Opferbuch

Gedenkbuch

Portraitfoto
Biedermann, Adolf
Biedermann, Adolf
Nachname
Biedermann
,
Adolf Albert Bertram
Geboren am
30.03.1881
Geboren in
Hamburg
Religion
o.R.
Adressen

Hamburg

Eltern
Arthur Biedermann, Anstreicher- und Malermeister
Ehepartner
verh. seit 1904
Staatsangehörigkeit
Deutsch
Beruf
Schlosser, Klempner, Mitglied der Hamburger Bürgerschaft 1919-1927, SPD-Reichstagsabgeordneter 1926-1933
Diskriminierungsstatus
Politische Überzeugung
Verfolgungsschicksal

Der Reichstagsabgeordnete Adolf Biedermann wurde am 11. Mai 1933 tot an den Bahngleisen bei Recklinghausen aufgefunden. Die Todesursache („Unglück, Selbstmord, Mord“) ist nach Aus-sagen des Biographischen Dienstes des Deutschen Bundestages bis heute ungeklärt.

Nach der Ernennung Hitlers zum Reichskanzler am 30.01.1933 war der Reichstag aufgelöst und erneute Neuwahlen ausgelöst worden. Der Reichstagsbrand am 28.02.1933 wurde zum Vor-wand für eine Notverordnung des Reichspräsidenten genommen, die die Grundrechte massiv einschränkte. Der letzte Wahlkampf zum Reichstag und zu den anderen ebenfalls aufgelösten Parla-menten und Räten fand im Zeichen des Ausnahmezustandes statt. Meinungs-, Presse- und Versammlungsfreiheit waren beschränkt. Die demokratischen Parteien SPD, Zentrum und Liberale wurden bedroht, Versammlungen verboten oder gesprengt, Zeitungen verboten, Mitglieder verhaftet. Gegen die KPD als vermeintlichen Anstiftern des Reichstagsbrandes wurde durch Verhaftungen besonders massiv vorgegangen, zumal die SA inzwischen in Preußen zur „Hilfspolizei“ ernannt worden war.

 Bei der letzten Reichstagswahl am 5. März 1933 wurde die NSDAP stärkste Fraktion und erlangte zusammen mit ihrem monarchisti-schen Koalitionspartner DNVP eine Mehrheit. Nach dem Abstim-mungssieg über das „Ermächtigungsgesetz“  gegen die Stimmen der SPD nahmen Gewalt und Terror gegen alle Parteien zu. In dieser Atmosphäre der Einschüchterung, Bedrohung und Angst hatte Adolf Biedermann den Nachtzug von Köln nach Hamburg bestiegen und wurde nördlich des HBf Recklinghausen tot aufgefunden.

Quellen

Lindner, Jörn/ Müller, Frank, Mitglieder der Bürgerschaft – Opfer totalitärer Verfolgung, hg. v. der Bürgerschaft der Freien und Hansestadt Hamburg, 3. Überarbeitete Auflage, Hamburg 2012

Der Freiheit verpflichtet. Gedenkbuch der deutschen Sozialdemokratie im 20. Jahrhundert, hg. v. der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands, Marburg 2000

www. zhsf.gesis.org/ParlamentarierPortal/biosop_db/biosop-db.php  

Gedenken

Gedenktafel am Wohnort: Jarresstraße, Hamburg; „Stolperstein“ vor dem Rathaus, Hamburg; Biedermannplatz, Hamburg-Bambeck;
Gedenktafel für Reichstagsabgeordnete, Reichstagsgebäude Berlin

Biographie



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