Veranstaltungskalender

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Titel
Ausstellung im Ikonen-Museum: „Das Mandylion. Urbild und Abbild. Mit Werken von Robert Hehlke (Berlin)“
Kategorie
Ausstellungen/Kongresse/Messe
Veranstaltungsdatum
von 17.08.2019 bis 06.10.2019
Inhalt

Ein Abbild des Gesichts von Jesus Christus, noch dazu eins, was er selbst erschaffen haben soll: Das sogenannte Mandylion, oder auch Abgarbild, zeigt genau das. Der Legende nach soll Christus ein Tuch auf sein Gesicht gedrückt haben, welches dann seinen Gesichtsabdruck zeigte. Als erste „nicht von Menschenhand geschaffene“ Ikone gilt das Mandylion als besonderer Schatz der Christenheit.

 

Seiner wunderwirkenden und schützenden Kraft geschuldet erlebte es ereignisreiche Jahrhunderte: Es wurde verehrt, geriet in Vergessenheit, wurde wiederentdeckt und auch für staatspolitische Zwecke benutzt. Im Jahr 1204 verliert sich seine Spur: Im Chaos der Plünderung Konstantinopels durch den Vierten Kreuzzug verschwindet das Abbild Christi. Doch wurde es in großer Zahl vor allem in Russland kopiert. Die Verkettung von immer neuen Abbildungen des Mandylions sicherte seine Verehrung über die folgenden Jahrhunderte hinweg bis heute.

 

Die neue Ausstellung im Ikonen-Museum zeigt alte Mandylion-Darstellungen aus der Sammlung des Museums, darunter zwei Exponate aus der erst kürzlich dem Museum geschenkten Sammlung Zerlin, sowie vier großformatige Studien des Berliner Künstlers Robert Hehlke. Sie thematisieren das Verhältnis von Urbild und Abbild, das für die Ikonenmalerei von großer Bedeutung ist und im Mandylion gleich dreifach zum Ausdruck kommt: Es ist das Abbild einer theologischen Wahrheit (der Inkarnation), eines transzendenten „Urbildes“, welches für den Menschen nur über das Abbild der Ikone wahrnehmbar ist; es ist das Urbild aller Christus-Ikonen und somit der Ikonenmalerei insgesamt; und es ist das Urbild von hunderten, wenn nicht tausenden Abbildern, die als Kopien auf Ikonen gemalt wurden. Und trotz des Verlustes des Urbildes wird dieses doch mit all seinen Kräften und Eigenschaften als im Abbild präsent gedacht, ein zentrales Charakteristikum der Ikonenmalerei, das für alle Kopien vorbildhafter Ikonen gilt. 

 

Die kleine Ausstellung führt die Besucher*innen in die Geschichte und Bedeutung des Mandylions ein mit dem Ziel, ihnen eines der wichtigsten Motive der Ikonenmalerei nahezubringen und damit auch größeres Verständnis für die Ideenwelt ostkirchlicher Kunst insgesamt zu erzeugen. Gezeigt werden Objekte aus verschiedenen Materialien und verschiedenen Kontexten. Die Exponate lagerten bisher überwiegend im Depot, die Ausstellung greift aber auch in den Bereich der Dauerausstellung ein: Objekte, auf denen das Mandylion zu sehen ist, wurden eigens gekennzeichnet, um zum Rundgang durch das Haus anzuregen und die in der Kernausstellung vermittelten Informationen zu vertiefen.

 

Die neue Ausstellung wird am Samstag, 17. August, um 15 Uhr im Beisein des Berliner Künstlers Robert Hehlke eröffnet. Der Eintritt zur Eröffnungsveranstaltung ist frei. Die Ausstellung endet am Sonntag, 6. Oktober.

 

Veranstaltungsstätte
Ikonenmuseum
Stadt
Recklinghausen
Veranstaltungsadresse
Kirchplatz 2a, 45657 Recklinghausen

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