Aktuelles Recklinghausen

Titel
Broschüre über 20 Jahre Bündnis für Toleranz und Zivilcourage erschienen
Bild
Bürgermeister Christoph Tesche sowie der Vorsitzende des Vereins für Orts- und Heimatkunde und ehemalige Erste Beigeordnete Georg Möllers (2.v.l.) stellten die Broschüre 20 Jahre Bündnis für Toleranz und Zivilcourage zusammen mit Dr. Sebastian Sanders (r.), Schuldezernent, und dem Leiter der VHS, Dr. Ansgar Kortenjann (l.), vor.
Einleitung
Gegen Extremismus. Für eine offene und bunte Welt. Das lebt Recklinghausen und ganz besonders das Bündnis für Toleranz und Zivilcourage.
Haupttext

Seit 20 Jahren gibt es dieses Bündnis schon und zu diesem Anlass ist jetzt eine Broschüre erschienen. Sie zeigt beispielhaft, welche Aktionen es in den vergangenen Jahrzehnten im Stadtgebiet gab, um Flagge gegen rechts, überhaupt gegen Radikalismus, gegen Ausgrenzung und Fremdenfeindlichkeit zu zeigen.

28 Themenbereiche werden darin vorgestellt. Sie handeln von Integration, von Gedenkkultur, Völkerverständigung, Glaubensfreiheit und vielem mehr. 

Die Broschüre gibt „einen sehr guten Einblick in die Vielfalt des Engagements der Recklinghäuser Bürgerschaft für Toleranz und Zivilcourage“, sagt Bürgermeister Christoph Tesche in dem Vorwort, „dies nicht nur als Rückblick auf zwei Jahrzehnte, sondern ausdrücklich als Ermutigung für die Zukunft unserer Stadt.“

In Recklinghausen haben sich seit dem Jahr 2000 neben anderen die Stadt Recklinghausen, die Ratsfraktionen sowie das Kinder- und Jugendparlament (KiJuPa), der Integrationsrat, die Ratskommission für Menschen mit Behinderung, das Stadtkomitee der Katholiken und die Evangelische Kirche, die Jüdische Kultusgemeinde, die Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit, die Christlich-Islamische Arbeitsgemeinschaft, Gewerkschaften, weiterführende Schulen und andere Verbände und Initiativen dem Bündnis angeschlossen. Sie treffen sich im Koordinierungskreis unter Vorsitz von Bürgermeister Christoph Tesche und geben ein jährliches Veranstaltungsprogramm heraus.

Entstanden war das Recklinghäuser Bündnis im Jahr 2000, als der damalige Bürgermeister Wolfgang Pantförder die Initiative des Ministerpräsidenten zur Bildung eines „Bündnisses für Toleranz und Zivilcourage“ aufgriff. Recklinghausen gehört mittlerweile zu den wenigen Städten, die diese Initiative weitergeführt haben. 

Das Bündnis hat und hatte ganz unterschiedliche Veranstaltungsformate und thematische Schwerpunkte, zum Beispiel: Aktionen zur Spurensuche von Vereinen und Schulen, interkulturelle Kulturveranstaltungen, Demokratieveranstaltungen des KiJuPa, internationale Schüleraustausche, interreligiöse Gebete, Schulen gegen Rassismus, für Courage, Gedenkstättenfahrten, Aktionen gegen die Todesstrafe, Projekte für die Gleichstellung und Teilhabe und vieles mehr.

Mit gemeinsamen Aktionen reagierte das Bündnis für Toleranz und Zivilcourage auf besondere Herausforderungen, mit Demonstrationen und Mahnwachen für Toleranz und kulturelle Vielfalt. 

Eine besondere Bedeutung als eine der Grundpfeiler des gemeinsamen Engagements für Demokratie und Menschenrechte bildet die Gedenkkultur, die sich in Recklinghausen seit Jahrzehnten weiterentwickelt hat. Dazu fasste der Rat 2008 und 2014 jeweils einstimmig Beschlüsse. Inhaltlich betrafen sie unter anderen der Aufbau des Online-Gedenkbuches (www.recklinghausen.de/gedenkbuch). 

Zu den regelmäßigen gemeinsamen Veranstaltungen im Jahr gehört der 27. Januar als bundesweiter Gedenktag der Opfer der nationalsozialistischen Terrorherrschaft. Die Veranstaltung der Stadt Recklinghausen wird alljährlich in und von einer weiterführenden Schule in Recklinghausen ausgerichtet.  Zu den Veranstaltungen gehört die jährlich stattfindende „Woche der Brüderlichkeit“ der Gesellschaften für christlich-jüdische Zusammenarbeit und die Gedenkveranstaltung für die Opfer der jüdischen Gemeinde an jedem ersten Sonntag in November. Die Jüdische Kultusgemeinde erinnert zum Jahrestag der gewaltsamen Räumung des Rigaer Ghettos auf dem Jüdischen Friedhof an die 215 Holocaust-Opfer der Region, deren Namen im 1948 errichteten Mahnmal verzeichnet sind.

Die einzelnen Texte der Broschüre hat Georg Möllers, der ehemalige Erste Beigeordnete der Stadt und ehrenamtliche Vorsitzende der Vereins- für Orts und Heimatkunde, verfasst. „Es ist wichtig, exemplarisch aufzuzeigen, wie engagiert die Politik, die Bürgerinnen und Bürger, die vielen Vereine und Institutionen und die Verwaltung sind, um für Toleranz und Zivilcourage einzustehen“, sagt Möllers. 

Die Broschüre liegt ab Montag, 6. Juli, in der VHS (von 8.30 bis 12 Uhr täglich zugänglich), in der Stadtbibliothek und dem Institut für Stadtgeschichte / Stadt- und Vestisches Archiv aus.

 

Datum
03.07.2020


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