Aktuelles Recklinghausen

Titel
„Nie wieder“: Holocaust-Gedenktag im Freiherr-vom-Stein-Gymnasium
Bild
Schülerinnen des Freiherr-vom-Stein-Gymnasiums führten Bürgermeister Christoph Tesche durch die Ausstellung. Unter anderem haben sie das Zimmer nachgestaltet, in dem Anne Frank sich versteckt hielt.
Einleitung
„Imagine all the people living life in peace“ – Mit diesen Zeilen von John Lennon erinnern die Schüler*innen des Freiherr-vom-Stein-Gymnasiums daran, dass Frieden keine Selbstverständlichkeit ist und für Respekt und Toleranz gekämpft werden muss.
Haupttext

 

Bereits zum zweiten Mal richtete das Freiherr-vom-Stein-Gymnasium am Montag, 27. Januar, den Internationalen Holocaust-Gedenktag aus. Vor einigen Jahren hatte das Bündnis für Toleranz und Zivilcourage die Initiative ergriffen, den Internationalen Holocaust-Gedenktages in Recklinghausen mit einer eigenen Veranstaltung zu begehen und die Aktionen der Schulen auch finanziell zu unterstützen. 

An diesem Tag ist der Weg in das Schulgebäude beschwerlicher als normalerweise. Durch einen dunklen Tunnel gehen die Besucher*innen, begleitet von den Geräuschen abfahrender Züge und umgeben von Koffern mit Kuscheltieren und anderen persönlichen Gegenständen. Mit einem beklemmenden Gefühl fühlt man sich direkt in die Zeit der Deportationen zurückversetzt.

In diesem Jahr steht der Tag ganz im Zeichen der Befreiung des Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau. Diese ist genau 75 Jahre her. Seitdem hat sich viel in der Gesellschaft verändert. „Antisemitische Strömungen nehmen wieder zu. Um dem entgegenzuwirken und keinen Nährboden für wachsenden Rassismus zu bieten, dürfen die Verbrechen des NS-Regimes nicht in Vergessenheit geraten“, warnt Bürgermeister Christoph Tesche nach einer Minute des Schweigens in der Aula des Gymnasiums. Die Gesellschaft stehe vor der Herausforderung, dafür zu sorgen, dass diese schrecklichen Taten nie wieder geschehen.

Jürgen Pohl, Vertreter des Bündnisses für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit, weist in seiner Rede darauf hin, dass an diesem Tag allen Opfern des Nationalsozialismus gedacht wird. Auch das Opferbuch der Stadt Recklinghausen sei in diesem Zusammenhang ein wichtiger Meilenstein für die Erinnerungskultur. 

Die anwesenden Schüler*innen kommen aus unterschiedlichen Jahrgangsstufen, aber sie verfolgen ein gemeinsames Ziel: Die Erinnerung wachzuhalten und auf das schlimme Schicksal von Menschen jüdischen Glaubens hinzuweisen. Für den Projekttag haben die Klassen über den Unterricht hinaus auf ganz unterschiedliche Art einen Zugang zu der Thematik gefunden.

Die fünften Klassen haben sich mit der Frage beschäftigt, was der Begriff „Holocaust“ bedeutet, um eine Grundlage für diesen Abschnitt der Geschichte zu schaffen. In den höheren Klassen wurden Ideen für Handlungskonzepte erarbeitet, die Antisemitismus im Alltag bekämpfen können. „Wir möchten die Schülerinnen und Schüler sensibilisieren. Viele sehen gar nicht, dass zum Beispiel Vorurteile ein Schubladendenken hervorrufen, welches letztendlich in Rassismus und Ausgrenzung umschlagen kann. Wir wollen hin- statt wegschauen“, erläutert Schulleiterin Helke Waterfeld die Brisanz des Gedenktages.

Um den Zugang für die jüngeren Generationen zu erleichtern, ist das Motto des diesjährigen Projekttags „Kinder im Holocaust“. Das Programm in der Aula wird von einer Ausstellung im gesamten Schulgebäude mit dem Titel „Ausgrenzung – Verfolgung – Vernichtung“ begleitet. Mit unterschiedlichen Medien können die Besucher*innen hier die Verfolgung von jüdischen Kindern nachvollziehen.  

Das Online-Gedenkbuch ist unter www.recklinghausen.de/gedenkbuch zu finden.

Datum
27.01.2020


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