Aktuelles und Veranstaltungen

Im Institut für Stadtgeschichte finden regelmäßig Veranstaltungen statt. Informationen dazu gibt es auf dieser Seite. 

 

STADT- UND VESTISCHES ARCHIV 

 

Demos, Discos, Denkanstöße – die 70er in Westfalen
Eine Ausstellung des rock’n’popmuseums Gronau und des
LWL-Museumsamtes für Westfalen

LWL neu

Unter dem Titel „Demos, Discos, Denkanstöße – die 70er in Westfalen“ eröffnet das rock’n’popmuseum Gronau in Kooperation mit dem LWL-Museumsamt für Westfalen am 21. September die gemeinsame Wanderausstellung im Stadtarchiv Recklinghausen. Im Zentrum der Präsentation stehen Fotografien aus der Sammlung Christoph Preker. Um die damalige Zeit auch emotional zu erfassen, starteten die beiden Einrichtungen einen Presseaufruf, dem viele gefolgt waren. Menschen erzählten ihre Geschichten und stellten ansprechende Sachzeugnisse der 70er Jahre zur Verfügung. Dies alles floss in die Wanderausstellung und sorgt damit für eine besondere Authentizität dieser regionalen Betrachtung eines national bewegenden Jahrzehnts.
Es ist das Jahrzehnt der neuen sozialen Bewegungen wie der Frauenbewegung, der soziokulturellen Zentren, der Open-Air-Konzerte. Umwelt- und Friedensbewegung machten durch Großdemonstrationen von sich reden. Alternative Zeitungen und Magazine boomten. Die Überwindung verkrusteter Strukturen fand nicht nur in Metropolen statt. Kinderläden, Jugendzentren, die Gleichberechtigung unterschiedlicher Lebensstile und anderes mehr sind heute ein unauffälliger Bestandteil unseres Lebensalltags, mussten damals allerdings noch Schritt für Schritt der Mehrheitsgesellschaft abgerungen werden. Die Demokratisierung der Gesellschaft nahm in den 1970er Jahren ihren Lauf. Willy Brandt hatte in seiner ersten Regierungserklärung angekündigt: „Wir wollen mehr Demokratie wagen.“

Die bundesdeutsche Gesellschaft und auch Westfalen-Lippe ist politisiert wie nie zuvor und befindet sich im Umbruch. Die Zahl der ausländischen Arbeitskräfte verzwanzigfachte sich, Deutschland ist de facto ein Einwanderungsland geworden. PKW, elektrische Haushaltsgeräte sowie Kommunikations- und Unterhaltungselektronik nehmen flächendeckend zu. Die Innenstädte werden immer mehr zu modernen Verwaltungsstandorten; bezahlbarer Wohnraum wird rar; es kommt zu Hausbesetzungen und Bürgerinitiativen. Ebenso sind die 1970er Jahre für Ihre schrille Mode bekannt - Schlaghosen, Plateausohlen, Batik und Blümchen-T-Shirts. Die Jugend verbrachte ihre Abende und Nächte im eigenen Partykeller oder im Saturday-Night-Fever in den Discotheken.
Christoph Preker (1945-1996) war ein leidenschaftlicher Fotograf aus Münster, der bis zum Schluss unbeeindruckt von der bunten Bilderwelt der Hochglanzmagazine am Schwarz-Weiß-Film festhielt. Viele Jahre galt er als Münsters bekanntester Theaterfotograf, fotografierte bei Proben und Premieren. Zwischen 1970 und 1996 dokumentierte er mit seiner Kamera nicht nur das akademische Leben in Münster zwischen Demos, Hausbesetzungen oder Rektorwahl, sondern sein Interesse galt daneben auch der Musik und dem Alltagsleben, nicht nur in Münster.
Die Ausstellung umfasst die Themen Politik und Bildung, Geschlechterverhältnisse, Proteste, Kindheit und Jugend, Mode und Design, Alltag, Mobilität und Wohnen, Kunst und Kultur sowie die internationale und regionale Musik der Zeit. Handabzüge in Schwarz-Weiß auf Aludibond-Platten sowie ausgewählte Exponate zu den einzelnen Themen illustrieren dieses turbulente Jahrzehnt sehr anschaulich. Mithilfe eines Audio-Guides öffnen sich die musikalischen Sphären vom Art-Rock über Punk bis hin zum Saturday Night Fever. Auf Medientischen sind weitere Informationen zu finden. Hier können sich Besucherinnen und Besucher interaktiv in die „bewegte Welt“ der 1970er einloggen und sich von den Albumcharts beschwingen lassen. Das virtuelle Fotoalbum, ein zweite Monitorinstallation, eröffnet die privaten Perspektiven auf die herausragende Ereignisse und ihre Wahrnehmung abseits der großen Zentren Westfalens. In Form von „Talking People“, lebensgroße, sprechende Silhouetten, treffen Besucherinnen und Besucher auf Protagonisten im Szenario des Jahrzehnts.
Zur Ausstellung erscheint ein Katalog von 172 Seiten Umfang mit vielen Schwarz-Weiß-Aufnahmen, der für 24,95 € in Gronau beim rock’n’popmuseum sowie in den einzelnen Stationen erworben werden kann. 

Ansprechpartner sind Dr. Thomas Mania, rock’n’popmuseum Gronau, Tel. 02562/8184-13 bzw. thomas.mania@rock-popmuseum.de und Frau Verena Burhenne, M.A., LWL-Museumsamt für Westfalen, Tel. 0251/591-4753 bzw. verena.burhenne@lwl.org.


Die Ersteröffnung findet am 21. September 2018, um 17.00 Uhr im Institut für Stadtgeschichte – RETRO STATION – Recklinghausen statt.
Recklinghausen, Institut für Stadtgeschichte, 21.09.2018 – 23.11.2018
Gronau, rock’n’popmuseum, 02.12.2018 – 07.04.2019
Gütersloh, Stadtmuseum Gütersloh, 14.04.2019 – 09.06.2019
Hemer, Felsenmeer-Museum, 16.06.2019 – 11.08.2019
Brakel, Stadtmuseum Brakel, 18.08.2019 – 13.10.2019
Bielefeld, Bauernhaus Museum Bielefeld, 20.10.2019 – 15.12.2019
Minden, Mindener Museum, 21.12.2019 – 16.02.2020
Warstein, Städtisches Museum Haus Kupferhammer, 23.02.2020 – 19.04.2020


RETRO STATION

Öffentliche Führungen durch die Retro Station 
Ab sofort findet am letzten Donnerstag im Monat um 16 Uhr in der Retro Station eine öffentliche Führung statt. Die Teilnahme ist kostenlos.

 

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