Opferbuch

Gedenkbuch

Portraitfoto
Hanna Helene (Chana) Auerbach (Foto: WAZ)
Hanna Helene (Chana) Auerbach (Foto: WAZ)
Nachname
Auerbach
,
Hanna Helene (Chana)
Geboren am
28.03.1937
Geboren in
Recklinghausen
Religion
jüdisch
Adressen

Jüdisches Gemeindehaus, Am Polizeipräsidium 3, Recklinghausen

Eltern
Dr. Selig Auerbach (*1906 – 1997), Hilda Auerbach, geb. Fromm (1911 – 2000)
Geschwister
Ruth Wilma (*1942), Nancy Joy (*1945)
Ehepartner
Dr. Morton Jules Isaacs
Diskriminierungsstatus
Antisemitismus
Verfolgungsschicksal

09.11.1938 Überfall auf Gemeindehaus und Rabbinerwohnung, in der Chana Auerbach als Kleinkind und ihre Mutter Hilde Auerbach terrorisiert wurden. Als Folge erlitt ihre Mutter eine Fehlgeburt. Chana Auerbach war jahrelang traumatisiert. Ihr Vater Dr. Auerbach wurde nach seiner Rückkehr nach Recklinghausen im Polizeipräsidium „in Schutzhaft“ genommen.

Nach der Entlassung aufgrund von Warnungen im Dezember 1938 Emigration der Familie nach Amsterdam, am 29. Dezember nach England

Überlebende

Weitere Lebensdaten

Die Familie  gelangte 1940 von Großbritannien aus nach New York. In Rome/Georgia erhielt Dr. Auerbach eine erste Rabbinerstelle; seine Frau unterrichtete als Lehrerin. Nach weiteren Station wurde Dr. Auerbach zuletzt Rabbiner in Lake Placid/New York (1960-85). Ab 1986 beginnt anlässlich des Projekts zur Reichspogromnacht ein Briefwechsel mit dem Gymnasium Petrinum, dann auch der Stadt. 1988 und 1993 besuchte das Ehepaar die Stadt. Kurz vor dem geplanten dritten Besuch starb Dr. Auerbach am 06.05.1997; Frau Auerbach am 04.01.2000. Statt ihrer Eltern besuchten Chana und Dr. Morton Isaac 1997 Recklinghausen und weihten das Rabbi-Selig-Auerbach-Haus ein.

Quellen

Hilde Auerbach, „Wo sind all die Augenzeugen dieser Nacht“. Aufzeichnungen für Tochter Chana, in: Georg Möllers/Horst D. Mannel (Hg.), Pogrom in Recklinghausen. Recklinghäuser Bürger erinnern sich an den 9./10. November 1938, 5. erweiterte und verbesserte Auflage, hg. aus Anlaß der 40-Jahr-Feier der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit, Recklinghausen 2001, S.44f

Wolf-Simon Greling, Dr. Selig Auerbach, der letzte Rabbiner in Recklinghausen, in: Festschrift der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Recklinghausen e.V., erstellt aus Anlaß des 50-jährigen Bestehens, Recklinghausen 2011, S. 40-48

Georg Möllers, „Hassen darf man nicht….“ – Begegnungen mit Rabbiner Dr. Auerbach und seiner Familie, in: Ludger Linneborn/Georg Möllers/Heribert Seifert (Hg.), Das Petrinum unterm Hakenkreuz. Zur Geschichte des Gymnasium Petrinum in der Zeit von 1933-1945, Recklinghausen 2001, S. 167-171

Gedenken

Rabbi-Selig-Auerbach-Haus, Am Steintor 5

Die Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Recklinghausen stiftet seit 2006 den Dr. Selig Auerbach Preis in der Absicht, Schüler und Lehrer in ihrer Beschäftigung mit christlich-jüdischen Themen zu motivieren und zu unterstützen.




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