Aktuelles Recklinghausen

Titel
Corona - Krisenmanagement der Verwaltung
Bild
Corona
Einleitung
Die Corona-Krise hat auch die Stadtverwaltung Recklinghausen vor einige Herausforderungen gestellt. „Unser wichtigstes Ziel war es, alle unaufschiebbaren Dienstleistungen den Bürgerinnen und Bürgern unserer Stadt auch weiterhin zur Verfügung zu stellen“, sagte Bürgermeister Christoph Tesche.
Haupttext

 

Genau das sei gelungen, längst ist auch damit begonnen worden, den Betrieb in der Stadtverwaltung wieder hochzufahren. 

Der „Kleine Krisenstab“, dem neben dem Bürgermeister die Beigeordneten und die Verwaltungsdirektorin, die Leiterin des Bürgermeistersbüros und die Pressestelle angehören, hat sich in den vergangenen Wochen 26 Mal getroffen, fünfmal hat der Bürgermeister die Runde der Fachbereichsleitungen zusammengerufen, um effizient auf die neuen Verordnungen des Landes reagieren zu können. Alle Verordnungen des Landes wurden zeitgerecht, teilweise sogar schon im Vorgriff, umgesetzt. 

Zwei bis dreimal in der Woche hat sich Tesche mit seinen Amtskollegen im Kreis und dem Landrat zu Videokonferenzen getroffen. Der Bürgermeister war zudem in Telefon- und Videokonferenzen mit Ministerin Ina Scharrenbach und dem Städtetag eingebunden. In Recklinghausen hält er durch Besuche der Wochenmärkte, der Geschäftsleute und Gastronomen den Kontakt. Außerdem besuchte Christoph Tesche mehrere Schulen, die Teststelle des DRK am Prosper und die Intensivstation des Klinikums Vest, um sich aus erster Hand über den Stadt der Dinge zu verschaffen.  

Die Fraktionsspitzen des Rates kamen dreimal zu Sitzungen des Ältestenrates zusammen, wichtige Entscheidungen der Politik wurden per Dringlichkeitsbeschluss gefasst. 

Zum Dezernatsverteilungsplan geht es hier.

Ein Überblick über die Maßnahmen der Verwaltung:  

  • Einrichtung einer Corona-Hotline, die durch das Bürgerbüro betreut wird. Die Mitarbeiter*innen beantworten Fragen selbst oder aber fungieren als Lots*innen.

  • Bereits früh wurde die Homepage www.corona-re.de mit allen wichtigen Informationen zum Thema Corona in Recklinghausen eingerichtet. In übersichtlicher Form werden in entsprechenden Rubriken Informationen, Kontakte oder Ansprechpartner geliefert. Insbesondere werden dort zeitnah die von der Wirtschaftsförderung recherchierten Hilfsangebote in Bund und Land mit den entsprechenden Links eingestellt.

  • Wichtige Informationen zum Thema Corona finden sich aber auch weiterhin auf der städtischen Homepage www.recklinghausen.de . Die Kommunikation auf den Social-Media-Kanälen Twitter, Instagram und Facebook wurde nochmals intensiviert. So werden auf der FB-Seite der Stadt Recklinghausen täglich die vom Kreis veröffentlichten Corona-Zahlen gepostet. 

  • Personell verstärkt wurde der Kommunale Ordnungsdienst (KOD) durch Kolleg*innen aus anderen Bereichen, um in Kooperation mit der Polizei die Einhaltung der Verordnungen des Landes zu überwachen. 

  • Die Verwaltung hat ihren Betrieb nie ganz eingestellt, sondern lediglich die Angebote auf ein Minimum reduziert, die mit Publikumsverkehr verbunden und unaufschiebbar sind. Dazu müssen zwingend Termine vereinbart werden. Im Rathaus und den Dienststellen wurde für die Zugangskontrolle ein Pförtner*innen-Dienst eingerichtet. Daran wirken Mitarbeiter*innen aus verschiedenen Fachbereichen mit. 

  • Städtische Gebäude dürfen nur noch mit „Maske“ betreten werden, im Publikumsverkehr tragen die städtischen Mitarbeiter*innen ebenfalls eine Mund-Nase-Schutz, Plexiglas-Schutzscheiben sorgen zusätzlich für Sicherheit im Kundenkontakt. 

  • Um die Arbeitsfähigkeit der Verwaltung sicherzustellen, wurde mit Unterstützung der IT-Abteilung in kurzer Zeit Homeoffice-Arbeitsplätze eingerichtet. Dazu wurden unter anderem 50 neue Notebooks angeschafft und mit VPN-Zugängen ausgestattet. In den Fachbereichen wurden auch Schichtmodelle eingeführt, um zu gewährleisten, dass auch Mitarbeiter*innen auf Abstand bleiben können. Ziel der Bemühungen war und ist es, für den Fall einer Infektion mit Corona und daraus folgenden Quarantäne-Maßnahmen, eine personelle Backup-Lösung vorzuhalten. Nur so ist gewährleistet, dass die Verwaltung arbeitsfähig bleibt.
     
  • Auch die Kommunalen Servicebetriebe haben ihre Leistungen so gut wie komplett beibehalten. Hinzugekommen ist das Aufstellen von Containern in den Ortsteilen, in denen die Bürger*innen ihre Gartenabfälle entsorgen können. Dieses Angebot trägt zur Entlastung der Wertstoffsammelstelle am Beckbruchweg bei, die in den ersten Wochen der Corona-Krise einen wahren Ansturm erlebt. Den KSR-Mitarbeitern gelang es aber, bei Einhaltung der Hygienestandards, das Dienstleistungsangebot aufrecht zu erhalten. 

  • Die Stadt Recklinghausen hat in Zusammenarbeit mit dem Caritasverband eine Liste der Vereine, Verbände und Hilfsorganisationen, die ihre Hilfe anbieten, zusammengestellt. Auf der städtischen Webseite www.corona-re.de finden Interessierte eine Auflistung von Angeboten, bei denen hauptamtliche Mitarbeiter*innen der ansässigen Kirchengemeinden, Verbände, Vereine und Hilfsorganisationen ehrenamtliche Hilfe organisieren. Ob telefonische Gespräche, Alltagshilfe oder eine Smartphone-Sprechstunde: Hier findet jeder, was er oder sie sucht und braucht. 

  • Am 23. März hat die Stadt informiert, dass sie angesichts der Krise den Unternehmen in Fragen der Gewerbesteuer und der Vollstreckung von Forderungen deutlich entgegenkommt. Stunden sind ebenso möglich, wie die Herabsetzung der Vorauszahlungen. 

  • Der Fachbereich Bildung und Sport stellte passgenau die Hygienestandards in den Schulen, damit dort der eingeschränkte Betrieb wieder aufgenommen werden konnte. Der Bürgermeister hat sich durch eine Reihe von Besuchen an Schulen aus erster Hand informiert. 

  • Erfolgreich organisiert wurde durch den Fachbereich Kinder, Jugend und Familie die Notbetreuung in den Kindertagesstätten. Diese wurde auf Basis der Verordnungen des Landes NRW Zug um Zug hochgefahren. Natürlich wurden auch in den Einrichtungen die Voraussetzungen zur Einhaltung der Hygienevorschriften geschaffen. Die Mitarbeiter*innen waren außerdem in der Stadt unterwegs, um das Betretungsverbot für Spielplätze im Rahmen ihrer Möglichkeiten zu überwachen.

  • Das aktive Ideen- und Beschwerdemanagement, das beim Bürgermeisterbüro angesiedelt ist, blieb bisher während der gesamten Corona-Krise am Netz und hatte deutlich mehr Anfragen zu bearbeiten. 

  • Für die Monate April und Mai wurden Eltern von der Gebührenpflicht für die Betreuung in den Kitas und der OGS befreit. Die Kosten teilt sich die Stadt mit dem Land. 

  • Um dem Informationsbedürfnis der Bürger*innen nachzukommen hat Bürgermeister Christoph Tesche sich mit mehreren Videobotschaften an die Bürgerschaft gewandt und insbesondere dafür geworben, die Hygiene-Empfehlungen des RKI zu befolgen. Gut angenommen wurde auch die ersten FB-Live-Sprechstunde des Bürgermeisters, bei der mehr als 70 Fragen beantwortet wurden. 11.500 Personen wurden mit der Sprechstunde insgesamt erreicht. 

Aktivitäten im Bereich Kultur: 

  • Lange fielen die meisten Kulturangebote ins Wasser und auch die Bildungsvermittlung gestaltet sich schwierig. Gleichzeitig sind Unterhaltungsangebote gefragt wie nie, schließlich verbringen viele Recklinghäuser*innen viel Zeit zu Hause. Deshalb haben Musikschule, Stadtbibliothek, VHS, Institut für Stadtgeschichte und die Museen die digitalen Kanäle genutzt, um den Bürger*innen Angebote zu machen. Die Stadtbibliothek macht mit ihrem Projekt „Bibliothek-to-go“ ein kontaktloses Ausleihangebot. Nutzer*innen bestellen online ihre Bücher und brauchen Sie diese nur abzuholen. 
  • Am 9. April spielte das Duo Gastspiel live ein Konzert im Großen Sitzungssaal des Rathauses, das live auf dem Facebook-Kanal der Stadt gestreamt wurde. Die User wurden um Spenden für die Recklinghäuser Tafel gebeten.

  • Am 11. April wurde das Video von Sebel mit dem Titel „Zusammenstehen“ als gemeinsames Dankeschön von Musiker und Stadt auf die Rathausfassade projiziert und live ins Netz gestreamt, um sich bei all denen zu bedanken, die dafür sorgen, dass wir gut durch die Krise kommen.

  • Unterstützt wurde die Agentur Sitesmedia bei der zeitnahen Umsetzung ihres Autokino-Konzeptes auf dem Saatbruchgelände.

  • Der Bürgermeister hat als kleinen Beitrag zum Kampf gegen die Langeweile rund 2000 Malbücher mit Motiven der Stadt an Recklinghäuser Kinder verschenkt. Den Büchern lag außerdem eine gestaltete Postkarte mit dem schönsten Rathaus NRW bei.

  • Ausdrücklich unterstützt wurden von der Stadt die Aktivitäten der großen Religionsgemeinschaften. Die christlichen Kirchen läuteten täglich um 19.30 Uhr als Zeichen der Hoffnung und der Solidarität die Glocken, die Jüdische Kultusgemeinde blies dreimal in der Woche das Schofarhorn, während die muslimischen Gemeinden dreimal in der Woche für drei Minuten den Muezzin rufen ließen. 

  • Bürgermeister Christoph Tesche hält auch den Kontakt zu den Vertretern der Sportvereine und tauscht sich unter anderem mit dem Vorsitzenden des Stadtsportverbandes (SSV), Marc Sprick, über die Situation aus.

Angebote speziell für die Wirtschaft in Recklinghausen durch den Fachbereich Wirtschaftsför-derung, Standortmanagement und Stadtmarketing: 

  • Infosammlung (Wirtschaftliche Hilfen für Unternehmen) und Einstellung auf der Homepage www.corona-re.de gesondert für die Wirtschaft

  • Frühzeitige Info per Mail an Unternehmen (am 13. März, über 2.500 Mails) über das städtische Unterstützungsangebot auf der Homepage

  • Der Bürgermeister hat durch die Teilnahme an der „Leere-Stühle-Aktion“ auf dem Altstadtmarkt seine Solidarität mit den Gastronomen und Hotelbetreibern der Stadt bekundet. 

  • Videokonferenzen des Bürgermeisters mit Netzwerken der Wirtschaft, Quartiersgemeinschaften Altstadt sowie Wirtschaftsverbänden, um ein breites Bild über die Lage und mögliche Schritte nach Ende der Pandemie abzustimmen

  • Unternehmensbefragung bei über 400 Unternehmen, um die Situation auch außerhalb der bekannten Problemen des Einzelhandels feststellen zu können.

  • Kontaktaufnahme mit Unternehmen zum Austausch über die Lage, teils proaktive, teils als Reaktion auf Infos aus der Befragung.

  • Telefonische Auskunft zu finanziellen Fördermaßnahmen für Unternehmen (Anspruchsberechtigung, Antragstellung, etc.)

  • Klärung von ausbleibenden Fördermitteln mit der Bezirksregierung Münster 

  • Kummerkasten (telefonisch) für Unternehmen, die einfach „nur mal“ reden wollten

  • Bericht in der nächsten „Wirtschaft im Blick“ zu dem, was Verwaltung „hinter den Kulissen“ anlässlich Corona zu organisieren/steuern hat

  • Bespielung der digitalen Großflächen mit Hinweis auf Domain www.corona-re.de

  • Sammlung von Lieferserviceangebote auf der Facebook-Seite „Gute Stube“, später Realisation über Vestapp.de extern, Kontakt zu anderen Anbietern von Lieferplattformen

  • Kontakt und Abstimmung mit der Firma Sesam zu Lieferboxen für die Altstadt

  • Das Stadtmarketing hat die Fundraising-Initiative „wirsindre.de“ unterstützt und Frau Heimsoth (Zwei-Tore-Viertel) sowie die Herren Wladimir Paster und Uwe Suberg zusammengebracht. Die Plakate der Initiative sind jetzt verfügbar, Flyer sind bestellt. Die Kampagne wird auch intensiv mit vom Stadtmarketing selbst produzierten Beiträgen über die Social-Media-Kanäle beworben. Auf der Seite erfahren User nicht nur alles über Lieferdienste von Recklinghäuser Einzelhändlern und Gastronomen, sondern sie können diese auch direkt – zum Beispiel durch das Erwerben von Gutscheinen – unterstützen. 

  • "Wir sind wieder da" Gespräch mit Michael Böhm (RE-TV) am 20. April mit „wirsindre.de" und Produkten (Beutel, Tasche, T-Shirt) sowie Bericht Masken beim Gardinenmarkt. 

  • Infos über die jeweils aktuellen Corona-Vorschriften über unsere Facebook und Instagram-Seite

  • Sammlung von Masken-Verkaufsstellen auf der Facebook-Seite.

  • Unterstützung beim „Gabenzaun“ Hilfsprojekt in Hochlarmark.

  • Begleitung Videoprojektion „Zusammen stehen“ mit Sebel auf die Rathausfassade

  • Begleitung und Unterstützung bei der Umsetzung des „Recklinghäuser Autokinos“ auf dem Saatbruch

  • Foto-Shooting für mit Recklinghäuser Gesichtern des Handels - Identifikation und Promotion, Fortsetzung der „Gute Stube – Altstadt Recklinghausen“ Kampagne und einem zweiten Kampagnenteil für die Südstadt.

  • Erstellung unterschiedlicher Aufkleber und deren Distribution „1,5 Meter Abstand halten“ neutral, „1,5 Meter Abstand“ Gute Stube und für Recklinghausen Süd, Aufkleber „Mundschutz tragen“ und Aufkleber „Anforderungskontakt ist nicht nötig“ für Fußgängerampeln.

  • Dauerhafter Kontakt zu Quartierssprechers in der Altstadt und Vertretern in Recklinghausen Süd -  Informationen zum Erhalt von Soforthilfe. Lotsenfunktion zwischen Einzelhandel und Ordnungsbehörde.

  • Kontakt zu Veranstaltern und Agenturen fortlaufend

  • Bearbeitung von unterschiedlichen Hilfsangeboten, Liefer- und Herstelleranfragen fortlaufend.

  • Umsetzung der Kampagne „Schönstes Rathaus in NRW“ über Großfläche, XL Banner und Stadteingangstore als Ersatzkampagne für ausgefallene Veranstaltungsformate.

  • Aufrechterhaltung des kompletten Dienstbetriebes durch Organisation/Steuerung der Anwesenheiten der Mitarbeitenden (Home-Office) ohne Leistungseinschränkung für Kunden*innen

Realisierung von Baußnahmen: 

  • Wichtige Bauprojekte der Stadt zum Ausbau der Betreuungsangebote im Kita- und OGS-Bereich werden weiter vorangetrieben. 

  • Die energetische Sanierung der Fassade des Ruhrfestspielhauses läuft auf Hochtouren. 

  • Auch die Tiefbauer sind weiter aktiv. Die Ludwig-Erhard-Allee wurde im April freigegeben. Die Ovelgönnestraße, der Elper Weg und die Görresstraße erhielten eine neue Fahrbahndecke. 

Realisierung von Projekten im Bereich Klima und Mobilität: 

  • Am Wallring wurden die ersten zusätzlichen Fahrradständer (Car-Bike-Ports) aufgestellt. 

  • Im Rathaus wird für Mitarbeiter der Kauf eines Fahrrades, das auch im Dienst zum Einsatz kommt, finanziell unterstützt (Bottroper Modell).

  • Auf dem Konrad-Adenauer-Platz wurden zusätzliche XXL-Pflanztöpfe aufgestellt. Die XXL-Töpfe aus dem Schlaufenkreise an der Kemnastraße/Hohenzollernstraße wurden nach Süd umgesetzt und neu bepflanzt.

  • Auf dem Altstadtmarkt und dem Europa-Platz wurden durch die Kommunalen Servicebetriebe RE (KSR) zusätzliche mobile Bäume aufgestellt. 

  • Im gesamten Stadtgebiet werden insgesamt 40.000 Quadratmeter Blühstreifen angelegt. 
Datum
08.05.2020


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