünen und der alte Pavillon abgerissen, im östlichen Bereich sollen die Stallungen samt Nebengebäuden abgebrochen werden. Die Gesamtkosten werden auf rund 3 Millionen Euro geschätzt. „Wir haben bereits mit den Vorbereitungen der Ausschreibung für den Abbruch der Gebäude begonnen“, meldete Helge Wasserman, Projektleiter der Stadtentwicklungsgesellschaft Recklinghausen (SER).

Neben dem Rückbau der Gebäude sollen in den nächsten zwei Jahren auch Rodungsarbeiten auf dem Trabrennbahngelände durchgeführt werden. Ab 2021 läuft dann die Baureifmachung des Areals an, zu der neben dem Bau des Lärmschutzwalls auch die Modellierung des Sees gehört. Diese Phase dürfte fünf Jahre in Anspruch nehmen. Ab 2026 sind im bisherigen Zeitplan der Bau von Kanal-, Entwässerungs- und Erschließungsanlagen sowie die Gestaltung der Freiflächen vorgesehen. Drei Jahre später könnte dann der Straßenendausbau folgen.

„Viele Bürgerinnen und Bürger haben sich mit ihren Ideen und Anregungen in das ISEK Hillerheide eingebracht“, sagte Tesche. „Wir werden als Verwaltung in den kommenden Jahren mit viel Einsatz an der Umsetzung des Konzeptes arbeiten und setzen auch weiterhin auf die Unterstützung aus der Bürgerschaft.“

Die weiteren vier Leitprojekte im Überblick:

1. Städtebauliche Integration Blitzkuhlenstraße:

Die Straße ist eine der wichtigsten Ost-West-Verbindungen im Stadtgebiet. Sie dient unter anderem als Umleitungsroute für die A2 und stellt eine Barriere für die Nord-Süd-Verbindungen im Stadtteil Hillerheide dar. Ziel der Entwicklung ist es, den Straßenraum gestalterisch und funktional aufzuwerten, um die Stadtteilbereiche auf der Hillerheide besser miteinander zu verknüpfen. Ein erstes Verkehrskonzept liegt bereits vor, das unter anderem die Anbindung des neuen Wohngebietes an die Blitzkuhlenstraße durch zwei Kreisverkehre vorsieht.

2. Attraktive Mitte Gertrudisplatz:

Der Stadtteilplatz wurde über Jahre nur sehr sporadisch genutzt, zuletzt aber durch das Quartiersmanagement deutlich belebt. Im Rahmen einer Masterplanung soll unter Beteiligung der Anwohner ein neues Nutzungskonzept erarbeitet werden, das natürlich auf das Umfeld abgestimmt wird. Der Platz soll sich so zu einer lebendigen, attraktiven Mitte zwischen dem zentralen Versorgungsbereich an der Heidestraße und dem neuen Wohngebiet an der Trabrennbahn entwickeln.

3. „Stadtteilleben – Vorhandenes vernetzen und ergänzen“:

Auf der Hillerheide existiert bisher kein ausgeprägtes Stadtteilleben. Durch die Demografie und den damit verbundenen Generationenwechsel sind das noch bestehende Vereinsleben sowie der soziale Zusammenhalt gefährdet. Erste Initiativen zur Aktivierung von Kooperationen und kleineren Projekten wurden bereits ergriffen. Geplant sind zudem Haus-, Hof- und Fassadengestaltungen, Aufwertung von Schulhöfen und Spielflächen und die Fortsetzung des Stadtteilmanagements, das auch über einen eigenen Verfügungsfonds Maßnahmen unterstützen kann.

4. „Energetische Quartierssanierung“:

„Wir wollen in einem mehrjährigen Prozess mit unterschiedlichen Akteuren gemeinsam die Zukunft des Stadtteils Hillerheide gestalten“, sagt der Technische Beigeordnete Norbert Höving. „Dafür ist eine klimagerechte, zukunftsgerechte Stadtentwicklung notwendig - und so werden wir in enger Abstimmung mit der Innovation City Management GmbH Grundlagen für Hillerheide erstellen.“ Mit dem Quartier Hillerheide hat sich die Stadt im Frühjahr 2016 erfolgreich am interkommunalen Wettbewerb „InnovationCity roll out“ beteiligt. Im ersten Halbjahr 2017 wurde bereits ein Konzept zur klimagerechten Quartiersentwicklung erarbeitet. Nun soll ein kommunales Förderinstrument aufgebaut werden, das Privateigentümer bei einer energetischen Sanierung mithilfe kommunaler Zuschüsse unterstützt. Dabei könnten auch Mittel aus der Förderrichtlinie KfW helfen.

 

Datum
31.10.2018


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