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Titel
Start-up-Strategie der Bundesregierung
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Laptop auf Schreibtisch
Einleitung
Die Bundesregierung legt erstmals eine umfassende Start-up-Strategie vor. Start-ups sind junge innovative Unternehmen mit Wachstumsambitionen. Durch neuartige Geschäftsmodelle, Produkte oder Dienstleistungen sind sie Treiber für wirtschaftliche Dynamik und Erneuerung.
Haupttext

Start-ups haben demzufolge eine besondere Bedeutung für Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft, denn sie befeuern Wettbewerb und Innovationsgeist. Die besondere gesellschaftliche Relevanz dieser Unternehmen ist zudem im Bereich des Klima- und Umweltschutzes vorzufinden. Ein Drittel aller Start-ups leisten einen signifikanten Beitrag zur nachhaltigen Transformation der deutschen Wirtschaft. Grüne Gründungen haben mit Blick auf die Energiewende bewiesen, welchen Beitrag sie in den Bereichen Energie- und Ressourceneffizienz, nachhaltige Wärme oder in der Landwirtschaft leisten können.

Aufgrund dessen haben Investoren neben der finanziellen Rendite auch den Beitrag zur Lösung gesellschaftlicher, wirtschaftlicher und ökologischer Probleme im Blick (Impact Investing). Die Stärkung und Förderung ist daher ein zentrales Ziel der Bundesregierung, um junge Unternehmen attraktiv für Investoren zu machen. Es sollen Rahmenbedingungen geschaffen werden, die innovative Ideen fördern und somit einen neuen Gründergeist entfachen lassen, der mehr Start-ups hervorbringt.

Dafür will die Bundesregierung Deutschland und Europa zu starken Start-up-Standorten entwickeln und im Zuge dessen Start-ups bei relevanten europäischen Vorhaben bevorzugt miteinbeziehen. Ziel der Europäischen Kommission ist es, die Zahl der „Einhörner“ - dies sind Start-ups mit einer Marktbewegung von mindestens eine Milliarde US-Dollar - bis zum Jahr 2030 zu verdoppeln. 

Mit den unten genannten Zehn Maßnahmen im Rahmen der Start-up-Strategie leistet die Bundesregierung einen wichtigen Beitrag zu diesem Ziel.

1.     Finanzierung für Start-ups stärken

Die Bundesregierung wird innovative technologieorientierte Start-ups in ihrer Wachstumsphase u.a. mit einem Zukunftsfonds unterstützen und stellt hierfür bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) 10 Milliarden Euro an öffentlichen Mitteln in einem Investitionszeitraum bis 2030 bereit. 

2.     Start-ups die Gewinnung von Talenten erleichtern – Mitarbeiterkapitalbeteiligung attraktiver ausgestalten

Auch für Start-ups wird die Anwerbung von qualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zunehmend schwieriger. Um hier gezielter zu unterstützen, wird die Bundesregierung u.a. ihre Fachkräftestrategie weiterentwickeln. Wichtige Punkte sind insbesondere die Unterstützung der Erwerbsbeteiligung, die Stärkung der Aus- und Weiterbildung und die Steigerung der Einwanderung. 

3.     Gründungsgeist entfachen – Gründungen einfacher und digitaler machen 

Start-ups entstehen nur dann, wenn neue Wege beschritten und dafür Risiken eingegangen werden. Gründungen müssen einfach und digital möglich sein, damit aus neuen Ideen schnell innovative Produkte und Dienstleistungen entstehen können. Daher strebt die Bundesregierung u.a. an, dass Gründungsprozesse künftig vollständig digital und möglichst innerhalb von 24 Stunden abgewickelt werden können. 

4.     Start-up-Gründerinnen und Diversität bei Gründungen stärken 

Frauen sind im Start-up-Ökosystem weiterhin deutlich unterrepräsentiert. Die Bundesregierung schafft im Rahmen des Zukunftsfonds ein neues Instrument zur Stärkung von Gründerinnen und Diversität bei Gründungen im deutschen Wagniskapitalmarkt. Weiterhin soll die Beteiligung von Frauen in Investment-Komitees von staatlichen Fonds und Beteiligungsgesellschaften deutlich gestärkt werden. 

5.     Start-up-Ausgründungen aus der Wissenschaft erleichtern 

Hochschulen, Forschungseinrichtungen und auch berufsbildende Schulen sind wichtige Quellen für neue Technologien sowie für innovative Produkte und Dienstleistungen. Sie tragen zu einer immer breiter werdenden Wissensbasis bei. Daher wird die Bundesregierung u.a. das Förderprogramm „EXIST-Potentiale“ durch einen „Leuchtturmwettbewerb Entrepreneurship-Zentren“ ergänzen und den Dialog mit den Ländern zu Gründungsstrukturen an Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen intensivieren. 

1.     Rahmenbedingungen für gemeinwohlorientierte Start-ups verbessern 

Gemeinwohlorientierte Unternehmen sind durch ihre Verbindung von gesellschaftlichen Zielen und unternehmerischem Handeln ein wichtiger Treiber für soziale Innovationen. Daher wird die Bundesregierung u.a. passende Finanzierungsinstrumente für gemeinwohlorientierte Start-ups sowie eine Strategie zum Sozialunternehmertum entwickeln. 

2.     Start-up-Kompetenzen für öffentliche Aufträge mobilisieren 

Der Staat hat erhebliche Bedeutung als potenzieller Auftraggeber von Start-ups. Jährlich werden von der öffentlichen Hand (Bund, Länder, Kommunen) Aufträge in einem Gesamtvolumen von weit über 100 Milliarden Euro vergeben. Für öffentliche Aufträge wird die Bundesregierung daher einen E-Marktplatz einrichten sowie einen zentralen Bekanntmachungsservice installieren, über den möglichst alle Vergabeverfahren auffindbar sind und als Open Data bereitgestellt werden. 

3.     Start-ups den Zugang zu Daten erleichtern 

Besonders Start-ups benötigen Daten, um ihre innovativen Produkte und Prozesse umzusetzen. Um den Zugang zu Daten zu erleichtern, wird die Bundesregierung sich u.a. im Rahmen der Verhandlungen zum europäischen Data Act für angemessene Anreize zum Teilen von Daten einsetzen. 

4.     Reallabore stärken – Zugänge für Start-ups erleichtern 

Reallabore ermöglichen Start-ups, unter Aufsicht und Begleitung der zuständigen Behörden innovative Technologien oder Geschäftsmodelle im realen Umfeld zu erproben, die im allgemeinen Rechtsrahmen noch an Grenzen stoßen. Um den Zugang zu Reallaboren zu erleichtern, wird die Bundesregierung u.a. ein Reallabore-Gesetz auf den Weg bringen, das innovationsfreundliche Rahmenbedingungen schafft. 

5.     Start-ups ins Zentrum stellen 

Ein Start-up-Ökosystem benötigt eine enge Vernetzung aller relevanten Akteurinnen und Akteure. Daher wird die Bundesregierung die Vernetzung vorantreiben und Start-ups ins Zentrum stellen. Dazu zählt auch, den Zugang zu Demonstratoren und Erprobungsräumen zu erleichtern und das Netzwerk der Mittelstand-Digital Zentren stärker mit Start-up-Initiativen zu vernetzen. Die Umsetzung der Start-up-Strategie wird von einem Monitoring begleitet, die Bundesregierung wird jährlich über den Stand der Umsetzung berichten. Darüber hinaus ist eine regelmäßige Überprüfung vorgesehen, ob und wie die Strategie fortentwickelt werden sollte.

Datum
25.08.2022


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