Aktuelles Recklinghausen

Titel
Ausstellung des United States Holocaust Memorial Museum Washington D.C. in Recklinghausen zu Gast
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Pressefoto: Stellten die Wanderausstellung aus den USA vor: Bürgermeister Christoph Tesche, Gerda Koch, Vorstand Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit, und Dr. Matthias Kordes, Leiter des Instituts für Stadtgeschichte
Einleitung
Die zentrale Rolle Hitlers und anderer nationalsozialistischer Befehlshaber im Holocaust sind allgemein bekannt, aber wie sieht es mit Mitläufer*innen oder dem Widerstand aus?
Haupttext

 

Diese drei Themenspektren beleuchtet die in Washington konzipierte Wanderausstellung „Einige waren Nachbarn: Täterschaft, Mitläufertum und Widerstand“, die am Dienstag, 8. September, im Institut für Stadtgeschichte, Hohenzollernstraße 12, Bürgermeister Christoph Tesche und Institutsleiter Dr. Matthias Kordes vorgestellt haben. 

Die Ausstellung wurde im „United States Holocaust Memorial Museum“ (USHMM) in Washington speziell für deutsche Archive, Museen und Gedenkorte entwickelt. Sie beleuchtet mit erläuternden Texten und authentischen Bildern vor allem Formen von konkreter Zusammenarbeit und Mittäterschaft sowie die Rolle der ‚gewöhnlichen‘ Menschen im Holocaust. 

„Es ist überaus wichtig, die Taten der Nationalsozialisten in Erinnerung und lebendig zu halten, damit eine Wiederholung solcher Ereignisse nicht wieder vorkommt“, sagt Bürgermeister Tesche. „Ausstellungen wie diese leisten einen wichtigen Beitrag zur Erinnerung an eine schlimme Zeit. Dass diese nun unserem Institut für Stadtgeschichte zur Verfügung gestellt wird, ist eine besondere Ehre.“

Zuvor ist die Ausstellung, die auch vom Deutschen Städtetag beworben wird, auch im Deutschen Bundestag präsentiert worden. „Dass das Hauptaugenmerk nicht nur auf der Täterschaft, sondern auch auf dem Mitläufertum und Widerstand liegt, hebt diese Ausstellung besonders hervor“, erklärt Dr. Kordes. „Deshalb ist die vierwöchige Präsentation dieses Projektes ein herausragendes Ereignis für unser Institut.“

Das USHMM ist ein lebendiger Ort der Erinnerung an den Holocaust und regt sowohl Bürger*innen als auch Führungskräfte weltweit dazu an, sich dem Hass entgegenzustellen, Völkermord zu verhindern und sich für die Menschenwürde einzusetzen. Die weitreichenden Bildungsprogramme des Museums und seine weltweite Wirkung werden durch Spenden ermöglicht. 

„Die zentrale Rolle Adolf Hitlers und anderer Nazis lässt sich nicht bestreiten, doch sie waren von unzähligen anderen abhängig. Welche Rolle spielten die einfachen Menschen? Warum unterstützten die meisten von ihnen die Verbrechen der Nazis oder blieben stumm? Warum halfen so wenige den Opfern? Wie reagierten Menschen auf die Not ihrer jüdischen Klassenkameradinnen und -kameraden, Arbeitskolleginnen und -kollegen, Nachbarinnen und Nachbarn und Freundinnen und Freunden? Wie sahen sie ihre Rolle in der Gesellschaft? Wie sehen wir unsere Rolle in der Gesellschaft? ‚Einige waren Nachbarn‘ fordert die Betrachtenden heraus, wichtige Fragen über die Motive und Zwänge zu stellen, die die Entscheidungen und Verhaltensweisen der Menschen in Deutschland und dem von Deutschland dominierten Europa während des Holocaust beeinflussten“, erläutert Dr. Sara Bloomfield, Direktorin des USHMM.

Das Institut für Stadtgeschichte zeigt die Holocaust-Ausstellung etwa vier Wochen in der Zeit von Mittwoch, 9. September, bis Donnerstag, 8. Oktober. Da diese sich für geschichtspädagogische Zwecke eignet, sind besonders Schulklassen als Zielgruppe angesprochen. Gruppenbesuche sind auf Anfrage und nach persönlicher Anmeldung möglich. Für eine Teilnehmerzahl von maximal zehn Personen werden auch kostenlose Führungen angeboten: 
Dienstags und donnerstags: 10 und 12 Uhr
Donnerstags zusätzlich: 14 und 16 Uhr

Interessierte können sich per E-Mail an matthias.kordes[at]recklinghausen.de oder telefonisch unter 02361/50-1901 oder -1913 anmelden. Ansonsten kann die Ausstellung während der Öffnungszeiten des Instituts für Stadtgeschichte besucht werden: 

Montag, Dienstag, Mittwoch: 8 bis 16 Uhr
Donnerstag: 8 bis 18 Uhr
Freitag: 8 bis 13 Uhr

Bitte beachten Sie, dass das Institut für Stadtgeschichte bis einschließlich Freitag, 11. September, nur über den Hintereingang links neben dem Gebäude zu erreichen ist. 

Weitere Informationen zu den städtischen Museen sind unter www.recklinghausen.de/museen online einsehbar.

 

Datum
10.09.2020


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