Opferbuch

Gedenkbuch

Nachname
Pinkus
,
Gretchen, geb. Herz
Geboren am
30.04.1889
Geboren in
Grevenbroich
Religion
jüdisch
Adressen

Münsterstraße 7, Recklinghausen

Ehepartner
Moritz Pinkus (*1888)
Kinder
Else Pinkus, später Lichter (*1916), Margot Pinkus (*1922)
Beruf
Kauffrau (Maßschneiderei und Konfektionsgeschäft, Münsterstraße 7), Träger des Eisernen Kreuzes, verliehen im Ersten Weltkrieg (wird im Stadtarchiv verwahrt)
Diskriminierungsstatus
Antisemitismus
Verfolgungsschicksal

1938 Opfer der Pogromnacht, Schließung des Ladens
1939 Emigration in die Niederlande und Belgien
31.07.1943 Deportation ab Mechelen (Malines) nach Auschwitz, Vernichtungslager
Tod in Auschwitz im Dezember 1943

Quellen

Werner Schneider, Jüdische Einwohner Recklinghausens 1816-1945, in: 750 Jahre Stadt Recklinghausen. 1236-1986, hrsg. von Werner Burghardt, Recklinghausen 1986, S.225-252. Bei der Erstellung griff Schneider zurück auf:  Reuter (1978/1979) und Quellen im Stadtarchiv (Sta Re III Jüdische Gewerbebetriebe um 1938; Sta Re III 6520 Jüdische Einwohner im 3. Reich; Sta Re III 4407 Jüdische Kinder; Sta Re III 4425 Juden aus Polen).

Bundesarchiv Koblenz. Gedenkbuch-Opfer der Verfolgung unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft 1933 –1945. Stand: 12. März 2012 (www.bundesarchiv.de/gedenkbuch/)
(Die seit Dezember 2007 auch im Internet  zugängliche Opferliste ist eine ständige Fortentwicklung der 2. erweiterten Fassung von 2006 und enthält fast 160.000 Opfernamen.)

Jüdische Einwohner Recklinghausens, Sta Re III 6520 (Die zeitgenössische Liste des Einwohnermeldeamtes gibt Namen, Adressen, den Tag der Abmeldung und den neuen Wohnort an; 1942 lauten die Einträge an dieser Stelle regelmäßig „unbekannt“; letzte Eintragung: 31.7.1942)

Georg Möllers/Horst D. Mannel, Pogrom in Recklinghausen. Recklinghäuser Bürger erinnern sich an den 9./10. November 1938, 5. erweiterte und verbesserte Auflage, hg. aus Anlass der 40-Jahr-Feier der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit, Recklinghausen 2001.

Georg Möllers/Jürgen Pohl, Abgemeldet nach „unbekannt“ 1942. Die Deportation der Juden aus dem Vest Recklinghausen nach Riga, hg. v. der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit, Essen 2013.

Klara M. Möllers, Zwischen Ehrung und Entwürdigung. Das Schicksal jüdischer Frontsoldaten aus Recklinghausen, in: VK 2015, hg. v. M. Kordes, Recklinghausen 2014, S. 170-187.

Gedenken

Mahnmal auf dem Jüdischen Friedhof am Nordcharweg Recklinghausen




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