Opferbuch

Gedenkbuch

Portraitfoto
Ludwig Grindel mit Kindern seiner Gruppe (Foto: Archiv G. Möllers)
Ludwig Grindel mit Kindern seiner Gruppe (Foto: Archiv G. Möllers)
Nachname
Grindel
,
Ludwig Alfred
Geboren am
22.04.1913
Geboren in
Recklinghausen
Religion
katholisch
Adressen

Maybachstr. 16, Recklinghausen
1938 nach Rheine

Eltern
Hermann Grindel (Reichsbahn-Rottenmeister), Anna Grindel, geb. Reckers (+27.06.1941), Taufpaten: Ludwig Grindel, Gertrud Engelskamp
Geschwister
Maria (1901-1923), Ferdinand (*1904), Hermann jun. (*1910), Helena (*1907), Maria/Johanna
Beruf
Schüler der Oberprima am Gymnasium Petrinum
Diskriminierungsstatus
Religiöse Überzeugung
Verfolgungsschicksal

15.03.1935 Herabstufung der Noten; deshalb Durchfall durch die Abiturprüfung Ostern 1935
18.06.1935 Schriftliche Verwarnung durch den Schulleiter wg. der „Betätigung in der katholischen Jungschar“ Liebfrauen/Ost
16.07.1935 Verhaftung, Einzel-Schutzhaft durch die Gestapo wg. „Schädigung der Volksgemeinschaft“ für ca. 5 Wochen, dann Einlieferung in das KZ Esterwegen (August 1935-März 1936)
29.07.1935 Offizieller Verweis von der Schule.

Ludwig Grindel wurde nach Monaten aus dem KZ entlassen; ehemalige Freunde erlebten ihn als verschlossen und gebrochen. Sein Abitur konnte er nicht nachholen. Bei Kriegsausbruch galt er als „wehrunwürdig“. Später wurde er eingezogen und fiel am 11.03.1944 in Nikolajew/UdSSR. Sein Grab befindet sich auf der Kriegsgräberstätte in Kirowograd.

Quellen

Bistumsarchiv Münster A 101-115. Materialsammlung Drittes Reich; Schularchiv Gymnasium Petrinum (u.a. Akte „politische Betätigung“)

Georg Möllers, Vom Petrinum ins Konzentrationslager, in: Das Petrinum unterm Hakenkreuz. Zur Geschichte des Gymnasium Petrinum in Recklinghausen in der Zeit vom 1933-1945, hg. v. L. Linneborn/G. Möllers/ H. Seifert, Recklinghausen 2001, S. 104-112

Georg Möllers,  Statt des Abiturs Haft im  Konzentrationslager, in:  Georg Möllers/Ludger Linneborn/Heribert Seifert (Hg.), „Der Unterricht ging pünktlich weiter“. Zur Geschichte des Gymnasium Petrinum in Recklinghausen in der Zeit von 1933-1945, Essen 2016, S. 104-116 




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