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Bürgermeister würdigt Verdienste von Dr. Eva Haustein-Bartsch
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Einleitung
Mehr als 35 Jahre hat sie im Ikonen-Museum Regie geführt und aus dem Haus eine Einrichtung gemacht, die die bedeutendste ihrer Art in Westeuropa ist und die größte Sammlung außerhalb der orthodoxen Welt ihr Eigen nennt.
Haupttext

Dr. Eva Haustein-Bartsch wird von Experten nicht umsonst als „Ikone ihres Fachs“ bezeichnet. Zum 30. November ist die verdiente Museumschefin in den Ruhestand getreten. Für sie übernimmt am 1. Dezember 2018 Dr. Lutz Rickelt das Zepter im Haus am Kirchplatz.

„Ihnen haben wir es ganz besonders zu verdanken, dass unsere Stadt ein echtes Paradies für Freunde der Ikonen ist und das Museum über einen hervorragenden wissenschaftlichen Ruf verfügt. Die Kulturstadt Recklinghausen ist ihnen zu großem Dank verpflichtet“, erklärte Bürgermeister Christoph Tesche anlässlich der offiziellen Verabschiedung von Dr. Eva Haustein-Bartsch, die natürlich in „ihrem“ Ikonenmuseum stattfand. Zum Empfang waren Kollegen und Weggefährten aus ganz Europa eingeladen.

„Ihre Bilanz kann sich wahrlich sehen lassen. Das Museum hat von ihrem Renommee in der Fachwelt, vor allem aber auch von ihren glänzenden Kontakten, die weit über die Grenzen Deutschlands reichen, sehr profitiert“, sagte Tesche in seiner Dankesrede mit Blick auf die Zahlen, die belegen, wie aktiv die Museumschefin in den vergangenen Jahrzehnten war. Fast 160 Publikationen hat die scheidende Chefin des Ikonen-Museums veröffentlicht und ca. 40 Ausstellungen kuratiert. Fünf große Tagungen, die unter ihrer Regie in Recklinghausen stattfanden, lockten Experten aus der ganzen Welt an. In der Amtszeit von Dr. Eva Haustein-Bartsch ist das Exponat-Volumen im Ikonen-Museum von 700 auf 3700 angewachsen. Darunter sind auch viele Schenkungen.

In den vergangenen Jahrzehnten waren aufgrund der Güte des Museums immer wieder auch prominente Persönlichkeiten wie der frühere Minister- und Bundespräsident Johannes Rau oder Staatsministerin Monika Grütters zu Gast. Die Museumschefin hat sich über 30 Jahre immer aktiv in die Umgestaltung des Hauses eingebracht und neue Konzepte etabliert um neue Besucherkreise zu erschließen. Die Renovierung von 1988 bis 1990 und die damit verbundene Umgestaltung des Museums tragen ihre Handschrift.

Ihr wichtigster Ankauf war die 1,80 Meter große Ikone des Jüngsten Gerichts, die erfolgreichste Ausstellung die Muttergottes-Ausstellung im Jahr 2000. Zu ihren persönlichen Highlights zählt außerdem eine Ausstellung in Lyon. Spuren hat Dr. Eva Haustein-Bartsch außerdem mit der Ausstellung „Die Wunder des Lichts“ in den Jahren 2014 und 2015 hinterlassen. Die Ausstellung in Dordrecht und Recklinghausen mit Ikonen aus Varna und dem eigenen Bestand, stand ganz im Zeichen der Städtefreundschaft.

Natürlich kann die scheidende Museumschefin nicht so ganz ohne Ikonen. „Wir freuen uns, dass sie den 1. Vorsitz im Verein EIKON, der Gesellschaft der Freunde der Ikonenkunst, übernommen haben. So ist gewährleistet, dass wir auch weiterhin auf ihren fachlichen Rat bauen können“, sagte Christoph Tesche. Dr. Eva Haustein-Bartsch will weiter wissenschaftlich forschen, Sport treiben und ihrer zweiten Leidenschaft, dem Reisen, nachgehen.


Profil Dr. Eva Haustein-Bartsch:

Geboren 1953 in Stuttgart

WS 1972/73 Studium der Kunstgeschichte, Philosophie und Empirischen Kulturwissenschaften an der Eberhard-Karls-Universität in Tübingen

SS 1975 – WS 1975/76 Studienaufenthalt in Wien

SS 1976 – WS 1976/77 Fortsetzung des Studiums in Tübingen

SS 1977 Wechsel an die Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität in Bonn,
Studium der Kunstgeschichte und der süd- und ostslavischen Philologie
1984 Promotion bei Prof. Dr. Horst Hallensleben, Bonn, mit einer Arbeit über:
„Der Nemanjidenstammbaum. Studien zur mittelalterlichen serbischen Herrscherikonographie“

Seit 5. April 1983 Kustodin des Ikonen-Museums Recklinghausen
(www.ikonen-museum.com) und Geschäftsführerin von EIKON.
Gesellschaft der Freunde der Ikonenkunst e.V.

Seit 1989 verheiratet mit Dr. Ingo Bartsch († 2007) (www.futurbartsch.de)

Von 1996 bis 2005 Mitglied des wissenschaftlichen Komitees des
Ikonenmuseums im Palazzo Leoni Montanari in Vicenza (Italien)

Organisation zahlreicher Ausstellungen und Tagungen

Publikationen und Vorträge über Ikonen und das Ikonen-Museum Recklinghausen

Zahlreiche Studienreisen (Europa, USA, Türkei, Syrien, Uzbekistan, Armenien, Georgien)

1. Dezember 2018 Eintritt in den Ruhestand

 

Datum
03.12.2018


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