Aktuelles Recklinghausen

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Programm 2021/2022 zu „Jazz in der Kunsthalle - Die Sparda Lounge“ vorgestellt
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Einleitung
Das Institut für Kulturarbeit lädt in Zusammenarbeit mit der Kunsthalle in der Saison 2021/22 an fünf Freitagen ab 18 Uhr zu Jazz-Konzerten in den Kunstbunker am Hauptbahnhof ein. Ein Besuch der jeweiligen Ausstellung sowie die Teilnahme an einem vorherigen Rundgang (Start um 17.15 Uhr im Foyer) sind möglich.
Haupttext


2017 wurde die Reihe „Jazz in der Kunsthalle“ ins Leben gerufen. Sie ist ein Ergebnis aus dem Kulturentwicklungsplan, in dem der Wunsch der Bürgerschaft nach mehr Angeboten aus dem Bereich Jazz formuliert wurde.

„Wir schätzen uns glücklich, ‚Jazz in der Kunsthalle‘ nach der langen pandemiebedingten Pause weiterführen zu können. Die Sparte Jazz hat zahlreiche Anhängerinnen und Anhänger und eine lange Tradition in Recklinghausen. In der Kunsthalle als besonderem Spielort schaffen wir spannende Begegnungen zwischen Klang und Bild. Mein besonderer Dank gilt der Stiftung Kunst, Kultur und Soziales der Sparda-Bank West für die Ermöglichung der Konzerte,“ sagt Bürgermeister Christoph Tesche.

Der renommierte Recklinghäuser Gitarrist und ausgewiesene Jazz-Experte Ingo Marmulla hat ein Programm zusammengestellt, das neben lokalen Größen auch junge neue Stimmen und bekannte Jazzmusiker*innen präsentiert. Musikalisch reicht die Bandbreite vom bluesigen Ursprung des Jazz über Swing bis hin zu Modern Jazz. 
„Wir freuen uns sehr darüber, dass wir in Anbetracht der aktuellen Situation und unter Sicherheitsmaßnahmen wieder Konzerte durchführen können“, bekräftigt Korinna Krumpholz von der Stiftung Kunst, Kultur und Soziales der Sparda-Bank West. „Mit dieser wunderbaren Reihe geben wir Künstlerinnen und Künstlern die Möglichkeit, wieder live vor Publikum aufzutreten und bieten gleichzeitig den Menschen aus der Region ein spannendes und qualitätsvolles Konzertangebot“.

Der Eintritt zu den Konzerten sowie zum Besuch der Ausstellung sind frei. Da die Teilnehmerzahl begrenzt ist, ist eine Anmeldung bei der Kunsthalle unter 02361-501935 notwendig. Die Anmeldung zu den einzelnen Konzerten ist jeweils ab 14 Tagen vor dem Konzerttermin möglich. Informationen zum Hygienekonzept finden Sie unter: www.recklinghausen.de/kulturtermine.

Ermöglicht werden die Konzerte durch das Engagement der Stiftung Kunst, Kultur und Soziales der Sparda-Bank West. 

Programm 2021/2022

Den Auftakt der Reihe am 8.10.2021 machen Thomas Hufschmidt & Friends. Der Essener Pianist und Komponist ist ein seit langem bekannter Interpret des modernen Jazz. Neben seinem Wirken in deutschen Jazzbands besuchte er Clinics bei Attila Zoller, Don Friedman und Walter Norris in den USA. Es folgten Tourneen u.a. mit Musikern wie Jan Akkerman, Albert Mangelsdorff, Uli Beckerhoff oder Tony Lakatos. 
Goethe-Institut-Tourneen führten ihn durch Europa. 2006 begleitete er Carla Bley bei der Essener Aufführung der Jazz-Oper "Escalator over the Hill". Hufschmidt ist seit 1990 Professor für Jazzpiano, Theorie und Bigband-Leitung an der Folkwang-Hochschule in Essen. Er schrieb auch Theater- und Filmmusik (unter anderem für Adolf Winkelmann). 
Die "Friends" (Stephan Sagurna am Schlagzeug, Caspar van Meel am Bass und Ingo Marmulla an der Gitarre) sind langjährige Wegbegleiter des Pianisten. Zahlreiche gemeinsame Konzerte in unterschiedlichen Formationen versprechen eine vergnügliche musikalische Kommunikation in der Kunsthalle Recklinghausen.

Am 5.11.2021 folgt Jarry Singla mit EASTERN FLOWERS. Pianist Jarry Singla, Kontrabassist Christian Ramond und Perkussionist Ramesh Shotham verflechten indische Kunst- und Tempelmusik mit europäischem Jazz, aber auch mit Elementen des barocken Kontrapunkts oder mit den Modi genannten speziellen Oktavaufteilungen des Franzosen Olivier Messiaen. Das Ergebnis ist transkulturelle Musik, die durch ihre spieltechnische Sicherheit und Beweglichkeit, ihre rhythmische Ausgeglichenheit, ihren Variantenreichtum und die stete Transparenz des Klangs beeindruckt.
Das 2009 von Jarry Singla gegründete Ensemble spielt vorwiegend Kompositionen des deutsch-indischen Pianisten und konzertiert national und international - bislang unter anderem bei herausragenden Festivals und Konzertreihen wie "Buenos Aires Jazz", "Jazz Utsav New Delhi", "Bolivia Festijazz", „Acht Brücken – Musik für Köln“ und "Musik in Donaueschingen".

Seine beiden hoch renommierten musikalischen Begleiter haben ebenfalls indische Wurzeln. WDR Jazzpreis Gewinner Ramesh Shotham ist in Europa einer der meistbeschäftigten indischen Jazz-Perkussionisten überhaupt. Christian Ramond spielte mit Jazzlegenden wie Albert Mangelsdorff, Kenny Wheeler und Lee Konitz.

Am 28.1.2022 gastiert das Pascal Bartoszak Quartet in der Kunsthalle. Das Quartett um den Saxophonisten Pascal Bartoszak widmet sich der swingenden Jazztradition und bringt diese mit den Einflüssen heutiger Jazzströmungen voller Spielfreude auf die Bühne. Knapp vier Jahre nach der Veröffentlichung seines ersten Albums „Back To Trad“ präsentiert das Quartett nun sein neues Album mit dem Titel „Common Ground“. 
Mit „Common Ground“ spielen die vier Musiker aus Köln und Essen sowohl auf ihre Leidenschaft für den modernen Mainstream-Jazz als auch auf ihren gemeinsamen musikalischen Werdegang an. Seit ihrer Anfangszeit im Landesjugendjazzorchester NRW gehen sie einen gemeinsamen Weg, der schließlich zur Gründung des Pascal Bartoszak Quartets im Jahr 2014 führte. Schnell folgten Erfolge und Auszeichnungen bei Wettbewerben wie dem Sparda Jazz Award, dem Biberacher Jazzpreis oder dem Jungen Deutschen Jazzpreis Osnabrück. 

Neben einer starken Melodik steht in ihrer Musik immer auch der Rhythmus und Groove eines Titels im Fokus. Gute Musik gibt es aus ihrer Sicht genreübergreifend und unabhängig von musikalischen Epochen. Der Geist der großen Vorbilder der swingenden Jazztradition bildet jedoch immer das Fundament für ihre eigenen Kompositionen.

Am 18.2.2022, präsentiert Peter Baumgärtner zusammen seine Wunschstandards unter dem Titel „MY CHOICE“.

Peter Baumgärtner, Absolvent der Swiss Jazzschool (bei Billie Brooks) über sein neuestes Trioprojekt: „Seit langem war es mein Wunsch, in einem Studio meine Wunschstandards einzuspielen. Mit diesen beiden exquisiten Partnern ist es mir dann im Sommer 2021 gelungen. Das Studio war das legendäre MPS Studio in Villingen im Schwarzwald.“ In der Kunsthalle Recklinghausen präsentieren die drei ihr Programm live. Ihr Motto: Spontanität, Offenheit und Kreativität.

Der Pianist Thomas Rückert spielte als Solist mit der WDR Bigband, als gefragter Sideman gastierte er unter anderem mit Mark Murphy, Kevin Mahogany, Tony Lakatos, Randy Brecker und zahllosen weiteren Jazzgrößen. Nach längerem Aufenthalt in New York unterrichtet er nun auch im Ruhrgebiet an der Folkwang Musikhochschule in Essen.

Martin Gjakonovski, vielbeschäftigter Bassist und „Wahl-Kölner“, ist das Rückgrat des Trios. Sein authentisches, vielseitiges Spiel hat ihn in die verschiedensten Jazz-Szenen gebracht, von Avantgarde über Mainstream bis World Music. Seit 26 Jahren in Deutschland hat er mehr als 120 CD-Produktionen mit unterschiedlichen Formationen aufgenommen.

Den Abschluss der Reihe am 25.3.2022 bestreitet das Jazz Lounge Akestra featuring Charlotte Illinger mit „Stimmen“. In einem eher chamber-orchestrierten Exkurs werden Konzeptionselemente aus dem Jahr 2017 aufgegriffen und weiterentwickelt. Hierbei kommt es zu einer Begegnung von Musiker*innen unterschiedlicher Generationen mit differierenden Erfahrungshorizonten. Besonders herausgestellt wird die Sparda-Jazzpreisträgerin Charlotte Illinger, die an diesem Abend ihre Stimme überwiegend „instrumental“ einsetzen wird. Zu ihr und Ingo Marmullas Gitarre gesellt sich die Querflöte, gespielt von Michael Heupel, einem der versiertesten europäischen Flötisten Europas. Die Melody-Section des Ensembles wird begleitet von dem jungen Klaviervirtuosen Jerry Lu, dem Recklinghäuser Bassisten Andreas Pientka und dem vielseitigen Bernd Gremm am Schlagzeug. Das kompositorische Material stammt überwiegend von Marmulla, der für diesen Abend die Musik zusammengestellt, neu arrangiert bzw. in den Klangkörper integriert hat. Die Stücke lassen Raum für freie Formen künstlerischer Kommunikation, Begegnungen stilistischer Impulse und musikalischer Erfahrungen von Musiker*innen unterschiedlicher Herkunft.


Pressefoto: 
In der Kunsthalle stellten Bürgermeister Christoph Tesche, Ingo Marmulla, Korinna Krumpholz und Dr. Nico Anklam (v.r.) das Programm der Veranstaltungsreihe „Jazz in der Kunsthalle – Die Sparda Lounge“ vor. Foto: Stadt Recklinghausen 
PDF: Offizieller Flyer zum Programm. Grafik: Rechte der Stadt Recklinghausen 

 

Datum
22.09.2021


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